6. Prüfungsverfahren

 

Prüfungstermine


Prüfungstermine sind jedenfalls für den Anfang, für die Mitte und für das Ende jeden Semesters anzusetzen.

 

Durchführung der Prüfungen


Prüfungen dürfen bei sonstiger Nichtigkeit nur innerhalb des Wirkungsbereichs einer Fortsetzungsmeldung abgelegt werden. Prüfungen, die außerhalb des Wirkungsbereichs einer Fortsetzungsmeldung abgelegt wurden, und Beurteilungen wissenschaftlicher Arbeiten sowie künstlerischer Magister- und Diplomarbeiten, die außerhalb des Wirkungsbereichs einer Fortsetzungsmeldung erfolgten, sind absolut nichtig.
Mündliche Prüfungen sind öffentlich. Es ist zulässig, den Zutritt erforderlichenfalls auf eine den räumlichen Verhältnissen entsprechende Anzahl von Personen zu beschränken. Bei kommissionellen mündlichen Prüfungen hat jedes Mitglied des Prüfungssenates während der gesamten Prüfungszeit anwesend zu sein. Das Ergebnis einer mündlichen Prüfung ist unmittelbar nach der Prüfung dem Studierenden bekannt zu geben. Wurde die Prüfung negativ beurteilt, sind dem Studierenden die Gründe dafür zu erläutern.
Der Prüfer oder der Vorsitzende des Prüfungssenats hat für den geordneten Ablauf der Prüfung zu sorgen und ein Prüfungsprotokoll zu führen. Auf Antrag des Studierenden sind diesem die Gründe für die negative Beurteilung der Prüfung schriftlich bekannt zu geben.

 

An- und Abmeldung von Prüfungen


Bei der Nichtinanspruchnahme von Prüfungsterminen sind Studierende verpflichtet (§ 59 Abs. 2 Z 4 UG 2002), sich fristgerecht in geeigneter Weise abzumelden.
Bei kommissionellen Prüfungen hat sich die oder der Studierende bis zu einer Woche vor dem Prüfungstermin schriftlich ohne Angabe von Gründen in der Studien- und Prüfungsabteilung abzumelden. Im Falle von mündlichen Lehrveranstaltungsprüfungen ist die Abmeldung spätestens 3 Werktage vor dem Prüfungstermin bei der Lehrveranstaltungsleiterin oder dem Lehrveranstaltungsleiter vorzunehmen. Ist eine kurzfristigere Abmeldung notwendig, so kann dies auch auf andere Weise erfolgen, wobei die Gründe dafür anzugeben und zu belegen sind. Ist auch eine kurzfristige Abmeldung aus triftigen Gründen nicht möglich, so hat die oder der Studierende dies spätestens zwei Wochen ab Wegfall der Verhinderung bekannt zu geben und schriftlich zu belegen.

 

Wiederholung von Prüfungen


Die Studierenden sind berechtigt, positiv beurteilte Prüfungen bis 6 Monate nach der Ablegung, jedoch längstens bis zum Abschluss des betreffenden Studienabschnittes oder bis zum Abschluss des betreffenden Studiums einmal zu wiederholen. Die positiv beurteilte Prüfung wird mit dem Antreten zur Wiederholungsprüfung nichtig. Zwei positiv beurteilte Lehrveranstaltungsprüfungen aus dem zentralen künstlerischen Fach dürfen während der gesamten Studiendauer je einmal wiederholt werden.

Die Studierenden sind berechtigt, negativ beurteilte Prüfungen dreimal zu wiederholen. Auf die Zahl der zulässigen Prüfungsantritte sind alle Antritte für dasselbe Prüfungsfach in allen facheinschlägigen Studien an derselben Universität anzurechnen. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Satzung.

Die dritte Wiederholung einer Prüfung ist kommissionell abzuhalten, wenn die Prüfung in Form eines einzigen Prüfungsvorganges durchgeführt wird. Auf Antrag des Studierenden gilt dies auch für die zweite Wiederholung.

Lehrveranstaltungen, bei denen die negative Beurteilung nicht auf Grund eines einzigen Prüfungsvorganges am Ende der Lehrveranstaltung erfolgt, sondern bei denen die regelmäßige Mitarbeit in den Lehrveranstaltungen maßgeblich oder ausschließlich die Beurteilung bestimmt, müssen zumindest einmal in ihrer Gesamtheit wiederholt werden. Die dritte Wiederholung einer
solchen Prüfung hat in einem einzigen Prüfungsvorgang stattzufinden und ist kommissionell abzuhalten. Auf Antrag der oder des Studierenden gilt es auch für die zweite Wiederholung.

Davon abweichend gilt für die Wiederholung von negativ beurteilten Lehrveranstaltungsprüfungen aus dem zentralen künstlerischen Fach sowie negativ beurteilten Lehrveranstaltungsprüfungen mit Einzelunterricht folgende Regelung: Die 1. Wiederholung solcher Lehrveranstaltungsprüfungen besteht in der Wiederholung der gesamten Lehrveranstaltung. Die 2. und 3. Wiederholung haben aus je einem einzigen Prüfungsvorgang zu bestehen und sind kommissionell abzuhalten.

Erfolgt die Beurteilung sowohl auf Grund von regelmäßigen künstlerischen, schriftlichen oder mündlichen Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (prüfungsimmanenter Teil) als auch durch einen Prüfungsakt am Ende der Lehrveranstaltung, so ist der prüfungsimmanente Teil nur dann zu wiederholen, wenn dieser negativ beurteilt wurde oder untrennbar mit der abschließenden Prüfung verbunden ist.

Kommissionelle Prüfungen, die aus mehreren Prüfungsteilen bestehen, müssen zur Gänze wiederholt werden, wenn mehr als die Hälfte der Prüfungsteile negativ beurteilt wurde. Wird die Hälfte oder weniger als die Hälfte der Prüfungsteile negativ beurteilt, beschränkt sich die Wiederholung auf die negativ beurteilten Prüfungsteile.
Prüfungsteile können in Teilprüfungen unterteilt werden. Für diese Teilprüfungen gilt dasselbe wie für die Prüfungsteile: Wird mehr als die Hälfte der Teilprüfungen eines Prüfungsteils negativ beurteilt, so sind alle Teilprüfungen eines Prüfungsteils zu wiederholen. Andernfalls sind nur die negativen Teilprüfungen zu wiederholen.

Die Festlegung von Fristen und die Verpflichtung zur Ablegung von Lehrveranstaltungsprüfungen als Voraussetzung für die Wiederholung von Prüfungen sind unzulässig.

Die Zulassungsprüfung für den Nachweis der künstlerischen Eignung ist unbeschränkt wiederholbar.