Hugo Wolf


 

HUGO WOLF

Hugo Wolf in Wort, Bild und Ton

 

Mittwoch 17. März 19.30 Uhr

Konzertabend im Kulturzentrum Perchtoldsdorf (Beatrixgasse 5a)

Karten unter: 0186683-400

 

Freitag 19. März, 20. 00 Uhr

Konzertabend im Gläserner Saal, Musikverein

Karten unter: 01 505 81 90 Musikverein

 

 

PROGRAMM:

Auszüge aus dem Italienischen und Spanischen Liederbuch in Verbindung mit

biographischen Texten aus seinem Leben, sowie Bildimpressionen von seinem Wohn- und Arbeitsort in Perchtoldsdorf.

 

 

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Brigitte Berger-Möhl, Adelheid Pillmann

 

BILDPROJEKT: Gertraud Berka-Schmid

Simon Spitzer

Thomas Kraemmer

 

SÄNGERINNEN:

Christiane Döcker,  Susanne Kanold, Christian Lusser, Rita Peterl, Csongor Szanto, Michael Weiland,  Hao Wang, Barbara Zidar

 

AUSFÜHRENDE:

Es liest:

Robert Finster

 

AM KLAVIER:

Stephen Delaney

Megumi Otsuka

 

HUGO WOLF PROJEKTTEAM:

Judith Kopecky, Monika Riedler, Georgia  Michaelides, Gabrielle Zeilinger

 

 

 

Hugo Wolf in Wort, Bild und Ton

Am 13. März  2010 feiern wir den „150. Geburtstag“ von Hugo Wolf.

Dies nimmt das Institut Antonio Salieri zum Anlass, in einem institutsübergreifenden Projekt mit dem Max Reinhard Seminar eine audiovisuelle Zeitreise in das Leben und Schaffen des Komponisten anzutreten. Anhand von Auszügen aus dem Italienischen und Spanischen Liederbuch wird ein Abend rund um Hugo Wolfs Liedschaffen gestaltet.

Gelesene biographische Texte geben Einblicke in Wolfs soziales Umfeld, Gedanken über Töne, sein Interesse an Lyrik und sein unmittelbares und wesenhaftes Dasein.

 

Stimmungsbilder vom Garten und Wohnhaus des Komponisten in der Perchtoldsdorfer Brunner Gasse 26 eröffnen  phantasievoll den Weg in eine entrückte Welt.

 

Mit Hugo Wolf, der rhythmisch, melodisch und harmonisch eigene Wege beschritt, bricht eine neue Phase des Liedes an. So frisch, ursprünglich und stark waren Wolfs Impulse, dass man von einem neuen keiner Tradition verbundenen Anfang sprechen kann. Der Gattung Lied wurde so von ihm eine neue Zukunft erschlossen, die eine ganze Generation bedeutender Liedkomponisten wie Richard Strauss, Hans Pfitzner oder Max Reger beeinflusste.

 

Zwischen dem 28. Oktober 1889 und 27. April 1890 komponierte Hugo Wolf das Spanische  Liederbuch mit 10 geistlichen und 34 weltlichen Liedern nach Texten von Paul Heyse und Emanuel Geibel die Übersetzungen bzw. Nachdichtungen spanischer Gedichte von Dichtern wie Cervantes, Lope de Vegas und Camoens darstellen.

Das Italienische Liederbuch entstand in den Jahren1890 bis 1896  mit 46 Kompositionen ebenfalls nach Texten von Paul Heyse (hier sind es Übersetzungen bzw. Nachdichtungen von römischen, korsischen, venezianischen und anderen italienischen Volksdichtungen).

 

Jedes der Lieder präsentiert eine Welt für sich, einen Mikrokosmos der Liebe und der Leidenschaft.

Monologe und Dialoge, witzig und tragisch, heiter und ironisch, aber auch streitlustige und versöhnliche Betrachtungen, Gedanken der Hoffnung und der Enttäuschung, Willkommens- und Abschiedsgesten werden vertont.

Zwischen dem Klavierpart und der Gesangstimme ergibt sich ein Zwiegespräch. Das Geschehen wird kommentiert, Gegenmeinungen, Ausdruckcharaktere und Stimmungen werden beschrieben, die Impulse hinter den Vorgängen aufgespürt.

 

Wort und Ton bilden bei Hugo Wolf eine Einheit und zugleich bringt die Komposition die  Befreiung von der Bindung an das Wort. Die Gesangsmelodie und der Klavierpart besitzen in Hugo Wolfs Liedern oft völlige Eigenständigkeit. In den einzelnen Kompositionen ist dem Klavier so viel Ausdruckskraft gegeben, dass das Klavier die Singstimme an Bedeutung und Ausdruckskraft bisweilen sogar überflügelt. Die kurzen und  mitunter sehr virtuosen Nachspiele sind dann weiterführende Erzählung und Epilog zugleich.

 

Der Grundgedanke bei der Auswahl der Lieder für das Konzertprogramm war die Ordnung nach Schaffensperioden. So beginnen beide ausgewählten Liedergruppen mit Kompositionen, die im Herbst/Winter 1889-1891 entstanden sind und enden mit Kompositionen aus den Frühlingsmonaten der Jahre 1890-1896.

Für das Konzert galt es eine Dramaturgie zu finden in der sich Atmosphäre aufbauen kann. Die beiden Schaffensperioden fließen ineinander und in den einzelnen Abschnitten werden kleine Geschichten erzählt, die dem Gesamtcharakter der Zyklen und der kleinen Welt jedes einzelnen Liedes gerecht werden.

So ergeben sich mehrere kleine Liedergruppen, bei denen Hugo Wolf seine humorhafte aber auch innige, seine lyrische und dramatische kompositorische Seite aufzeigt.