ReferentInnen

Paul Badura-Skoda

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Paul Badura-Skoda, der 2017 seinen 90. Geburtstag feiern wird, gilt als einer der größten Pianisten und als musikalischer Botschafter Österreichs in aller Welt. Seine Karriere nahm ihren Anfang 1947, als er den ersten Preis des Österreichischen Musikwettbewerbes gewann und ein Stipendium für Edwin Fischers Luzerner Meisterkurse erhielt. Bereits 1949 wurden Wilhelm Furtwängler und Herbert Karajan auf die außerordentliche Begabung des jungen Künstlers aufmerksam, luden ihn zu Konzerten ein, worauf Badura-Skoda praktisch über Nacht weltberühmt wurde. 

Seither ist Paul Badura-Skoda regelmäßiger und gefeierter Gast der internationalen Musikzentren, Festivals, der großen Orchester sowie der Rundfunk- und Fernsehstationen der ganzen Welt. Neben Furtwängler und Karajan trat er mit den berühmtesten Dirigenten seiner Zeit auf wie George Szell, Karl Böhm, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Sir Charles Mackerras, Sir Georg Solti, Kent Nagano und Sir John Eliot Gardiner. Paul Badura-Skoda hat ein umfangreiches Repertoire auf Tonträgern aufgenommen, mehr als 200 LPs und an die hundert CDs, darunter die kompletten Sonatenzyklen von Beethoven, Mozart und Schubert. 

Paul Badura-Skoda ist auch einer der universellsten Musiker unserer Zeit: er dirigiert, komponiert und sammelt Originalausgaben und historische Tasteninstrumente. Er gilt als internationale Autorität in Textfragen und hat hunderte von Autographen und Originalausgaben studiert, von denen er ein umfangreiches Archiv besitzt. Daraus sind zahlreiche Urtextausgaben, Aufsätze und Bücher über Bach- und Mozartinterpretation hervorgegangen. 

Zahlreiche Ehrungen wurden ihm bisher zuteil: 1975 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 1978 wurde ihm der Bösendorfer-Ring verliehen, welchen vor ihm nur Wilhelm Backhaus trug. Die Stadt Wien ehrte ihn 1988 mit der Goldmedaille der Stadt Wien. 2007 wurde er mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien geehrt. Der Carinthische Sommer verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft. In Frankreich wurde er 1993 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und 1997 zum "Commandeur des Arts et des Lettres". 

 

Doktorate Honoris causa:

Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim (2006)

Pontificia Universidad Católica del Perú (2010)

Akademii Muzycznej w Krakowie - Academy of Music in Kraków, 2013

 
 

 

Alfred Brendel

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Alfred Brendel studierte Klavier, Komposition und Dirigieren in Zagreb und Graz und beschloss seine Klavierstudien bei Edwin Fischer, Paul Baumgartner und Eduard Steuermann. Seit nunmehr 60 Jahren erfreut er sich einer beispiellosen internationalen Karriere. Alfred Brendels Repertoire reicht von Bach bis Schönberg. Er hat als erster das Klavierwerk Beethovens in seiner Gesamtheit aufgenommen. An der Einbürgerung der Schubert-Sonaten und des Klavierkonzertes von Schönberg ins Konzertrepertoire war er ebenso maßgeblich beteiligt wie an der Rehabilitation der Klavierwerke Liszts.

Seit langem war Alfred Brendel ein regelmäßiger Gast der großen internationalen Konzertsäle und Festivals sowie der führenden europäischen und amerikanischen Orchester unter namhaften Dirigenten. Sein letztes Konzert gab Alfred Brendel am 18. Dezember 2008 an der Seite der Wiener Philharmoniker. Seitdem tritt er regelmäßig mit Lesungen, Meisterkursen und Vorträgen zu Themen wie „Humor in der Musik“ und „Licht- und Schattenseiten der Interpretation“ auf. Weitere Vorträge widmen sich jeweils Franz Liszt und den letzten Klaviersonaten von Beethoven und Schubert sowie der Mozart-Interpretation. Für 2017 ist ein neuer Vortrag mit dem Titel „Mein musikalisches Leben“ geplant.

Mit einer elftägigen Hommage würdigt das Konzerthaus Berlin in der Saison 2016/17 den facettenreichen Künstler Alfred Brendel, der die Veranstaltungen im Frühjahr 2017, darunter auch Ausstellungen und Filmvorführungen, persönlich mitgestalten und begleiten wird.

Alfred Brendel ist Ehrendoktor u. a. der Universitäten von London, Oxford und Yale. 1989 wurde ihm eine „Honorary KBE“ verliehen. Seit 1992 ist er Träger der Hans von Bülow-Medaille der Berliner Philharmoniker und seit 1998 Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören in den letzten Jahren der Ernst von Siemens-Preis (2004), der Karajan-Preis (2008), der „Praemium Imperiale" der Japan Art Association (2009) und der Gramophone "Lifetime Achievement Award" (2010).

Seit vielen Jahren tritt Alfred Brendel auch als Schriftsteller hervor. Seine gesammelten Gedichte sind bei Hanser unter dem Titel „Spiegelbild und schwarzer Spuk“ veröffentlicht sowie von ihm selbst gelesen auch als Hörbuch bei MDG. Bei Hanser erschien auch ein Buch in Gesprächsform („Ausgerechnet ich“) und „Weltgericht mit Pausen – aus den Tagebüchern von Friedrich Hebbel“ (Auswahl und Nachwort von Alfred Brendel). Seine verschiedenen Essays liegen unter dem Titel „Über Musik“ beim Piper Verlag vor. 2010 erschien bei Hanser das Buch „Nach dem Schlussakkord – Fragen und Antworten“. Beim gleichen Verlag erschien 2012 "A bis Z eines Pianisten. Ein Lesebuch für Klavierliebende" und jüngst „Wunderglaube und Mißtonleiter. Aufsätze und Vorträge“.

Besonders am Herzen liegen Alfred Brendel die von ihm unter dem Titel „Artist’s Choice“ zusammengestellten Höhepunkte seiner Diskografie (Decca). Seit 2011 sind zudem drei seiner Vorträge unter dem Titel „Über Musik“ auf DVD erhältlich (C Major/Unitel Classica). Anlässlich seines 85. Geburtstags wurden sämtliche Aufnahmen veröffentlicht, die Alfred Brendel zusammen mit dem Label Philips und schließlich Decca realisiert hat.

 



 

Martin Eybl

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Martin Eybl ist Professor für Musikgeschichte am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung an der mdw. Er studierte am Brucknerkonservatorium Linz, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien und der Universität Wien (Konzertfach Klavier, Komposition, Musikwissenschaft), wurde 1995 an der Universität Wien mit einer Dissertation über den ideengeschichtlichen Kontext von Schenkers Musiktheorie promoviert und habilitierte sich 2004 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Schenker und Schönberg – Musiktheorie und Ästhetik in der Wiener Moderne). Er unterrichtete 1991–2004 an der Universität Wien. 1994–2002 war er Mitarbeiter am SFB „Moderne. Wien und Zentraleuropa um 1900“ (Graz). 2007 wurde zum Leiter der Publikationen der „Denkmäler der Tonkunst in Österreich“ (DTÖ) bestellt. Im Studienjahr 2011/12 unterrichtete er als Gastprofessor an der University of Chicago. 2013 erfolgte seine Wahl zum Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft, seit 2015 wirkt er als geschäftsführender Editionsleiter der Alban-Berg-Gesamtausgabe.

Schwerpunkte seiner Forschungen liegen in den Bereichen Ästhetik und Musiktheorie des frühen 20. Jahrhunderts, österreichische Musik des 18. Jahrhunderts sowie Editionen Alter Musik.


 

Stefan Gottfried

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Stefan Gottfried, in Wien geboren, erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht bei Leonore Aumaier. Er studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Klavier bei Michael Hrubý, Cembalo bei Gordon Murray, Komposition und Musikpädagogik sowie Generalbass und historische Tasteninstrumente bei Jesper Christensen an der Schola Cantorum Basiliensis, daneben Horn am Konservatorium Wien und Mathematik an der Technischen Universität Wien. 

Es folgte eine vielfältige internationale Konzerttätigkeit (Cembalo, Hammerklavier und Klavier) als Solist, Kammermusikpartner und Continuospieler in Ensembles mit historischen Instrumenten (u.a. Concentus Musicus Wien, Bach Consort Wien, Wiener Akademie) und modernen Orchestern (u.a. Wiener Philharmoniker und Berliner Philharmoniker unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Daniel Harding und Georges Prêtre).

Seit 2004 arbeitete Stefan Gottfried regelmäßig als Cembalist und musikalischer Assistent mit Nikolaus Harnoncourt zusammen, u.a. bei dessen Opernproduktionen am Theater an der Wien (Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Strawinsky), bei der Styriarte Graz (Purcell, Mozart, Smetana, Offenbach) und bei den Salzburger Festspielen (Mozart „Le nozze di Figaro“, „Die Zauberflöte“) und bei vielen Konzerten u.a. im Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie und beim Lucerne Festival.

Stefan Gottfried unterrichtet an der Wiener Musikuniversität Klavier, Hammerklavier und Cembalo und hält Vorträge zu verschiedenen Aspekten der historischen Aufführungspraxis. 2015 debütierte er als Dirigent an der Kammeroper Wien mit der Wiederaufführung von F.L. Gassmanns „Gli Uccellatori“.

Auf Wunsch von Nikolaus Harnoncourt übernahm er gemeinsam mit Erich Höbarth und Andrea Bischof die Leitung des Concentus Musicus Wien und dirigierte seither am Theater an der Wien und im Wiener Musikverein. 2016/17 stehen neben einem Zyklus im Brahms-Saal Konzerte bei der Styriarte, den Barocktagen Melk und im Mozarteum Salzburg auf dem Programm. Daneben wird Stefan Gottfried A. Salieris „La scuola de’ gelosi“ an der Kammeroper Wien dirigieren.

 

 


 

Klara Harrer-Baranyi

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In Budapest in eine Musikerfamilie hineingeboren.

Konzertfach-Klavier-Studium in Budapest, Wien (Diplom mit Auszeichnung) und München (Meisterklasse).

1. Preis im Maria Canals Klavierwettbewerb in Barcelona, Konzerttätigkeit und Beginn der pädagogischen Arbeit.

Seit 1989 o. Prof. für Klavier an der mdw. Unterrichtet Klavier, Didaktik und Lehrpraxis. Initiatorin und Organisatorin zahlreicher Projekte (Traditionen des Klavierspiels, Musik & Flüchtlinge).

 

 

 

Christopher Hinterhuber

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„Eines der besten, faszinierendsten Klavieralben des Jahres“ schrieb das Fono Forum über seine Aufnahme von Sonaten und Rondos von CPE Bach. Das englische Gramophone-Magazin wählte seine Aufnahme mit Werken für Klavier und Orchester von Hummel zum „Editor’s Choice“, ebenso große internationale Beachtung fand auch die 5 CDs umfassenden Aufnahmeserie aller Klavierkonzerte des Beethoven-Zeitgenossen Ferdinand Ries, unter anderem mit dem New Zealand Symphony Orchestra und Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. 

Sowohl durch seine Aufnahmen, die unter anderem bei Naxos, Wergo, Camerata Tokyo und Paladino erschienen sind, als auch mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit hat sich Christopher Hinterhuber international als Pianist mit enormer Bandbreite etabliert. 

Seine Lehrer waren Axel Papenberg am Konservatorium Klagenfurt sowie Rudolf Kehrer, Avo Kouyoumdjian und Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, weitere Studien folgten in der Accademia pianistica “Incontri col Maestro” in Imola, Italien bei Lazar Berman und Leonid Margarius. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er unter anderem Oleg Maisenberg und Vladimir Ashkenazy. 

Als Preisträger internationaler Wettbewerbe in Leipzig (Bach), Saarbrücken (Bach), Pretoria (Unisa), Zürich (Geza Anda) und Wien(Beethoven) konzertierte Christopher Hinterhuber regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein- Festival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Kammermusikfest Lockenhaus, der Styriarte in Graz, dem Carinthischen Sommer in Ossiach mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Yakov Kreizberg, Sylvain Cambreling, Kirill Karabits, Jakub Hrusa, Christian Arming, Bruno Weil, Andrés Orozco Estrada, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy, Ari Rasilainen, Adrian Leaper, Howard Griffiths, Hubert Soudant, Alfred Eschwé oder Beat Furrer und Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Wien, dem Klangforum Wien, dem Wiener und Züricher Kammerorchester, dem MDR-Orchester Leipzig, der Staatskapelle Weimar, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique Luxemburg u.a. 

2002/03 vertrat er Österreich zusammen mit der Geigerin Patricia Kopatschinskaja in der Reihe “Rising Stars” in der Carnegie Hall und den prominentesten europäischen Konzertsälen. 

Ein besonderes Projekt war die Aufnahme in Ton (Schubert, Rachmaninow, Schönberg) und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den französisch-österreichischen Film “Die Klavierspielerin” nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Großen Preis der Jury in Cannes 2001). 

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit ist die Kammermusik, so ist er Mitglied des Altenberg Trio Wien, das einen eigenen Zyklus im Wiener Musikverein spielt. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für den ORF, DRS2, NHK, SWR u.a. runden seine künstlerische Tätigkeit ab und unterstreichen seinen hervorragenden Rang innerhalb der jüngeren österreichischen Pianisten-Generation. Er ist Professor für Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. 


 

 

Kordula Knaus

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Kordula Knaus ist Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Bayreuth. Sie studierte zunächst Konzertfach Gitarre, dann Musikwissenschaft in Graz. Daneben war sie als Dramaturgie- und Regieassistentin am Opernhaus Graz tätig. Von 2002 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz. Dort promovierte sie 2003 zu Alban Bergs Lulu. 2010 erfolgte die Habilitation mit einer Arbeit über gegengeschlechtliche Besetzungspraxis in der Barockoper. Forschungs- und Lehraufenthalte führten sie u.a. nach New York (2007, Visiting Professorship) und Bologna (2013-2015, Stipendium des österr. Wissenschaftsfonds). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die italienische Oper des 17. und 18. Jahrhunderts, Klaviermusik um 1800, das Musiktheaters um 1900, Richard Wagner, Alban Berg, Genderforschung sowie denThemenbereich Musik und Literatur.




 

Stefan Litwin

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Stefan Litwin wurde 1960 in Mexico City geboren, studierte Klavier und Komposition in den USA und der Schweiz u.a. bei Jürg Wyttenbach, Walter Levin und Charles Rosen.

Zu seiner internationalen Konzerttätigkeit gehören gemeinsame Auftritte mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten, darunter Christoph von Dohnányi, Michael Gielen, Marek Janowski und Hans Zender, und Kammermusikpartnern wie Kolja Blacher, Bruno Canino, Alban Gerhardt, Ib Hausmann, Lena Neudauer, Michael Riessler, Gustav Rivinius, Christian Tetzlaff, sowie dem Arditti Quartett oder dem LaSalle Quartett. Hinzu kommt eine regelmäßige Tätigkeit als Liedbegleiter von Sängern und Schauspielern.

Großes Engagement zeigt Stefan Litwin für die zeitgenössische Musik. Er hat eng mit Komponisten wie Luciano Berio, Michael Gielen, Alexander Goehr, Johannes Kalitzke, Luigi Nono, Frederic Rzewski, Mathias Spahlinger, Jörg Widmann oder Hans Zender zusammengearbeitet. Darüber hinaus pflegt er wie kaum ein anderer die Konzertform des Gesprächskonzerts, weil sie ihm gestattet, die unterschiedlichsten Werke der Klavier- und Kammermusikliteratur dem Publikum kommentierend und am Klavier demonstrierend näherzubringen. 

Neben seiner Arbeit als Interpret widmet sich Stefan Litwin in zunehmendem Maße dem eigenen Komponieren. Zu seinen neueren Werken zählen »Allende, 11. September 1973«, »The Bells« (E. A. Poe), »…, die Hölle aber nicht.« (Imre Kertész), »244, 37« für 6 Klarinetten und präpariertes Klavier, »Among Friends« für 6 Stimmen und präpariertes Klavier und »4 Lieder nach Karl Kraus«. Im Oktober 2016 fand in Saarbrücken die UA seines Musiktheaters »Nacht mit Gästen« nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Peter Weiss statt.

Seit 1992 ist Stefan Litwin Professor an der Hochschule für Musik Saar. Von Herbst 2003 bis Frühjahr 2005 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und während der Saison 2005/06 Distinguished Artist in Residence am Christ College der Cambridge Universität, England. Seit 2008 hält er als regelmäßiger Gast auch Vorlesungen an der University of North Carolina at Chapel Hill.

Sein musikalisches Schaffen dokumentieren Fernseh- und Rundfunkproduktionen in Europa und den USA sowie zahlreiche CD-Produktionen.


www.stefanlitwin.com

http://www.adk.de/de/archiv/archivbestand/musik/index.htm?hg=musik&we_objectID=30175

 

 

 

Johannes Marian

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Johannes Marians internationale Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter gründet auf Auftritten mit wichtigen Orchestern und Ensembles wie den Wiener Philharmonikern, dem RSO Wien, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Wiener Kammerorchester, dem Ensemble Wiener Collage, dem Ensemble "die reihe" und symphoid. Er ist Gast in bedeutenden Konzertsälen in Europa, Asien und Amerika und in Festivals wie Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, steirischer herbst und Wien modern.

Neben dem traditionellen pianistischen Repertoire aus Barock, Klassik und Romantik widmet er sich als Spieler wie auch als Organisator (Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik) kontinuierlich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und arbeitete mit Komponisten wie Pierre Boulez, John Cage, Friedrich Cerha, György Kurtág, Helmut Lachenmann, Georg Nussbaumer, Dieter Schnebel und Christian Wolff zusammen.

Johannes Marian ist Professor für Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er das Ludwig van Beethoven Institut für Klavier und Cembalo in der Musikpädagogik leitet.

 

http://www.johannesmarian.com

http://www.youtube.com/c/johannesmarian

http://www.facebook.com/johannesmarianpianist

 

 

 

Johann Sonnleitner

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Johann Sonnleitner absolvierte ein breitgefächertes Musik- und Pädagogik-Studium an der  Musikhochschule und Universität in Wien. Neben seiner Unterrichtstätigkeit an den Musikhochschulen zuerst in Wien und Salzburg, dann in Basel und Zürich und an zahlreichen Kursen und Meisterklassen widmet er sich in seiner Konzerttätigkeit hauptsächlich der Clavier- und Kammermusik des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts, gespielt auf historischen Tasteninstrumenten. Er wirkte lange Zeit als Mitarbeiter Nikolaus Harnoncourts im Concentus Musicus, Wien, am Mozarteum in Salzburg und am Zürcher Opernhaus. 

Als Komponist und Interpret zeitgenössischer Musik setzt er sich intensiv ein für eine Erweiterung der herkömmlichen Tonalität durch die Einbeziehung von Intervall-Qualitäten aus der Naturton-Reihe (Alphorn- und Aulos-Skalen). Er spielt dafür Tasteninstrumente mit 24 Tönen pro Oktave, an deren Neu-Entwicklung er beteiligt ist.

Der Erforschung historischer Tempo-Angaben gilt seit den 1980-Jahren sein besonderes Interesse. Eine Sonderausgabe von Beethovens Hammerklavier-Sonate op. 106 in der Wiener Urtext-Edition ist in Vorbereitung. 

 

 

 

Melanie Unseld

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Melanie Unseld studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandten Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. 1996 Magister über das Streichquartettschaffen des russischen Komponisten Alexander Borodin an der Universität Hamburg, 1999 Promotion ebenda („Man töte dieses Weib!“ Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende, Stuttgart/Weimar 2001). 2002-2004 war sie Stipendiatin des Lise Meitner-Hochschulsonderprogramms, 2005-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTMH), hier ab 2006 am Forschungszentrum für Musik und Gender. 2013 habilitierte sie sich an der HMTMH mit einer Arbeit über „Biographie und Musikgeschichte“. 2008-2016 war sie Professorin für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, seit 2016 ist sie Professorin für Historische Musikwissenschaft an der mdw.

 

 

 

Manon-Liu Winter

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Lebt und arbeitet in Wien. Konzerttätigkeit in Deutschland, Italien, Großbritannien, Albanien, Tschechische Republik, Ungarn, Frankreich, Norwegen, Polen, Slowakei, Slovenien, Schweiz, Spanien, Australien und Österreich. Die intensive Auseinandersetzung mit der Musik des 20. Jahrhunderts führte zur persönlichen Arbeit mit Komponisten wie Luca Lombardi, Christian Wolff, Peter Ablinger, Christian Ofenbauer, Dieter Schnebel, Radu Malfatti, Katharina Klement, Klaus Hollinetz, Gerhard E. Winkler, Alois Haberl, Patrizia Martinez, Konrad Rennert, K.H.Essl, Hannes Raffaseder, Michael Edwards, u.v.a. . Soloabende, Uraufführungen und Österreichische Erstaufführungen. So wurden ihr für verstärktes Clavichord einige Kompositionen gewidmet und geschrieben (R. Jungwirth, F. Keil, R. Malfatti, K. Klement, K. Rennert, M. de Roo); Konzerte im Konzerthaus Wien, u.a. bei Wien Modern, Festival Hörgänge, Jeunesse musicale, KlangArten, TonART Bern, turning sounds Warsaw, Komponistenforum Mittersil (anlässlich des 60. Todestags von Anton Webern), soundgrube Wien, Studio Akustische Kunst WDR Köln, Kulturschutzgebiet St.Johann, Kalleidophon Ullrichsberg, Wien- Berlin Festival, Osterfestspiele Innsbruck, Bruckner-Haus Linz, Donau Festival, Porgy & Bess, Radiokulturhaus Wien, Fast Forward, MAK-Wien, V:NM Festival Graz, Canetti-Projekt Kleylehof, Dampffabrik Bern, Studio del´Arte, Roma, Hall in Tirol, Congresscenter Brno, Festival Konfrontationen Nickelsdorf, Nownow Festival Sidney 2007 etc., Rundfunkaufnahmen/Fernsehproduktionen. Im Bereich der Improvisation Projekte für Film, (u.a.für lovers walk von Oliver Hangl, oder mit dem Filmclub Drosendorf) Theater und Tanz. Zahlreiche Workshops und Konzerte mit Musikern wie Franz Hautzinger, Burkhard Stangl, Axel Dörner, Cordula Boesze, Yoshihide Otomo, Christof Kurzmann, Andrea Neumann, Christian Wolff, Peter Herbert, Gunter Schneider, John Tilbury, Jon Rose, Veryan Weston, Elisabeth Schimana, Josef Novotny, Mia Zabelka, Martin Zrost. u.v.a.
Lehrtätigkeit als Universitätsdozentin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien im Fach Klavier, sowie Improvisation.