ROOTS von der Volksweise zum Kunstlied


 

Gläserner Saal / Magna Auditorium

Freitag, 26. November 2010, 20 Uhr

Kooperation der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Voraufführung:  Dienstag, 23. 11. 2010, 18:00

Universität für Musik und darstellende Kunst, Neuer Konzertsaal, Rennweg 8

 

ROOTS … von der Volksweise zum Kunstlied

Programm

Lieder von Johannes Brahms, Benjamin Britten, Bohuslav Martinů, Maurice Ravel und Francis Poulenc

sowie Volksmusik

 

Konzeption

Judith Kopecky

 

Künstlerische Leitung

Judith Kopecky und Rudolf Pietsch

Institut Antonio Salieri (Gesang in der Musikpädagogik) und Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie

 

Ausführende der Kunstlieder:

Alexandra Aidonopoulou, Ulrike Ertl, Judith Gewessler, Madeline Ménager – Lefebvre,           Generose Sehr, Markus Jandrisits, Michael Weiland

Am Klavier:

Viktoria Grois, Julia Tinhof

Ausführende der Volksweisen:

Natalia Hurst, Judith Svoboda, Patricia Krammer, Markos-Sotiris Triantafyllou-Mühlschlegel, Iris Feuchter, Evelyn Mair, Maria Weinhandl, Nikola Zeichmann, Johanna Schuler, Marco Blascetta, Eva-Maria Wallisch, Lena Saukel, Lynn Loibner, Martin Schwager


R O O T S ….von der Volksweise zum Kunstlied
 

Volksmusik mit ihrem Ursprung in der Musizierpraxis meist bäuerlich – dörflicher oder kleinstädtischer Gemeinschaften ist in zahlreichen musikalischen Epochen und Stilrichtungen bis zur Musik unserer Tage als Inspirationsquelle für Komponisten auf vielfältige Art und Weise gegenwärtig.

Ausgangspunkt für das Programm „Roots …. von der Volksweise zum Kunstlied“ waren von Volksweisen und Volkspoesie angeregte Liedkompositionen fünf europäischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, die die Zuhörer zu einer (volks-)musikalischen Reise durch verschiedene Regionen und Sprachräume einladen sollten.

Im ersten Teil des Abends begegnete das Publikum zunächst Johannes Brahms und einer Auswahl aus dessen Liedersammlung „Deutsche Volkslieder“ sowie Francis Poulenc und einigen seiner „Huit chansons polonaises“. Abgeschlossen wurde dieser Konzertteil mit Maurice Ravels Liederzyklus „Cinq mélodies populaires grecques“.

Zu Beginn des zweiten Teils des Konzerts wurden die Zuhörer mit einer Auswahl aus Benjamin Brittens „Folksong Arrangements“ in die musikalische Welt der Britischen Inseln geführt, um danach wieder nach Mitteleuropa zu Bohuslav Martinů und seinen „Písnički na jednu stránku“ und „Písnički na dvě stránky“ zurückzukehren.

Um den musikalischen Bogen weiter zu spannen, wurden den Liedkompositionen Pendants aus dem Bereich der Volksmusik gegenüber gestellt. In Instrumentalstücken in unterschiedlicher Besetzung wurde musikalischen Traditionen nachgespürt und deren Einfluß auf die Komponisten nachvollziehbar gemacht. Lokalkolorit und regionale Charakteristika konnten erspürt werden und gleichzeitig war erlebbar wie die Komponisten das Wesen der Musik einzufangen versuchten. Weiters wurde durch diese Gegenüberstellung die kompositorische Verarbeitung von Volksweisen und volksmusikalischen Elementen verdeutlicht.

Nicht zuletzt wurde das Thema der musikalischen Herkunft sowie die individuelle Auseinandersetzung sowohl der Komponisten als auch der ausführenden Sänger/innen und Musiker/innen mit eben diesem Thema auf abwechslungsreiche Weise präsentiert. Das daraus resultierende Spannungsfeld zwischen Tradition und individuellem Anspruch konnte Mitwirkende als auch Publikum zu weiterer Reflexion anregen.

 

Zu diesem Projekt wurde am 29. 11. 2010 eine Radiosendung in der Reihe „Eigenklang“  gestaltet. Unter folgendem Link ist ein kostenfreier download möglich: http://cba.fro.at/ (Suchwort: Eigenklang)