Elektroakustische Instrumente und musikalische Strukturen im Dreieck von
Klanganalyse, -synthese und Interaktivität

Forschungsprojekt in Kooperation des ZiMT mit Thomas Gril und Volkmar Klien im Rahmen von uni:vision

 

 

 

"Laser-Avatare und Klangdenken" (6.November 2010)
Computermusik in Theorie und Praxis, Einblicke in Forschungsprojekte und Kooperationen

  • Programm:
    Andrea Szigetvári: Send a Sound! (live performance)
    Johannes Kretz: Laser Turing Test for Dancers (live performance)
    Volkmar Klien: Analyse elektronischer Musik – Theorien, Techniken und Praxis (Vortrag mit Beispielen)
    Johannes Kretz: KLANGPILOT  (Software-Vorführung)

    Mitwirkende:
    Vor Ort:
    Martina Kovács – Tanz, Laserharfe
    János Wieser – Lasertechnik (Multimedia Studio in Budapest)

    Über Internet aus Hamburg:  
    Andrea Ladányi – Tanz, Laserharfe
                Andrea Szigetvári – live electronics
    Ádám Siska – Software-Design, technischer Assistent
    Attila Kalcsú – Lasertechnik (Multimedia Studio in Budapest)
     
    Ort: zeitgleich über Internet verbunden in:
             Hamburg: Hochschule für Musik und Theater
             Wien: Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien

 

 

14.Jänner 2010, Musikverein Wien, Gläserner Saal

"Voices in between"

Schumann und Elektronik im Wechselspiel der Kulturen

PROGRAMM
Robert Schumann: Spanisches Liederspiel, op.74
Elektroakustische Kompositionen in Bezug auf Schumanns Liederspiel und ethno-musikalische Quellen von Karlheinz Essl, Johannes Kretz und Studierenden

AUSFÜHRENDE
Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)
Am Klavier: Viktoria Grois und Veronika Weinhandl
Künstlerische Leitung: Martina Claussen, Karlheinz Essl und Johannes Kretz

Thema des Abends sind Volkslieder und ethno-musikalische Quellen als Inspiration für Komponisten in Vergangenheit und Gegenwart. Textbasis von Schumanns Spanischem Liederspiel sind Übersetzungen spanischer Volkslieder. Neukompositionen mit Bezug auf Schumann und ethnomusikalische Quellen aus der ganzen Welt erschließen eine neue Zugangsweise zur Musik Schumanns und sind eine Inspiration für die Beschäftigung mit Interkulturalität in unserer Zeit.
Das Liederspiel ist eine eigenste Erfindung Robert Schumanns. Es beinhaltet die Zusammenstellung ein- und mehrstimmiger Gesänge, die durch das gleiche poetische Thema zu einer Art „kleiner Oper mit Klavierbegleitung, ohne Handlung“ verbunden sind.
Das Liederspiel wurde für einen eher intimen Rahmen komponiert und soll unterhalten, durch den Wechsel von Solo- und Ensemblestücken, sowie durch die Gegenüberstellung der Stimmcharaktere. So meinte Schumann selbst: „Das Liederspiel ist in der Form etwas Originelles (glaub ich), das Ganze vom heitersten Effekt.“
Schumann komponierte drei Werke dieser Art. Das Spanische Liederspiel op. 74 aus dem Jahre 1849 ist nach einer Übersetzung spanischer Volkslieder entstanden. (Übersetzung: Emanuel Geibel). Es fasziniert durch die Glut des Kolorits, die Schumann mit der Kraft seiner romantischen Phantasie entzündet hat. Das selten in seiner Gänze aufgeführte Werk besteht aus neun Stücken: zwei Solostücken, fünf Duetten und zwei Quartetten. Es beschreibt eine Liebesgeschichte von deren schüchternen Beginn an bis hin zum großen Glücksempfinden.
In einer institutsübergreifenden Kooperation vorwiegend zwischen dem Institut Salieri und dem Institut 1 mit seinem neugegründeten „Zentrum für innovative Musiktechnologie“ (ZiMT) wird das Phänomen der Inspiration von Komponisten und Komponistinnen durch Volksliedquellen anderer Kulturen sowie durch historisches musikalisches Material aber noch auf einer andere Ebene präsentiert. Neukompositionen von Studenten des Studienzweiges elektroakustische Komposition mit Bezug auf Schumanns Liederspiel im speziellen, aber auch auf volksmusikalische Quellen aus der ganzen Wellt im allgemeinen eröffnen eine neue Zugangsweise auf die Musik Schumanns, bewirken darüber hinaus aber auch eine Weitung der Perspektive, in der die Vorgangsweise Schumanns auch als prototypische Herangehensweise für kompositorisches Schaffen im Zeitalter von Globalisierung gesehen werden kann. In diesem Sinne dient Schumanns Liederspiel als Musterbeispiel und Inspiration für die so wichtige Beschäftigung mit Interkulturalität in der Gegenwart.
Die Interaktion der menschlichen Stimme mit den modernsten Mitteln der Live-Elektronik erzeugt zudem ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine, welches unsere gegenwärtige gesellschaftliche Situation treffend widerspiegelt.

JOHANNES KRETZ
Zentrum für innovative Musiktechnologie (ZiMT)

KARLHEINZ ESSL
Institut für Komposition und Elektroakustik

MARTINA CLAUSSEN
Institut Antonio Salieri (Gesang in der Musikpädagogik)

 

20.6.2009, Rennweg 8:
Haydn und die Klänge „vom Mond“

Klanginstallationen und Verfremdungen von Haydns Musik
Studierende des Institut für Komposition und Elektroakustik (Klasse Prof. Essl) in Kooperation mit dem Zentrum für innovative Musiktechnologie, (ZiMT)

 

Perspektiven von Klang und Komposition
Herausragende, innovative Aktivitäten des Instituts für Komposition und Elektroakustik

Am 13. und 14. Juni 2008 wurden in einer zweitägigen Präsentations-Veranstaltung des Institut für Komposition und Elektroakustik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aktuelle Aktivitäten und Initiativen aus Lehre und Forschung präsentiert. Ausgewählte Arbeiten von Kompositionsstudenten der verschiedenen Studienzweige (Instrumental-, Medien- und Elektroakustische Komposition) standen dabei ebenso auf dem Programm wie Vorführungen der Tonmeister über eine spezielle, hochwertige Mehrkanal-Tonanlage der Fa. Geithain sowie eine preisgekrönte Filmvertonung, Werke für Filmorchester und die Ergebnisse eines internationalen Kompositions-Workshops in Zusammenarbeit mit Lehrern und Studierenden aus Wien und Budapest. Nicht zuletzt wurde im Rahmen der Präsentationsveranstaltungen auch das Zentrum für innovative Musiktechnologie (ZiMT) gegründet.

Ort: Anton-von-Webernplatz 1, Haydn-Saal, Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal

Programmablauf:
Fr, 13.Juni 2008
16h–17:30h Konzert mit elektroakustischen/gemischten Werken der Klassen Prof. Essl und Karger
18h–19:30h Konzert mit Kompositionen der Klassen Prof. Czernowin, Jarrell und Müller-Siemens
20h–21:30h Vorführungen der Tonmeister, Klasse Prof. Vette

Sa, 14.Juni 2008
10:30-11:30 ÖTV-Tonmeister: Werkstatt, Vorführungen
14:00-14:30 ERÖFFNUNG des ZiMT
14:30-16:00 Konzert mit LASER-Sensoren (Ergebnisse des Kompositionsworkhops Wien-Budapest)
16:15-17:30 Konzert: Filmmusik und Multimedia


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Laser-Sensoren und Daten-Handschuhe im Konzertsaal

Ein der ersten Aktivitäten des ZiMT – bereits vor seiner eigentlichen Gründung – ist der Workshop "ELECTRONIC PERFORMANCE CULTURE".

Ein zweisemestriges künstlerisch-wissenschaftliches Forschungs- und Unterrichts-Projekt des Instituts für Komposition der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Franz-Liszt-Akademie für Musik, Budapest, leistet einen innovativen Beitrag zur Entwicklung einer Aufführungskultur elektronischer Musik.

Unter der Leitung von Andrea Szigetvári (Franz-Liszt-Akademie für Musik, Budapest) und Johannes Kretz (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) erschließen und entwickeln die teilnehmenden Studenten aus Budapest und Wien Tools, die es erlauben, elektronische Klänge interaktiv und durch sinnvolle körperliche Gesten gestaltet zur Aufführung zu bringen.

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Es geht darum, unter Verwendung verschiedenartiger Hardware wie z.B. eines hochentwickelten Laser-Sensor-Systems, das auf die Berührung von Laser-Strahlen reagiert oder durch Nutzbarmachen anderer Human-Interface-Devices wie z.B. Datenhandschuhen, die ursprünglich für Computerspiele entwickelt wurden, neuartige virtuelle Musik-Instrumente zu erschaffen, die von den jungen Komponisten auch eine neue Form von Künstlertum an der Schnittstelle zwischen Komposition und Interpretation erfordern, wobei die Übergänge zwischen Instrumentendesign und Komposition einerseits und zwischen Komposition und Interpretation andererseits gleichermaßen fließend sind.

Die Ergebnisse des Workshops werden am Samstag, 14.Juni 2008 im Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal der Musikuniversität Wien und in Budapest am 21.6. in der Kunsthalle jeweils in einem Konzert unter Beteiligung von Schauspielern, Musikern und den Komponisten selber präsentiert.

Der Workshop wurde ermöglicht durch eine großzügige Förderung der "Aktion Österreich Ungarn".

 

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