Didaktikprüfungen / Master

 PRÜFUNG UNTER INSTRUMENTALDIDAKTISCHEM ASPEKT 

……Lernergebnisse sind Aussagen darüber, was Lernende nach dem Abschluss eines Lernprozesses wissen, verstehen und in der Lage sind zu tun" (aus European Qualifications Framework, EQF)

 

Teil I Lehrauftritt mit mit einer fortgeschrittenen unbekannten Schülerin oder einem fortgeschrittenen unbekannten Schüler.
Für diesen Prüfungsteil stehen Ihnen ca. 20 bis 25 Minuten zur Verfügung.

Das gemeinsame Musizieren bzw. Begleiten am Klavier im Rahmen des Lehrauftritts ist ausdrücklich erwünscht. Eine Partitur/Klavierstimme wird bereitgestellt, um ein besseres Verständnis für Harmonie, Struktur, Intonation und Zusammenspiel zu vermitteln. Im Anschluss an den Lehrauftritt werden Sie gebeten, eine kurzeEinschätzung der Arbeit mit der/dem Ihnen unbekannten Schüler_in zu geben:
• Welche Stärken, Schwächen, Potenziale, zukünftige Arbeitsfelder konnten Sie erkennen?
• Woran würden Sie in den nächsten Monaten arbeiten und wie könnte dabei ein Fortschritt gelingen?

 

Teil IIReferat im Ausmaß von ca. 5 bis 6 Minuten

Im Anschluss an den Lehrauftritt sollen die Studierenden ein Impulsreferat aus einem der beiden angegeben Themenbereiche (A oder B) halten.

Die im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen aller Lehrveranstaltungen sowie die Erfahrungen als Künstler_in und Pädagog_in bilden dafür die Grundlage.

Da Lernen und Lehren komplexe Vorgänge sind, soll das Referat auch auf methodische und didaktische Überlegungen Bezug nehmen.

Sowohl Aspekte der Pädagogik als auch der Psychologie können in das Referat einfließen. (Bereich C)

 

A) Instrument und Körper, Physik und Physiologie:

Wählen Sie aus diesem Bereich ein Thema und referieren Sie über Ihre eigenen Lernprozesse und Erfahrungen, über Lehrmeinungen und ihre Literaturrecherchen. Gehen Sie weiters auf Ihre methodischen Zugänge im Unterricht (mit Ihren Schüler_innen) zu diesem Thema ein. Praktische Demonstrationen sind ausdrücklich erwünscht.

Beispiele: Atmung, Motorik, Intonation, Ansatz, Vibrato, Zunge, Akustik, Hören, Rhythmus, Artikulation, etc.

 

B) Musik und ihre Interpretation.

Die Basis für Ihr Referat bildet ein Werk der Konzertliteratur, über welches Sie formal, stilistisch und technisch Bescheid wissen. Gehen Sie auf wichtige Aspekte des Stücks ein, auf eigene Erfahrungen und überlegen Sie, wie Sie (mit sehr fortgeschrittenen Schüle_innen) methodisch bei der Erarbeitung dieses Stücks vorgehen würden. Lösungsvorschläge sollen möglichst praxisorientiert, also auch am Instrument und mit Beispielen erläutert werden. Mögliche Themen: Improvisation, Tonsprache in E-und U-Musik, Ornamentik, etc.

 

C) Methodik-Didaktik-Pädagogik-Psychologie

Kenntnisse und Überlegungen aus diesem Bereich sollen in Ihr Referat einfließen, da Lernprozesse und Lernerfolge sehr stark von unseren menschlichen Kompetenzen und Qualitäten (Führungsqualitäten) abhängig sind.

Mögliche Inhalte, die im Referat vorkommen können: Lern und Lehrmethoden, Lernformen, Gruppe – Einzelunterricht, soziales Umfeld, Pubertät, Grenzen zwischen Pädagogik und Therapie, Einfluss neuer Medien, Wettbewerbe, Hochbegabte, Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen, Fordern und Fördern etc.

Im Anschluss an Lehrauftritt und Referat findet ein kurzes Gespräch statt.

 

Szenario virtuelle Prüfung:

Erstellen Sie ein Unterrichtsvideo mit einer eigenen fortgeschrittenen Schülerin oder einem eigenen fortgeschrittenen Schüler.Das gemeinsame Musizieren im Rahmen dieser Unterrichtssituation ist ausdrücklich erwünscht und das Begleiten am Klavier/Cembalo wird verlangt,um ein besseres Verständnis für Harmonie, Struktur, Intonation und Zusammenspiel zu vermitteln. Im Anschluss an das Lehrvideo werden Sie gebeten, einen kurzen Überblick
über die Arbeit mit Ihrer Schülerin oder Ihrem Schüler zu geben:
• Rückblick: Welche Themen haben die letzten Monate begleitet und welche Entwicklungen gab es?
• Einschätzung der Leistung der Schülerin / des Schülers beim Lehrauftritt.
• Ausblick: Welche Themen werden in den nächsten Monaten wichtig sein und wie kann ein Fortschritt gelingen?
Vorgaben für die Erstellung eines Unterrichtsvideos:
Die gesamte Dauer des Videos ist mit 20 Minuten begrenzt. Die Aufstellung muss so gestaltet sein, dass vom Lehrschüler/der Lehrschülerin sowohl die gesamte Körperhaltung als auch Einzelheiten wie Hand- und Fingerhaltung sowie der Ansatz zu sehen sind, das heißt, der Abstand zur Kamera bzw. die Einstellung des Zooms dürfen bzw. können während des Videos verändert werden
. In der Unterrichtseinheit müssen sowohl technische als auch musikalische
Themenbereiche des Flötenunterrichts behandelt werden. Die Fähigkeit, auf die jeweilige Ausgangssituation zu reagieren, ist genauso gefragt wie Abwechslung, Vielfalt und Kreativität!
Sollte es für Sie aufgrund der Situation nicht möglich sein, einen Raum mit Klavier zu organisieren, oder sollte die Unterrichtssituation online stattfinden, bemühen Sie sich bitte umso mehr, diesen Umstand durch kreativen Umgang
mit den Gegebenheiten zu kompensieren.


Die neuen Prüfungsbestimmungen gelten für alle Prüfungstermine ab Jänner 2021.

Stand Juni 2021