Selbstverständnis
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Das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wurde 1965 als zweites derartiges Institut an einer österreichischen Musikuniversität (damals „Musikakademie”) als Institut für Volksmusikforschung gegründet; Hochschulprofessor Walter Deutsch wurde mit der Leitung betraut. Walter Deutsch, vielen durch seine Volksmusiksendungen im österreichischen Hörfunk und Fernsehen bekannt, schuf als Lehrkanzelinhaber für Geschichte und Theorie der Volksmusik Leitlinien für dieses Institut, die bis heute ihre Gültigkeit haben. Nach und nach wurde das Arbeitsgebiet auch auf traditionelle Musik außereuropäischer Kulturen erweitert, was 2002 seinen Niederschlag in einem neuen Institutsnamen gefunden hat.
Hauptaufgaben des Instituts

Wissenschaftliche Erforschung der traditionellen Musik in Österreich und im europäischen Raum, sowie der Musik von Minderheiten.

Einbindung in Ethnomusikologie, Volkskunde und Musikwissenschaft auf nationaler und internationaler Ebene.

Durchführung von musikalischen Feldforschungen, Entwicklung von Transkription und Analyse.

Verbreitung volksmusikalischen und ethnomusikalischen Wissens durch die Lehre.

Vermittlung von interkultureller Kompetenz u.a. durch Betrachtung von Musik im Spannungsfeld zwischen „Eigenem” und „Fremden”.

Abhaltung von Seminaren, Symposien und Vorträgen zu Volksmusikforschung und Ethnomusikologie.

Herausgabe von wissenschaftlichen Schriften und Tondokumenten.

Besonderes Gewicht liegt in Forschung und Lehre auf dem musikalischen Aspekt der Gattung „Volksmusik”, die in ihren historischen und sozialen Bezügen gesehen wird.

Durch a.o.Univ.-Prof. Dr. Ursula Hemetek wurde in diesem Sinn am Institut ein Schwerpunkt für Musik der Minderheiten etabliert, wo Musik vorwiegend als Ausdruck ethnischer und sozialer Identität erfaßt und erforscht wird.

Assistenzprofessor Dr. Rudolf Pietsch ist spezialisiert auf Volksmusik in der Musikpädagogik, sowie auf Volksmusikinstrumente und Instrumentalmusik.

Seit 1997 betreut Dr. Elisabeth Waltner am Institut den Schwerpunkt „Visuelle Volksmusikforschung”.

o. Univ. Prof. Dr. Gerlinde Haid, Institutsleiterin und Lehrkanzelinhaberin seit 1994, hat ihren Forschungsschwerpunkt in den Ländern des Alpenraumes. Zu diesen ständigen Institutsangehörigen kommen einige Projektmitarbeiter.

Gastvortrag

Dr. Gerlinde Haid, Dimitrije Golemovic
und Dr. Ursula Hemetek (v.l.n.r.) bei
einem Gastvortrag am IVF, 1998.
Photo: Lisl Waltner

Von den Studierenden, die am Institut Diplomarbeiten oder Dissertationen schreiben, werden unterschiedlichste Themen eingebracht; viele beziehen sich auf musikalische Traditionen ihrer Heimat oder einer Ethnie, zu der sie eine enge Beziehung haben. Mit den abgeschlossenen Arbeiten wird zusätzlich wertvolles Forschungsmaterial eingebracht.
griechische Tänze

Demonstration griechischer Tänze, 1997.
Photo: Lisl Waltner

Die Abhaltung von Seminaren und Vorträgen am Institut selbst fließt teilweise in die Lehrtätigkeit (Gastvorträge, Workshops) ein. Das Institut selbst veranstaltet ein Reihe von internationalen Fachsymposien und Kongressen; die einzelnen Mitarbeiter nehmen ihrerseits an wissenschaftlichen Veranstaltungen im In- und Ausland teil.

Die Publikationstätigkeit des Instituts betrifft sowohl Schriften als auch Tonträger.

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