2005_Eigenklang Archiv

31. Jänner 2005 „Volare” in Wien

28. Februar 2005 Ein Schälchen Albanien

28. März 2005 European Voices. Mehrstimmiger Gesang in den Ländern des Balkan

25. April 2005 Die Frau als Mitte in traditionellen Kulturen

30. Mai 2005 Zwischen Aschik und Cem - Die Musik der Aleviten

27. Juni 2005 Unterwegs in Südosteuropa -
Der Balkanexperte und Feldforscher Thede Kahl im Gespräch


Sommerpause

26. September 2005: StudentInnen machen Radio, Teil 1:
Balkan - Wo bist du? Aktuelle Beobachtungen
von Gregor Grömmer zur Musik Südosteuropas


31. Oktober 2005 450 Quadratmeter Heimat - Das burgenländisch kroatische Zentrum in Wien

28. November 2005 StudentInnen machen Radio, Teil 2: Orientalische Klänge und Traditionen

26. Dezember 2005 Die andere Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag

 

 
31. Jänner 2005
 

„Volare” in Wien

 

Gast im Studio: Dr. Barbara Kostner

 
Dr. Barbara Kostner, Fachfrau für das geistliche Lied im Gadnertal, erforscht in Wien die Musik italienischer Einwanderer. Üblicherweise würde man annehmen, dass es sich um Pizzabäcker oder Eisverkäufer handelt und tatsächlich: Barbara Kostner hat zahlreiche interessante Persönlichkeiten gefunden und vor das Mikrophon gebeten. Da ist Franco Andolfo, der in einer Wiener Innenstadtbar die heimliche Hymne „Volare” zum Besten gibt, da gibt es aber auch die „Italienerlieder”, Spottlieder auf die Migranten unseres Nachbarlandes. „Volare” in Wien ist ein musikalischer Streifzug durch eine österreichische Stadt, die auch von Italienern mitgestaltet wird.
 
 
28. Februar 2005
 

Ein Schälchen Albanien
 

Gäste im Studio: Emi Alicka und Piotr Szwarczewski

 
Im Juni 2004 fand im Rahmen einer Lehrveranstaltung eine musikethnologische Exkursion nach Albanien statt. Unter der Leitung von Dr. Rudolf Pietsch wurde Feldforschung betrieben, die nun in Form eines hundert Seiten umfassenden Exkursionsberichts und einer CD vorliegen. Emi Alicka und Piotr Swarczweski, die beide an der Exkursion teilgenommen haben, werden als Live-Studiogäste von ihren Eindrücken und Forschungsergebnissen berichten.
 
 

28. März 2005

 

European Voices. Mehrstimmige Gesänge in den Ländern des Balkan

 

Vom 11. bis zum 13. März 2005 fand an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst ein Symposion mit dem Titel „European Voices. Multipart Singing on the Balkans and in the Mediterranean” statt. Musikethnologinnen und Musikethnologen aus allen Teilen Südost- und Südwesteuropas diskutierten drei Tage lang ihre Vorstellungen von gemeinsamen Forschungsansätzen und präsentierten erste Ergebnisse aus ihren Forschungsgebieten. Drei hochkarätige Konzerte, in denen Gruppen aus Sardinien, Sizilien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Griechland, Italien und Frankreich zu hören waren, rundeten das Symposion musikalisch ab.
 
 
25. April 2005
 

Die Frau als Mitte in traditionellen Kulturen

 

Gast im Studio: Univ. Prof. Dr. Gerlinde Haid

 
„Die Frau als Mitte in traditionellen Kulturen” war das Thema eines gleichnamigen Symposiums, das anlässlich des 60. Geburtstages von Gerlinde Haid am 10. und 11. April 2003 an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien stattfand. Interdisziplinarität war bei diesem Symposium großgeschrieben: Die Referentinnen und Referenten vertraten u.a. die Wissenschaftsdisziplinen Ethnomusikologie, Volksmusikforschung, Musiksoziologie, Musikpädagogik, Matriachatsforschung, Germanistik und europäische Ethnologie. In der April Eigenklang-Sendung wird Gerlinde Haid über ihre Beiträge zum Thema „Frau und Volksmusik” sprechen.
 
 
30. Mai 2005
 

Zwischen Aschik und Cem

Die Musik der Aleviten in Wien

 
Gast im Studio: Mag. Hande Saglam
Die Kultur der in der Osttürkei beheimateten Aleviten bietet eine Fülle von weltlichen und geistlichen Musikformen, die in dieser Sendung näher beleuchtet werden sollen. Hande Saglam erforscht diese Musikkultur im Rahmen ihrer Dissertation. Die weltlichen Aschiks stellen eine Art Minnesänger dar, während die Cem-Zeremonie zu den traditionellsten religiösen Kultformen der Aleviten zählen. Dass sich auch in Wien alevitische Vereine finden, ist nicht nur für das Forschungsthema von Bedeutung, sondern zeigt einmal mehr den multikulturellen Hintergrund dieser Stadt.
 
 
27. Juni 2005

 

Unterwegs in Südosteuropa -

Der Balkanexperte und Südosteuropaforscher Thede Kahl im Gespräch

 

Gast im Studio: Dr. Thede Kahl

 
Die Kulturen Südosteuropas spielten bisher eine zentrale Rolle in Eigenklang. Dr. Thede Kahl, Leiter der Abteilung Geographie am Österreichischen Institut für Ost- und Südosteuropa, bringt eine neue Facette in die Diskussion ein. Er stellt die Minderheitenkultur der Aromunen vor, die sich auf die Länder Albanien, Griechenland und Mazedonien verteilt. Außerdem diskutiert er den Stellenwert muslimischer Musik in Südosteuropa, stellt allgemeine Beobachtungen zu den genannten Themen an und präsentiert ein neues europäisches Forschungsvorhaben.
 
 

26. September 2005

 

StudentInnen machen Radio, Teil 1

Balkan - Wo bist du?

 

Aktuelle Beobachtungen von Gregor Grömmer zur Musik Südosteuropas

 

 

Gast im Studio: Gregor Grömmer

 

 
Im Rahmen der IVE-Lehrveranstaltung „Studierende machen Radio” haben sich wieder Studenten und Studentinnen zusammengefunden, um das Handwerk des Radiomachens von der Pieke auf zu lernen. Gregor A. Grömmer, zur Zeit noch Student an der Hauptuni Wien und an der Universität für Musik und darstellende Kunst journalistisch tätig als Verantwortlicher für die Zeitschrift TRITONUS, beschäftigt sich in seinem Beitrag mit südosteuropäischer Musik. Er beleuchtet dabei Aspekte rund um den Begriff Balkan, der sich in so mannigfaltiger Art und Weise darbietet, dass er schwer fassbar wird. Besonderes Augenmerk wird auf die Fusion verschiedener Stile gelenkt, die sich scheinbar authentisch präsentieren. Zahlreiche Hörbeispiele illustrieren die Beobachtungen und geben Einblick in eine lebhafte Welt grenzenloser Musik.
 
 
31. Oktober 2005

450 Quadratmeter Heimat
Das burgenländisch kroatische Zentrum in Wien

 

Feature von Magdalena Koschat und Angelika Schönegger

 
Magdalena Koschat beschreibt in ihrem Feature, wie sie angeregt durch ihren Umzug in den 4. Wiener Gemeindebezirk und ihren täglichen Nachhauseweg in der Schwindgasse auf das burgenländisch kroatische Zentrum aufmerksam wurde. Und das in einer „verstaubt bürgerlichen Wohngegend, in der man so etwas nicht vermutet” (Originalzitat M. Koschat). Etwas später geht sie gemeinsam mit ihrer Freundin Angelika Schönegger auf musikalische Entdeckungsreise und staunt bei einer Weinverkostung, welch vielfältig kulturelle Aktivitäten auf 450 Quadratmeter Heimat stattfinden.
 
 
28. November 2005
 

StudentInnen mache Radio, Teil 2
Orientalische Klänge und Traditionen

 

Gäste im Studio: Hande Saglam

 

Die November Ausgabe von Eigenklang steht ganz im Zeichen orientalischer Klänge und Traditionen: Unter dem Titel „Düzgün Celebi - Ein Sänger und Sazspieler aus dem Vorarlberger Rheintal” hat der vorarlberger Gitarre-Student Martin Gut einen sehr persönlichen Beitrag gestaltet, zählt doch Düzgün Celebi nicht nur zu seinen musikalischen Partnern, sondern auch zu seinen privaten Freunden. Gut hat dabei besonders Augenmerk auf die Herkunft des Protagonisten gelegt, der einer Minderheit angehört, die Saza spricht, eine dem Kurdischen vergleichbare Sprache in der Türkei.

Im zweiten Teil der Sendung erzählt Hande Saglam über die Kultur der Asiks, einer Liedermacher-Tradition aus der Türkei.

 

 
26. Dezember 2005
 

Die andere Hymne
Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag

 

Gestaltung: Dr. Stephan Hametner

 

Hymnen sind ein weltweit wichtiges Symbol nationaler Identität. Sie werden geschaffen, um die Zusammengehörigkeit einer Gruppe, einer Nation oder die Einzigartigkeit einer Region in Abgrenzung zu anderen zu zelebrieren und um Machtstrukturen zu erhalten und fortzuschreiben. In Österreich existieren die offizielle Bundeshymne und die Landeshymnen. Diese beziehen sich weder im Text noch in der Melodie auf jene Teile der Gesellschaft, die wir als Minderheiten bezeichnen, meist schließen sie diese aus.

 

Die Initiative Minderheiten präsentiert deshalb zum österreichischen Nationalfeiertag inoffizielle "Minderheitenhymnen". Es sind Identitätslieder von Minderheitengruppen - bearbeitet, verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln werden Machtmechanismen und Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmen propagiert.