Institut für Gesang und Musiktheater

Newsletter Nr. 1 - Ausgabe März 2018
 
Vorwort
Liebe Freunde, liebe Freundinnen und Interessierte des Institutes für Gesang und Musiktheater!
 
Wir freuen uns sehr Ihnen mitteilen zu können, dass der Newsletter ab März 2018 wieder veröffentlicht wird.
 
Gerne möchten wir Ihnen auch unsere neue Institutsleitung seit 01. Oktober 2017 vorstellen:
 
o.Univ.-Prof. Margit Klaushofer - Institutsleiterin
Univ.-Prof. Florian Boesch - stellvertretender Institutsleiter
Jürgen Tauber - stellvertretender Institutsleiter
 
Weiters möchten wir Ihnen einen Rückblick über das letzte Semester nicht vorenthalten und Ihnen die künftigen Projekte unseres Hauses vorstellen.
 
Rückblick 2017/18
"Hänsel und Gretel" von Engelbert HumperdinckFotocredit: Rossen Stoimenov

Montag, 11. Dezember bis Freitag, 15. Dezember 2017

Musikalische Leitung und am Klavier: Michael Rot

Inszenierung: Robert Simma
Maske: Elisabeth Vollnhofer
Kostüme: Julia Münster, Anita Spanring       

Zum dritten Mal in der langen Geschichte des prunkvollen Schlosstheaters Schönbrunn fand bei zehn ausverkauften Vorstellungen für Schulkassen, die Kinderoper "Hänsel und Gretel" in gekürzter Fassung statt. Beim Schlosstheater Schönbrunn handelt es sich um Wiens ältestes, noch bespielbare Barocktheater. Vom Rokoko bis heute wurde das Theater für eine Reihe von berühmten Events genutzt. So hat Kaiserin Maria Theresia bereits künstlerischen Darbietungen gelauscht. Das Theater steht in erster Linie Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Auftrittspodium zur Verfügung.
 
Die äußerst erfolgreiche Kinderopernserie wird auch im Dezember 2018 weitergehen.                                                                                          

Foto: ©Rossen Stoimenov
Ausgewählte Arien & Ensembles aus Oratorien
Konzerte mit Studierenden von Florian Boesch, Gabriele Fontana, Robert Holl und Charles Spencer

Freitag, 12. und Samstag, 13. Jänner 2018

Dirigent: Erwin Ortner
Webern Kammerphilhamonie
Schlosstheater Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47, 1130 Wien

Eintritt frei!

Zum ersten Mal fand im Schlosstheater Schönbrunn ein Oratoriumabend statt. Studierende der Liedklassen konnten Ihr Können präsentieren. Das Webern Kammerphilharmonie Orchester wurde von Erwin Ortner dirigiert. Der große ZuschauerInnenandrang gibt uns Anlass auch im nächsten Studienjahr wieder ein Oratoriumskonzert zu organisieren.

Foto: ©Taro Morikawa

 

 

"Oreste" von Georg Friedrich Händel
Montag, 29. und Dienstag, 30. Jänner 2018
Musikalische Leitung: Christoph U. Meier
Inszenierung: Sebastian Welker
Ausstattung: Christoph Gehre
Regieassistenz, Inspizienz: Adriana Hernandes, Taro Morikawa, Iliya Roitman
Ausstattungsassistenz: Vanessa Pressl
Maske: Anna Rötzer
Musikalische Assistenz: Carlo Benedetto Cimento, Sayuri Hirano, Marco Primultini
Continuo: Michael Brüssing, Marco Primultini, Klaus Haidl
Beethoven Philharmonie
Foto: ©Stephan Polzer
Vorschau
"Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart
Mittwoch, 21., Donnerstag, 22., Freitag, 23. und Samstag, 24. März 2018
Musikalische Leitung: Peter Marschik
Inszenierung: Beverly Blankenship
Bühnenbild und Lichtdesign: Erich Uiberlacker
Kostüme: Gertrude Rindler-Schantl

Die Zauberflöte

(Der abermillionste Beitrag)

Weisheit. Was ist Weisheit? Wer ist weise?
Mozarts Antwort: der sich so erkennt und versteht und erträgt, wie er ist.
Gottes Gewand ist aus lauter edlen Stoffen gewirkt (Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit), aber die einzelnen Fäden sind zum Teil düster, dämonisch und fragwürdig. Und der weise Mensch, oder der nach Weisheit strebende Mensch muß sich selbst auch als ein solches heterogenes Gewirk begreifen und akzeptieren. Die Zauberflöte ist die Metapher eines solchen Menschen. Er ist naiv und leicht manipulierbar aber auch ein hingebungsvoller Idealist (Tamino), schwach und ausgeliefert aber auch voll innerer Stärke (Pamina), beschränkt und frustriert und gleichzeitig charmant und witzig (Papageno), ehrgeizig und machthungrig und gleichzeitig brillant und virtuos (die Königin), dogmatisch und unaufrichtig und trotzdem eine unangefochtene Autorität, ein Führer (Sarastro), pedantisch und überheblich und trotzdem ein einfühlsamer Psychologe (der Sprecher). Vielleicht muß hinzugefügt werden, daß die Frauen die Nase vorn haben: Pamina ist mutiger als Tamino, Papagena ist pragmatischer als Papageno, die Königin ist entschlossener als Sarastro, die Damen sind sportlicher als die Knaben. Noch ein Wort zu Monostatos: der Schwarze Peter geht im Kreis und landet bei ihm. Ich glaube, daß das mit der Hautfarbe tatsächlich so zu verstehen ist! Keine "Saving Grace" für Monostatos, der gleichzeitig Täter und Opfer ist, ein negativer Rest sozusagen und ein Garant, daß das ganze kein unplausibles, kitschiges Ammenmärchen wird.

Dies alles tut Gott.

Und was tut Mozart?

Er findet für jeden dieser Charakterzüge und seelischen Qualitäten eine spezifische musikalische Sprache, bedient sich dazu der unterschiedlichsten Traditionen (der Opera Seria, der französischen Oper heroischen Formats, des Deutschen Singspiels sowie zahlreicher Übergangsformen) und schafft es trotzdem, all das zu integrieren und unter einen Hut zu bringen, aus der Vielheit die Einheit zu schmieden.

Warum tut er das?

Weil er's kann!

Text von Peter Marschik

Sommersemester 2018
Im Sommersemester erwarten Sie wieder Lieder- und Arienabende sowie Szenenabende und außergewöhnliche Produktionen im Schlosstheater Schönbrunn und der Neuen Studiobühne.



 

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