Das Jubiläum vor der bewegten Geschichte Mitteleuropas der letzten 20 Jahre wird mit unterschiedlichen Betrachtungen des Phänomens "Zeit" begangen werden.
Da sind einmal Zeitläufe - Entwicklungen, Veränderungen, Rückblick und Vorausschau einerseits in kulturhistorischer und kulturpolitischer Hinsicht, andererseits die Veränderungen ästhetischer Moden und Entwicklungen im Bereich von Komposition und Interpretation von Musik. Vorträge, Podiumsdiskussionen und ein Symposium werden sich diesen Themen widmen.
Weiterhin stellt sich die immer aktuelle Frage der Gestaltung und Wahrnehmung von Zeit in jeder Art von Performance. Wir werden uns mit Tempo, Time, Groove, Timing, Agogik etc. in den verschiedensten Formen der Musik, aber auch in den anderen darstellenden Künsten vom Schauspiel bis zum Film beschäftigen.
Die isa als spartenübergreifendes Querschnittsprojekt wird dabei die kreativen Entwicklungspotenziale der Universität für Musik und darstellende Kunst zu diesen Themen zusammenführen und aus verschiedensten Perspektiven ausleuchten.
Anlässlich des Chopinjahres gibt es einen Chopin/Polen-Schwerpunkt mit prominenten polnischen Exponenten des internationalen Musiklebens.
Das Jubiläum der isa setzt zudem natürlich auch einen deutlichen Schwerpunkt auf die zahlreichen Komponisten mit besonderem Bezug zur Semmeringregion. Von Brahms über Schönberg, Zemlinsky, Krenek und Webern bis zu Berg und Mahler reichen die Komponisten, mit denen wir uns wieder besonders auseinander setzen werden.
Den eingeschlagenen Weg von ständig aktueller Auseinandersetzung mit Tradition bzw. Traditionen und mutiger sowie experimenteller Erkundung neuer Wege setzen wir fort. Kurse und Workshops zu verschiedensten Aspekten der Aufführungspraxis und gleichzeitige Arbeit an neuesten Kompositionen sowie experimentelle Ansätze ergänzen einander dabei.
Eine Neuerung bringt erstmals die Kooperation mit dem erfolgreichen Opernfestival J:opera in Jennersdorf. Unsere Gesangskurse und Workshops werden dabei rund um eine große Opernproduktion stattfinden, womit ein einzigartiger Praxisbezug gegeben ist.
Das isaMusikfestival wird in über 35 Konzerten mit den eindrucksvollen Leistungen wieder ein stetig wachsendes Publikum begeistern.
Das künstlerische Niveau unserer TeilnehmerInnen hat sich in den vergangenen Jahren ständig gesteigert – gleichzeitig aber hat sich ein schon sprichwörtlicher „isa-Geist“ entwickelt: Wir streben nach der höchsten Qualität, aber nicht gegeneinander, sondern miteinander. Und das bei über 40 verschiedenen Nationen! Die Zusagen von zahlreichen Größen der internationalen Musikszene und die Einbindung von mittlerweile etablierten ehemaligen TeilnehmerInnen versprechen ein ganz besonderes Fest von künstlerischer und menschlicher Begegnung für die isa10!