ORGEL-IGP Bakkalaureatsstudium

Zulassungsprüfung:

1. Ein Präludium (bzw. Toccata) und Fuge von J.S.Bach
2. Ein Werk der Romantik im Schwierigkeitsgrad von
C.Franck - Prélude, Fugue et Variations oder 
M.Reger - Toccata d-moll aus op.59
3. Ein Werk der Moderne im mittleren Schwierigkeitsgrad


Bakkalaureatsprüfung:

A) Künstlerischer Prüfungsteil
(Dauer mindestens  35 Minuten)
Die Zusammenstellung des Programms sollte so erfolgen, dass die individuellen künstlerischen Fähigkeiten der Kandidatin/des Kandidaten möglichst umfassend zur Geltung kommen.

1. Zwei Werke aus verschiedenen Stilbereichen bis etwa 1700
2. a) Ein freies Werk von J.S.Bach und
    b) zwei große Choralbearbeitungen von J.S.Bach und
    c) ein Trio von J.S.Bach
3. Zwei Werke der Romantik oder Spätromantik
4. Ein Werk nach 1930
5. Ein Kammermusikwerk für ein lnstrument oder Gesang und Orgel bzw. Orgel-Continuo Stilbereich und Form nach Wahl der Kandidatin/des Kandidaten)

Die Kandidatin/der Kandidat kann wählen, mit welchem Werk sie/er die Prüfung beginnen will. Dieses Werk ist zur Gänze vorzutragen.

B) Prüfung unter instrumentaldidaktischem Aspekt

1) Nachweis der Literaturkenntnis
(Dauer ca. 10 Minuten)
Für den Nachweis der Literaturkenntnis ist von der Kandidatin/vom Kandidaten eine Repertoireliste von insgesamt 18 Werken der verschiedenen Stilepochen  vorzulegen:
a) 5 Werke vor 1700 (eines davon aus dem österreichisch-süddeutschen Raum)
b) 5 Werke von J.S.Bach
c) 4 Werke der Romantik (anstatt eines Werkes der Romantik kann auch ein Werk der Klassik treten)
d) 4 Werke des 20. und/oder 2l. Jahrhunderts (jedenfalls 2 davon Werke der letzten 20 Jahre)

- Jede Stilepoche (a - d) soll durch verschiedene Formgattungen und Stilbereiche vertreten sein.
- Die Werke sollen ihren Schwerpunkt auf den Anfangs- und Mittelstufenunterricht legen.
- Die Werke der Repertoireliste dürfen mit denen des künstlerischen Prüfungsteils nicht ident sein.

Die Kandidatin/der Kandidat soll die Werke einzeln demonstrieren und über ihre Form, über Stil und Bedeutung Bescheid geben können.

2) Lehrauftritt mit Prüfungsgespräch
(Dauer ca. 15 bis 20 Minuten)

- Die Kandidatin/der Kandidat muß imstande sein, ein vom (von der Kommission zur Verfügung gestellten) Probanden gespieltes Werk historisch-stilistisch (Phrasierung, Artikulation, Ornamentik, Registrierung) einzuordnen und nach formalen und pädagogischen (auch Eingehen auf technische Probleme) Gesichtspunkten zu unterrichten.
- Beim anschließenden Prüfungsgespräch, das auf den Probeunterricht Bezug nimmt, muß der
Kandidat über die historische Entwicklung der methodischen Lehrwerke (Orgelschulen/Traktate), die auch in ihren historischen Zusammenhang zu stellen sind, sowie über die Geschichte der Orgelmusik und einfache Kenntnisse des Orgelbaus Bescheid wissen.


[Prüfungsanforderungen Orgel (STUKO-Beschluss vom 01/2007)]