BENUTZUNGSORDNUNG: Zentraler Informatikdienst

C. Benutzungsregelung für lokale, nationale und inernationale Netzwerke


§ 9. Geltungsbereich

Diese Regelung gilt zusätzlich zu den in § 1 genannten Bereichen auch für die Benutzung von Netzwerken und Netzdiensten außerhalb der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Es sind dies im wesentlichen nationale Netzwerke (z.B. ACOnet, CNA) sowie internationale Netzwerke (z.B. das Internet).

§ 10. Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Rechte des ZID

(1) Zu den Aufgaben des ZID im lokalen Netzwerkbereich gehören insbesondere:

    a) Planung der lokalen Netztopologie,

    b) Auswahl der im lokalen Bereich einzusetzenden Übertragungstechnologien,

    c) Planung der Einbindung der Außenstellen der Universität,

    d) Kapazitätsplanung in Bezug auf benötigte Bandbreiten,

    e) Durchführung von Tuningmaßnahmen bei auftretenden Kapazitätsengpässen,

    f) Planung der Netzanschlüsse in Gebäuden und Räumen der Universität,

    g) Betrieb von Servern für Netzdienste (z.B. Mail, News, WWW etc.),

    h) Vorgabe von technischen Spezifikationen für den Anschluss von EDV-Geräten
        (z.B. Netzkarten, Übertragungsprotokolle etc.),

    i) Anbindung von Netzwerken der Abteilungen, Institute und sonstigen Universitätseinrichtungen,

    j) Protokollierung von Aktivitäten am lokalen Netzwerk als technische Maßnahme zur Abrechnung,
        zum rechtzeitigen Erkennen möglicher Engpässe, für die Erkennung aufgetretener Fehler,
        sowie zur Beweissicherung bei Mißbrauch,

    k) Planung und Durchführung von Datensicherheitsmaßnahmen im Netz,

    l) Kooperation mit den Netzbeauftragten der Abteilungen, Institute und sonstigen Universitätseinrichtungen
        in allen Netz- und Telekommunikationsangelegenheiten,

    m) Hilfestellung und Beratung der Benutzer bei auftretenden Netzproblemen,

    n) Sicherung der Betriebsbereitschaft der im Verantwortungsbereich des ZID liegenden
        Netzkomponenten (z.B. Router, Bridges, Switches, etc.),

    o) Schaffung und Sicherstellung des Netzzugangs von außen für berechtigte Benutzer,

    p) Erstellen von Statistiken über die Netzauslastung.

(2) Zu den Aufgaben des ZID im nationalen und internationalen Netzbereich gehören insbesondere:

    a) Teilnahme an Arbeitssitzungen des Betreibers eines österreichischen akademischen Netzwerks,

    b) Mitarbeit in internationalen Netzwerkgremien im Auftrag des Betreibers bzw. der Universität zur
        Sicherstellung der Konnektivität,

    c) Durchführung der Beschlüsse und Überwachung der Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften
        der nationalen und internationalen Netzwerkbetreiber auf lokaler Ebene der Universität,

    d) Mitarbeit bei der Planung des Ausbaus eines österreichischen akademischen Netzwerks
        gemeinsam mit dem Betreiber,

    e) Aufbau und Bereitstellung eventueller sonstiger nationaler und internationaler Netzverbindungen
        im Rahmen von Forschungsprojekten.

(3) Der ZID ist als Betreiber der Netz- und Telekommunikationsinfrastruktur der Universität für das reibungslose Funktionieren des Gesamtsystems sowie aller zugehörigen Komponenten verantwortlich.

(4) Vom ZID protokollierte Netzaktivitäten dürfen von diesem nicht veröffentlicht werden und sind nur für technische Maßnahmen (Netzmanagement) bzw. zur Beweissicherung bei Missbrauch zu verwenden.

(5) Werden auf einem Teilsegment des Universitätsnetzes den Gesamtbetrieb in grober Weise störende Aktivitäten festgestellt, so hat der ZID den Verursacher aufzufordern, diese Aktivitäten zu beenden. Werden diese Störungen vom Verursacher nicht umgehend behoben, so hat der ZID das Recht, das gesamte Teilsegment so lange vom Universitätsnetz abzutrennen, bis der Verursacher glaubhaft nachweist, dass die Störungen nicht mehr auftreten werden.

§ 11. Verpflichtungen der Benutzer

(1) Jede Art der Netzbenutzung muss der Erfüllung universitätsbezogener Aufgaben dienen.

(2) Beim Anschluss von Informatikeinrichtungen an das Netz sind die technischen Spezifikationen und Vorgaben des ZID zu erfüllen. Jeder Anschluss und jede Änderung daran bedarf der Zustimmung des ZID.

(3) Bei der Planung von Netzvorhaben ist der ZID frühzeitig zu informieren, damit er mögliche Auswirkungen auf das Gesamtnetz oder Teilbereiche davon rechtzeitig erkennen und, wenn nötig, geeignete Maßnahmen ergreifen kann.

(4) Der Benutzer hat, sofern er andere Netzwerke oder Netzdienste benutzt, die für diese Netze geltenden Regeln einzuhalten.

(5) Der Benutzer ist für die Finanzierung, Installation und laufende Betreuung aller Komponenten ab der Netzwerkdose (z.B. Interface, Software, Kabel) selbst verantwortlich.

(6) Der Benutzer hat den Mitarbeitern des ZID Zutritt zu Räumlichkeiten, in denen sich Netzkomponenten befinden, zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu gestatten.

(7) Der Benutzer hat Manipulationen (z.B. Umkonfiguration) von Netzkomponenten in seinem Wirkungsbereich zu unterlassen. Sollten derartige Maßnahmen notwendig sein, so ist der ZID zu verständigen und die Durchführung mit dem ZID zu koordinieren.

(8) Der Benutzer hat jede Nachrichtenübermittlung, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit oder die Sittlichkeit gefährdet oder welche gegen Gesetze verstößt, zu unterlassen.

(9) Bei allen Nachrichten, die von Benutzern über lokale, nationale oder internationale Netze veröffentlicht oder weitergegeben werden (z.B. durch Web-Pages, FTP, E-Mail, News etc.), muss klar erkennbar sein, welche Person für den Inhalt verantwortlich ist.

(10) Jegliche Verwendung, die andere Benutzer oder Anbieter von Diensten behindert oder das Funktionieren der Dienste oder daran angeschlossener Netzwerke stört, ist unzulässig.

(11) Eine Verwendung mit dem Ziel von illegalen Handlungen sowie der Versuch, unberechtigten Zugang zu Systemen, Software, Diensten oder Informationen zu erlangen, ist unzulässig.

(12) Eine Verwendung für kommerzielle oder gewerbliche Zwecke ist nicht gestattet.

§ 12. Nutzung der Netzdienste durch Dritte

(1) Der Zugang zum Netzwerk der Universität und dessen Nutzung für nichtuniversitätsangehörige Benutzer ("Dritte") ist nur für Aufgaben der Wissenschaft, Kultur und Bildung zulässig und muss vom Universitätsdirektor bewilligt werden. Der Zugang zu nationalen und internationalen Netzen bedarf der Zustimmung des dafür zuständigen Betreibers entsprechend den hierfür geltenden Bestimmungen.

(2) Eine Öffnung des Netzzuganges und eine Nutzung des Netzes durch Dritte liegt dann vor, wenn diesen die Möglichkeit geschaffen wird, auf Rechnern der Universität installierte Netzdienste in Anspruch zu nehmen oder über das Netzwerk der Universität Dienste nationaler oder internationaler Netze (z.B. das Internet) zu erreichen.

(3) Eine Nutzung des Netzes durch Dritte liegt auch dann vor, wenn auf Servern innerhalb der Universität Informationsdienste im Auftrag Dritter von Universitätseinrichtungen betrieben werden.

(4) Bei Zutreffen von Abs. 2 oder Abs. 3 hat der Zeichnungsberechtigte der betreffenden Universitätseinrichtung dem ZID-Leiter zum Setzen von Maßnahmen gemäß Abs. 1 entsprechende Unterlagen und Informationen zum Nachweis des Zweckes (z.B. Vertrag) und der Dauer vorzulegen. Wird dem nachweislichen zweimaligen Ersuchen des ZID-Leiters um Informationen nicht entsprochen, so hat er den Netzzugang und die Netznutzung zu sperren.

(5) Eine Öffnung und Nutzung des Netzes durch Dritte ist nicht gegeben, wenn Benutzer, die nicht der Universität angehören, über nationale und internationale Datennetze (Internet) von der Universität oder deren Einrichtungen öffentlich zur Verfügung gestellte Informationen, Daten und Anwendungen benutzen.

§ 13. Abschaltungen

Der ZID kann für Wartungsarbeiten etc. nach vorheriger Ankündigung Abschaltungen des gesamten Netzwerks oder von Teilbereichen vornehmen. Die Abschaltung hat nur solange zu dauern, bis ein fehlerfreier Betrieb wieder gewährleistet ist. Schwerwiegende Bedürfnisse der Benutzer sind bei der Planung der Abschaltung möglichst zu berücksichtigen.