Feststellung des Studienerfolges

 

Der positive Erfolg von Prüfungen ist mit „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“ oder „genügend“, der negative Erfolg ist mit „nicht genügend“ zu beurteilen. Zwischenbeurteilungen sind unzulässig. Ist diese Form der Beurteilung unmöglich oder unzweckmäßig, hat die positive Beurteilung „mit Erfolg teilgenommen“, die negative Beurteilung „ohne Erfolg teilgenommen“ zu lauten.

Prüfungen, die aus mehreren Fächern oder Teilen bestehen, sind nur dann positiv zu beurteilen, wenn jedes Fach oder jeder Teil positiv beurteilt wurde.

Bei studienabschließenden Prüfungen, die mehr als ein Fach umfassen, ist zusätzlich zu den Beurteilungen für die einzelnen Fächer eine Gesamtbeurteilung zu vergeben. Diese hat „bestanden“ zu lauten, wenn jedes Fach positiv beurteilt wurde, anderenfalls hat sie „nicht bestanden“ zu lauten. Die Gesamtbeurteilung hat „mit Auszeichnung bestanden“ zu lauten, wenn in keinem Fach eine schlechtere Beurteilung als „gut“ und in mindestens der Hälfte der Fächer die Beurteilung „sehr gut“ erteilt wurde. In den künstlerischen Studien hat bei studienabschließenden Prüfungen, die nur ein zentrales künstlerisches Fach umfassen, an die Stelle der Beurteilung „sehr gut“ die Beurteilung „mit Auszeichnung bestanden“ zu treten.

Nichtigerklärung von Beurteilungen

Die Studiendirektorin oder der Studiendirektor hat die Beurteilung einer Prüfung mit Bescheid für nichtig zu erklären, wenn die Anmeldung zu dieser Prüfung erschlichen wurde.
Die Prüfung, deren Beurteilung für nichtig erklärt wurde, ist auf die Gesamtzahl der Wiederholungen anzurechnen.

Zeugnisse

Die Beurteilung der Prüfungen ist jeweils durch ein Zeugnis zu beurkunden. In diesem sind die jeweiligen ECTS-Punkte anzuführen.

Das Europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) wurde geschaffen, um Studierenden die Anerkennung ihres Studienaufenthaltes im europäischen Ausland zu erleichtern. ECTS bedeutet zudem die Garantie für die volle akademische Integration an der Gastinstitution sowie für die Heimat-Hochschule ist es ein Mittel, um die akademische Anerkennung leichter durchzuführen.

ECTS basiert auf 3 Hauptprinzipien:

Information über Studieninhalte und Studienleistungen durch die Institutionen.
Gegenseitiges Einvernehmen zwischen den Studierenden und den Gasthochschulen über das zu absolvierende Studienprogramm.
Vergabe von ECTS-Anrechnungspunkten für das erbrachte Studienpensum und dadurch Erleichterung der Anerkennung durch die Heimatinstitution.

ECTS-Anrechnungspunkte sind keine Noten, sie ersetzen Noten auch nicht, sondern geben dem gesamten quantitativen Arbeitsaufwand (workload) wieder, der für eine Lehrveranstaltung anfällt.