2001_Eigenklang Archiv

25. Jänner 2001 „Bosnische Musik in Österreich - Klänge einer bedrohten Harmonie”

22. Februar 2001 „Tschiritsch Urwerk” -
Ein Porträt des Instrumentenerfinder und Klangkünstler Hans Tschiritsch


26. April 2001 „Kärnten und seine Nachbarn - Brauchlied”

31. Mai 2001 „Das Wiener Lied”

28. Juni 2001 „Stimmen - Europäische Gesangsstile im Vergleich”

26. Juli 2001 „Bulgarische Volksmusik”

30. August 2001 „Feldforschung Griechenland”

27. September 2001 „Musik der Minderheiten - StudentInnen machen Radio” Teil 1

25. Oktober 2001 „Musik der Minderheiten - StudentInnen machen Radio” Teil 2

29. November 2001 „Mosaik der Klänge - Musik der Minderheiten in Österreich”

27. Dezember 2001 „Volksmusik + Popmusik = Worldmusic?”

 

 

 
25. Jänner 2001

 

„Klänge einer bedrohten Harmonie”

 

Bosnische Musik in Österreich - ein Porträt der neuen Publikationsreihe „Klanglese”

 
Mit der neu erschienenen Broschüre „Bosnische Musik in Österreich - Klänge einer bedrohten Harmonie” von Ursula Hemetek und Sofia Bajrektarevic eröffnet das Institut für Volksmusikforschung seine neue Reihe „Klanglese”. Ein Teil des „kulturellen Gepäcks”, welches bosnische Flüchtlinge in den Jahren 1991-95 auf ihrer Flucht vor dem Krieg in Jugoslawien mitbrachten, ist die bosnische Musik. Sie erklingt hier in Österreich in anderen Zusammenhängen, in einem neuen Umfeld und bekommt eine Brückenfunktion in der Erinnerung an die Heimat und die Gewöhnung an eine neue Umgebung.
 
 
22. Februar 2001
 

„Tschiritsch's Urwerk”

 

Studiogast: Hans Tschiritsch

 
Eine klingende Nähmaschine, Teufelsgeige, Monochord-Nudelwalker, Singende Säge und Staubsauger: alles klingt rund um den Wiener Instrumentenerfinder und Klangkünstler Hans Tschiritsch. In seiner Musik finden sich viele bunte Einflüsse aus der Volks- und ethnischen Musik: Obertongesang, Karibik und Landler - ein Cocktail der „eigen” klingt und aufhorchen läßt.
 
 
26. April 2001
 

„Kärnten und seine Nachbarn - Brauchlied”

 

Gast im Studio: oProf. Dr. Gerlinde Haid

 
Kärnten stellt gemeinsam mit seinen Nachbarländern einen Kulturraum dar, in dem Volkslied und Volksmusik eine große Rolle im Bewußtsein der Bevölkerung spielen. Wo liegen die historischen Wurzeln dieser Musik, und was sind ihre brauchmäßigen Grundlagen? In der neuen Publikation „Kärnten und seine Nachbarn - Brauchlied” wird versucht, sich dem gleichen Phänomen von seiten der verschiedenen Sprachgruppen her zu nähern. Beiträge über neue Forschungen zu Kärntner Singbräuchen, Brauch- und Ansingelieder der Slowenen in Kärnten und Slowenien, Weihnachts- und Dreikönigslieder der deutschen Sprachinseln im Trentin, Hochzeits- und Totenlieder in Kärnten und Karnien erlauben Vergleiche über Staats- und Sprachgrenzen hinweg.
 
 
31. Mai 2001
 

„Das Wiener Lied”

 

Gäste im Studio: Christine Foramitti, Markus Haider, Stefan Reisacher
(StudentInnen des IVF)

 

Das Wiener Lied gilt als die Urmusik der Stadt Wien. Auf Einladung des IVF hat sich Roland Neuwirth in einem Seminar mit der wienerischen Melodik, Harmonik und Stilistik beschäftigt und versucht, den StudentInnen ein Gefühl für Schrammelmusik, wienerischer Textdichtung und deren „Philosophie” zu vermitteln. Die Ergebnisse dieses Seminars wurden Mitte Mai in einem Konzert an der Universität für Musik und Darstellende Kunst präsentiert.

 

Roland Neuwirth ist Wienerliedkomponist. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt er sich praktisch und theoretisch mit diesem Genre. Mit seiner Gruppe „Extremschrammeln” spielte er 10 CDs mit eigenen Liedern ein und gibt international Konzerte.

 

 
28. Juni 2001
 

„Stimmen - Europäische Gesangstile im Vergleich”

 

In Zusammenarbeit mit Frau o.Univ.Prof. Dr. Gerlinde Haid

 

Die Europäischen Gesangsstile und Stimmäußerungen sind vielfältig: vom österreichischen Almschrei in Bad Ausee über den schwedischen Viehlockruf zum genuesischen Trallalero, vom Apenzeller Jüüzli über den Obertongesang der Inuit zu den Juzern des Pulkautals spannt sich der Bogen spannender Stimmäußerungen.
 
 
26. Juli 2001

 

„Bulgarische Volksmusik einst und jetzt”

 

Wissenschaftliche Beratung: Frau Dr. Jana Leitner

 
Frau Dr. Jana Leitner hat ihr wissenschaftliches Leben bis dato der Erforschung bulgarischer Volksmusik einst und jetzt (in Form von Bearbeitungen) gewidmet. Welche Besonderheiten machen alte bulgarische Volkslieder aus? Welchen Einfluß hatte beispielsweise Kommunismus auf die ursprünglichen Melodien? Mit kommentierten Hörbeispielen führt Frau Dr. Leitner durch die Jahrhunderte.
 
 
30. August 2001
 

„Bei den Arvaniten in Griechenland”

 

Studiogast: Dr. Ardian Ahmedaja

 

In Griechenland lebt eine albanische Minderheit die vor 300 Jahren aus Albanien eingewandert ist, die sogenannten Arvaniten. Heute sind sie schon seit mehreren Generationen Greichen, doch gibt es noch einzelne Rückzuggebiet am Peloponais und Euböa, wo sich ihre alte Kultur, Musik und Sprache fragmentarisch erhalten hat. Dr. Ardian Ahmedaja leistete mit seiner Feldforschungsreise nach Griechenland zu Ostern dieses Jahres Pionierarbeit, indem er die noch teilweise erhaltene Volkskultur der Arvaniten vorort suchte und dokumentierte.
 
 
27. September 2001
 

Musik von Minderheiten

Beiträge von Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung, Teil 1

 

Die indische Tabla-Tradition
Japanische Volkslieder

 

Gast im Studio: Dr. Ursula Hemetek

 

Das Feature: „Jatinda Thakur und die Tabla in Wien” von Claudio Montini ist eine Wanderung von der Peripherie ins Zentrum, einem indischen Restaurant bis in die Wohnung des Tabla-Virtuosen Jatina Tahkur.

 

„Japanische Volkslieder in Wien” von Akiko Takahashi erzählt von den Aktivitäten eines japanischen Frauenchores, der sowohl japanisches Repertoire als auch Österreichisches singt. Wir erfahren Neues von den „fremden” musikalischen Welten vor der Haustüre. Zu Gast im Studio ist die Initiatorin und Leiterin des Minderheitenschwerpunktes am Institut für Volksmusikforschung, Dr. Ursula Hemetek.

 

 
25. Oktober 2001
 

Musik von Minderheiten

Beiträge von Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung, Teil 2

„Wie beeinflusst Volksmusik die türkische Kunstmusik?”
„Du kannst alle Regeln brechen - im Porträt: Krystof Dobrek”

 

Gast im Studio: Dr. Ursula Hemetek

 

In seinem Beitrag „Wie beeinflusst Volksmusik die türkische Kunstmusik” geht Can Aksel Akin der wichtigen Frage der Verbindung von Volksmusik und Kunstmusik nach. Er ist selbst Komponist und steht mit seiner Ausbildung sowohl in der Türkei als auch in Österreich zwischen den Welten des Orients und Okzidents.

 

Ein Star der musikalischen multikulturellen Szene Österreichs steht im Mittelpunkt des Beitrags von Gabriella Szabo: Krysztof Dobrek, Akkordeonist und Komponist aus Polen. Er spielt in verschiedenen Ensembles, komponiert auch für diese. Die Musik und sein Leben sind eng verbunden und wir dürfen gespannt sein, was er uns verbal und musikalisch zu erzählen hat. Das musikalische Motto seines Lebens und zugleich der Titel des Beitrags: „Du kannst alle Regeln brechen, Hauptsache es klingt”.

 

 
25. November 2001
 

„Mosaik der Klänge”

Eine neue Publikation von Frau Univ. Doz. Dr. Ursula Hemetek

 

Gast im Studio: Slavko Ninic

 
Österreich, mit dem Ruf Land der Musik zu sein, beherbergt vielerlei unterschiedliche Kulturen und musikalische Traditionen. Frau Dr. Ursula Hemetek beschäftigt sich in ihrem Buch mit dem Titel „Mosaik der Klänge” mit jenen Persönlichkeiten und Gruppen, die an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt wurden und denen bisher, da sie als Minderheiten gelten, wenig Augenmerk geschenkt wurde. So finden in dem Buch Slowenen, Kroaten, Ungarn, Türken, Serben, Bosnier, Roma usw., sowie Musikerpersönlichkeiten, wie z. B. der Harfen-Virtuose von der Kärntnerstraße oder Slavko Ninic von der Wiener Tschuschenkapelle, nebeneinander Platz, und bringen mit ihren unterschiedlichen Facetten viel Farbe in Österreichs musikalisches Bild. Studiogast: Slavko Ninic, Gründer und Leiter der Wiener Tschuschenkapelle
 
 
27. Dezember 2001
 

„Volksmusik + Popularmusik = Worldmusic?”

 
Volksmusik + Popularmusik = Worldmusic? Wenn wir von Volksmusik oder Popularmusik sprechen, so verbinden wir damit bestimmte Bilder und Vorstellungen. Was aber genau ist die Worldmusic? In CD Geschäften findet man unter der Rubrik Worldmusic, Musiken die von der Volksmusik oder bis hin zur Popularmusik reichen. In unserer Sendung wollen wir einen kurzen Überblick bringen über den weiten Bogen zwischen Volksmusik und Popularmusik, und deren Wechselwirkung.

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