2003_Eigenklang Archiv

30. Jänner 2003 „Dein Herz soll immer singen!” - Einblicke in die Volksmusik Albaniens

27. Februar 2003 Erhebung des volksmusikalischen Lebens heute und früher im Lammertal

27. März 2003 Erotik in der Volksmusik

24. April 2003 Eine Frau im Mittelpunkt von Volksmusikforschung - Gerlinde Haid zum 60. Geburtstag

Die Mai-Sendung entfiel aufgrund eines internen Treffens von Radio Orange

26. Juni 2003 Bühne - Hörsaal - Klassenzimmer.
Zum Verhältnis von Ethnomusikologie und Musikpädagogik


31. Juli 2003 Getrennte Welten - vereint

28. August 2003 Das andere Gesicht - Multikulturelle Klangbilder der Stadt Salzburg

25. September 2003 StudentInnen machen Radio, Teil 1

30. Oktober 2003 StudentInnen machen Radio, Teil 2

27. November 2003 Klezmer-Musik und Leon Pollak

Die Dezember-Sendung entfiel leider.

 
 

 
30. Jänner 2003
 

„Dein Herz soll immer singen!”

Einblicke in die Volksmusiktraditionen Albaniens

 

Gast im Studio: Ardian Ahmedaja

 
Anlass dieser Sendung ist die Neuerscheinung eines Buches, das Ardian Ahmedaja gemeinsam mit der Volksmusikforscherin Ursula Reinhard aus Berlin verfasst hat. Ardian Ahmedaja gibt in dieser Sendung Einblicke in die Musik der Gegen, Tosken, in städtische Traditionen sowie in die Musik der albanischen Roma.
 
 
27. Februar 2003
 

„Volksmusikalische Forschung im Lammertal”

 

Gäste im Studio: Evelyn Fink und Nicola Benz

 
2001 fand eine Feldforschung im salzburgischen Lammertal statt. Erfahrene FeldforscherInnen begleiteten StudentInnen bei ihren ersten Feldforschungs-Versuchen. Das daraus gewonnen Material ist enorm umfangreich. Zwei Jahre hat es gedauert, ehe das Material nun geordnet in Form einer Publikation vorliegt. Evelyn Fink ist eine der Herausgeberinnen des neu erscheinenden Buches und wird uns auf der Hörreise ins Lammertal begleiten. Themen der Sendung sind: Einblicke in Brauchtum und Bräuche des Lammertal, Liedüberlieferung und Liedvermittlung, Streiflichter aus dem volksmusikalischem Leben früherer Zeit, musikalischer Folklorismus und volkstümliche Musik im Lammertal.
 
 
27. März 2003
 

„Erotik in der Volksmusik”

 

Gast im Studio: Nicola Benz

 

Das, worüber in der Öffentlichkeit nicht gesprochen werden kann, wird in der Volkskultur oft verpackt und umschrieben zur Sprache gebracht. Erotik ist ein solches Thema: verschlüsselte Texte, zweideutige Anspielungen und manchmal schlägt halt dann doch das Derbe und Deftige durch.

Nicola Benz vom Österreichischen Volksliedwerk hat eine Feldforschung in Mühlviertler Wirtshäusern durchgeführt und viele erotische Lieder gefunden. Daneben wird sie in der März-Ausgabe von Eigenklang zu den Themen Erotik und Brauchtum, Gstanzl-Singen und den Spittelberg-Liedern aus Wien Stellung nehmen.

 

 
24. April 2003

 

Eine Frau im Mittelpunkt von Volksmusikforschung
Gerlinde Haid zum 60. Geburtstag

 

Gast im Studio: emer.o.HS.Prof. Walter Deutsch

 
Gerlinde Haid feiert ihren 60. Geburtstag. Eigenklang gratuliert herzlich mit den besten Wünschen! Zum Anlaß dieses runden Geburtstages fand am 10. und 11. April 2003 ein interdisziplinäres Symposium zum Thema „Die Frau als Mitte in traditionellen Kulturen” statt. Außerdem gab es einen Ehrenabend an der Universität für Musik und Darstellende Kunst , der unter dem Motto „Die Hochschule als Wirtshaus der Volksmusik” stand. Eigenklang berichtet in dieser Sendung ausführlich über beide Veranstaltungen. Zu Gast im Studio ist zudem Prof. Walter Deutsch, der wie kein Zweiter den Werdegang von Frau Prof. Haid begleitet und gefördert hat.
 
 
26. Juni 2003
 

Bühne - Hörsaal - Klassenzimmer
Zum Verhältnis von Ethnomusikologie und Musikpädagogik

 

Gäste im Studio: ao.Univ.-Prof. Dr. Ursula Hemtek und Mag. Hubert Gruber-Rust

 
Der Vermittlung von Musik kommt in einer pluralistischen Gesellschaft mit ihrer Vielfalt an Musiken große Bedeutung zu. Die kulturelle und biographische Kontextgebundenheit von Musik wird im Phänomen Migration evident und erregt nicht nur systematisches wissenschaftliches Interesse, sondern findet in Form multikulturellen Zusammenkommens in Hörsälen und Klassenzimmern alltäglich statt. Musikpädagogik hat so die Chance, Ansatzpunkte für den Blick auf das Fremde und Andere zu erarbeiten und einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag gegen Ausgrenzung und Xenophoie zu leisten.
 
 
31. Juli 2003
 

Getrennte Welten - vereint

 
In Oberösterreich findet im Sommer traditionellerweise das Linzer Pflasterspektakel statt, zu dem sich neben Straßentheater-Künstlern auch Volksmusikanten aus aller Welt einfinden. Aber auch in der Landschaft geigen Musikanten zum Tanz auf: in Gutenbrunn fand bereits zum 13. Mal das Festival „Sunseitn” statt und zum 5. Mal die „Tanzlust”. Die Tanzlust wurde 1999 „...als ein gemeinsames Dach fuer alle jene, die noch freiwillig tanzen in unserer versessenen Gesellschaft ...” gegruendet. Freiwillig tanzen heute in unserem Kulturraum im wesentlichen die nicht kommerzialisierte Raveszene und die freie Volkstanzbewegung. In den fünf Jahren Tanzlust sind sich diese scheinbar getrennten Welten ohne Kommunikationszwang, jedoch mit der Öffnung paralleler Felder näher gekommen.
 
 
28. August 2003
 

Das andere Gesicht -
Mulitkulturelle Klangbilder in der Stadt Salzburg

 

Gast im Studio: Dr. Ursula Hemetek

 

Unter dem Motto: „Klangbilder der Welt in Salzburg” führten Studierende und Lehrende im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden des Salzburger Mozarteums eine Feldforschung in der Stadt Salzburg durch. Mehrere Teams waren vom 17. bis zum 22. Mai in Salzburg und Umgebung unterwegs um dort ansässige MigrantInnen kennen zu lernen und deren musikalisches Leben zu erfassen. Unter Mithilfe des Senders Radiofabrik war es erst möglich einen Zugang zu diesen Leuten zu bekommen, denn offensichtlich kennt die Öffentlichkeit der Stadt Salzburg ihr anderes Gesicht gar nicht. Somit leistet das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie Pionierarbeit auf diesem Gebiet und deckt durch seine Feldforschungsarbeit die latente, musikalische Vielfalt dieser Stadt auf. Der Bogen spannt sich von tschechischer Musik, über „jugoslawische” und griechische Folklore bis hin zur türkischen Szene der Stadt Salzburg.
 
 
25. September 2003
 

StudentInnen machen Radio, Teil 1

Havanna Son Club

Die Heimatsuche des Komponisten Kolomann Pollak

 

Gast im Studio: Andreas Salzbrunn

 

Einmal im Jahr bieten das Insttut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie und Eigenklang ambitionierten Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, ihre selbstverfassten Beiträge zum Thema Musik von Minderheiten auf Sendung zu bringen. Christian Girardi und Andreas Salzbrunn, zwei Studenten der Musikpädagogik, haben eine besondere Vorliebe für lateinamerikanische Musik. Ihr Beitrag präsentiert in Österreich lebende kubanische Musiker, die sich zur Gruppe Havanna Son Club zusammengetan haben.

Einen völlig unterschiedlichen Zugang hat die in Österreich studierende Japanerin Sachiko Takiguchi gewählt. Zusammen mit Barbara Preis setzt sie sich in ihrem Beitrag mit dem Rom-Komponisten Kolomann Pollak auseinander. Sachiko Takiguchi dissertiert über Romamusik; nicht nur dieses Tatsache fasziniert, sondern auch, dass Frau Takiguchi bereits bestens vertraut und befreundet mit der Roma Community ist.

 

 
30. Oktober 2003

 

StudentInnen machen Radio, Teil 2

 

Lubim tuto sem - Ich liebe dieses Land

Kadero Rai und das Vienna Rai Orchester

 

Einmal im Jahr bieten das Insttut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie und Eigenklang ambitionierten Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, ihre selbstverfassten Beiträge zum Thema Musik von Minderheiten auf Sendung zu bringen.

Bernhard Vosicky und Jérémy Frère beschäftigen sich in ihrem Beitrag „Lubim tuto sem - Ich liebe dieses Land” mit der slowakischen Minderheit in Wien.

Li Sun und Nadja Thoma porträtieren den in Österreich lebenden Musiker Kadero Rai, der mit seinem Orchester einen maghrebinisch-österreichischen Cocktail mischt.

 
 
27. November 2003
 

Klezmer

 
Gast im Studio: Leon Pollak
Klezmer ist die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden. Das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie ist bemüht, die Auseinandersetzung mit dieser großartigen Lied- und Instrumentaltradition in Form von Workshops und Seminaren zu pflegen. Elisabeth Pixner hat im Sommersemester 2003 einen Workshop bei Isaak Loberan besucht und ein Radiofeature über ihre Erfahrungen gestaltet. Im zweiten Teil der Sendung stellt Leon Pollak historische Aufnahmen von Klezmer Musik und die Arbeit seines Klezmer Ensembles Wien vor. Die Musiker dieses Ensembles haben sich 1989 zusammengetan, um die Tradition der Hochzeits- und Festmusik der jiddischsprachigen Juden aus den Stettln Osteuropas weiter zu führen.