Herwig Korbel

Geboren in Wien, aufgewachsen in Vorarlberg. Seit 1994 selbstständiger Masseur. Im Jahr 2001 beginnt er, sich intensiv mit der Spiraldynamik® und den Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Bewegung, wie sie auf Grund von Evolution, Funktion und Anatomie entstanden sind, zu beschäftigen. Seit 2005 Assistent (Lehrkraft) der Spiraldynamik®. Im Lauf der letzten Jahre betreute er auch immer wieder Berufsmusiker. Seminartätigkeiten im Rahmen von Pilatestrainerausbildungen und an der Academy of Living Movement (Berufsausbildung „Bewegungskunst und Eurythmie“). 2006 bis 2009 Fachhochschulstudiuman der Deutschen Hochschule für Prävention und GesundheitsmanagementSaarbrücken: BA in Fitnessökonomie. 2010 –2013 Studium an der Donau-Universität Krems: MA in Wirtschafts-und Organisationspsychologie.

 

Spiraldynamik®

Gehen, Stehen, Sitzen und Greifen. All dies läuft in der Regel automatisch ab. Diese archaischen und globalen Bewegungsmuster bewusst zu machen, zu erfühlen und zu verstehen, das ist der Schlüssel für jedes dynamische, effiziente und ausdrucksstarke Bewegen – auch das Bewegen mit dem Instrument.
Die Spiraldynamik® ist eine Gebrauchsanweisung mit einfachen und klaren Regeln:
• Erst der richtige Dreh macht das Becken zu einem stabilen Fundament für die Wirbelsäule.
• Der Kopf führt, der Körper folgt: Eine kleine Drehung des Kopfes führt zu einer aufgerichteten Hals- und Brustwirbelsäule: Das ist die Basis für einen aktiv-entspannten Nacken und für gut koordinierte Schultern und Arme.
• Effizientes Atmen und die Aufrichtung der Wirbelsäule – ein und dieselbe Bewegung: Die richtige Atmung versetzt unserer Wirbelsäule in eine leichte Wellenbewegung und mobilisiert so laufend sanft die Wirbelsäule. Wie das Allroundgenie Zwerchfell unsere Rippen bewegt – Effiziente Bauchatmung ist gleich Brustkorbatmung.
• Die Kugelstruktur der Hand verstehen und erleben: Sie gibt ihr Stabilität und ist der Schlüssel für ein ökonomisches „Fingerspiel“.

„Klangoptimierung durch Bewegungsoptimierung. Ob die Spielbewegungen zur angestrebten Klangqualität passen oder nicht, das kann man sehen. Wenn die Klangvorstellung passt, das Instrument aber nicht so klingt, wie das Ohr es hören möchte, dann liegt es oft an der Bewegungsführung: zu viel Bewegung, zu wenig Bewegung, fehlende dynamische Stabilisierung des Rumpfes. Musizieren ist eine Ganzkörperangelegenheit! Es geht immer um das koordinierte Zusammenspiel von Rumpf, Schulter-Arm-Hand, und auch den Beinen. Es geht um diese „äußeren“ Bewegungen, aber auch um die „inneren“ Bewegungen des Zwerchfells, das nicht nur ein Atemmuskel, sondern im Zusammenspiel mit den Rumpfmuskeln und den Bauchorganen DER Rumpfstabilisierer ist.

Das Schöne und Gute für die Musikerin und den Musiker ist: Was besser klingt, das ist in der Regel auch gesünder. Leistung und Gesundheit gehen Hand in Hand.“