EUROPEAN VOICES IV

Konzert: Instrumentalensembles Mittel- und Mittelosteuropas
Sonntag, 29. November 2015, 19:00 Uhr

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Haydn-Saal
Anton von Webern Platz 1, 1030 Wien.
Eintritt frei.

 

(© Christoph Huber)

Schrammelmusik, österreichisch-alpenländische Volksmusik

Ein Ensemble, zusammengestellt und geleitet von Theresa Aigner:

Theresa Aigner (Violine), Irma Maria Troy (Violine), Abigail Wagner (Viola), Daniela Mayrlechner (Schwegel), Marie-Theres Stickler (Harmonika), Andrea Wild (Kontragitarre), Sandra Zöchbauer (Klarinette), Hermann Härtel (Hackbrett), Johannes Eder (Baßgeige)

Die kleinste musikalisch vollständige Besetzung für „typisch österreichische“ Landmusik besteht aus zwei Melodieinstrumenten und Bass. Mit dem Repertoirezuwachs bzw. der Gattungserweiterung im 19. Jh. geht auch ein Besetzungszuwachs einher. Das Hackbrett als Füll- bzw. Begleitstimme sowie die diatonische Harmonika, welche Melodie und Bass in einem Instrument vereinen und verstärken konnte, ergänzen diese Erweiterung. Als rhythmisches Begleitinstrument wird die Bratsche eingesetzt. Das Programm wird vervollständigt durch die sog. „Altsteirer Trio“-Besetzung sowie durch die Besetzung aus dem Titelbild des Symposiums.

In der Wiener Musik werden Bass und Nachschlag durch den Einsatz der Kontragitarre vereint. Eine Besonderheit dieser Besetzung, die Klarinette der hohen Lage als verstärkendes Melodieinstrument, wird jedoch durch den Siegeszug der chromatischen „Wiener Knopferlharmonika“ ersetzt. Im Programm werden Werke des bekanntesten Musikers und gleichzeitig Namensgebers dieser Gattung, Johann Schrammel, beziehungsweise anderer berühmter Tanzgeiger dieser Zeit erklingen. 

Schrammelquartett. Johann Schrammel: Marsch "Kunst und Natur". Live recording. June 2015.

 

Rumänische Musik aus Transsilvanien: Răzvan Roşu und das Ensemble Nepoţii Iancului

Răzvan Roşu (Flöten, Dudelsack, tulnic, Tanz)
Petrică Zele (Geige)
Bogdan Roşu (Trommel)

Die drei Musiker stammen aus Satu Mare in Siebenbürgen, Rumänien. Răzvan Roşu absolviert zur Zeit in Jena ein Masterstudium der Südosteuropastudien und in Cluj (Klausenburg) ein Doktorat in Anthropologie. Gleichzeitig tritt er regelmäßig in zahlreichen Ländern Europas auf. Er spielt verschiedene Flöten, Dudelsack und tulnic (Alphorn) aus dem Motzenland, im Apuseni-Gebirge in Siebenbürgen und singt traditionelle Lieder der Region.
Petrică Zele hat in Cluj (Klausenburg) Geige studiert. Sein Interesse für die Volksmusik wurde früh durch die Familientradition geweckt. Sein Vater ist ebenfalls Geiger.
Bogdan Roşu, Bruder von Răzvan Roşu, ist noch Schüler. Er spielt gerne Volksmusik und Jazz und versucht diese beide Welten miteinander zu verbinden.

Das Programm der Gruppe umfasst neben instrumentaler Tanzmusik tulnic-Signale, Lieder über den Ersten Weltkrieg, über Kaiser Franz Joseph, traurige und Tanzlieder. Ebenso werden traditionelle Tänze vorgeführt.

 

Janusz Prusinowski Kompania

Janusz Prusinowski (Geige, Gesang, Hackbrett, polnisches Akkordeon)
Piotr Piszczatowski (baraban-Trommel, Rahmentrommel)
Michał Żak (Holzflöten, Schalmei, Klarinette)
Piotr Zgorzelski (folk bass, Tanz)
Szczepan Pospieszalski (Trompete)

Die Janusz Prusinowski Kompania besteht aus fünf Musikern und Tänzern, die von polnischen Dorftraditionen begeistert sind. Nach Jahren des Musizierens mit Freunden vor der Haustür und ausgebildet von erfahrenen Dorfmusikern, begannen sie die Liebe zu Mazurkas, Polkas, Wiwats und andere polnische Volksmusikformen u.a. in zahlreichen europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten von Amerika zu verbreiten.

Im Zentrum des Repertoires der Kompania steht die Tanzmusik Zentral- und Ostpolens. Mit ihrem letzten Album Knee-deep in Heaven (Knietief im Himmel) versuchen sie das Publikum in eben diese Lage zu versetzen. 

Serce

Wiwat Halina!