Helmut Zehetner, geboren in Niederösterreich, begann seine musikalische Laufbahn als Geiger mit einem 1. Preis beim Wettbewerb der n.ö. Musikschulen. Es folgten Solokonzerte in Österreich und den USA (einjähriger Aufenthalt als Austausch-Schüler in Berkeley/San Francisco, California, 1971/72, High-School Graduate). Nach der Matura (1973) Studium an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien in den Fächern Violine bei Franz Samohyl (Diplom 1980), Tonsatz bei Friedrich Neumann sowie Dirigieren bei Karl Österreicher und Otmar Suitner (Diplom 1982).

Seit 1980 Geiger im Orchester der Wiener Staatsoper, seit 1983 Mitglied der Wiener Philharmoniker, Stimmführer der 2. Violinen. Zahlreiche Auftritte als Kammermusiker und Dirigent diverser internationaler Kammerorchester.

Noch während des Studiums Leitung bzw. Gründung von Jugend- und Studierenden-Orchestern (Jugendorchester der nö. Musikschulen, TU-Orchester), Dozent und Leiter von Sommerakademien („Musikfabrik Rosenau/Zwettl“). Seit 1985 Leiter des Lehrgangs „Orchester“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Regelmäßig eigene Konzerte mit der Webern Sinfonietta sowie Einstudierungen von Programmen des Webern Symphonie Orchesters u.a. für Dirigenten wie Riccardo Muti, Pierre Boulez, Franz Welser-Möst, Kirill Petrenko, Bertrand de Billy, Claudio Abbado, Mstislav Rostropovich und Zubin Metha. Aufbau eines Zyklus dieses Orchesters im Wiener Musikverein als Kooperation zwischen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Gesellschaft der Musikfreunde und Jeunesse.

Seit 1997 Leitung der Streicherabteilung beim „Internationalen Orchesterinstitut Attergau“, wo unter Patronanz der Wiener Philharmoniker begabte Studierende aus aller Welt mit dem Wiener Klangstil und der Wiener Spieltradition konfrontiert bzw. an diese herangeführt werden – mit einem Abschlusskonzert bei den Salzburger Festspielen.

Berufung zum Universitätsprofessor für Orchestererziehung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien im März 2008.