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Veranstaltungen
 

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut für Musikalische Stilforschung
gemeinsam mit WIEN MODERN

INTERNATIONALES SYMPOSION

"Musik und Maschine"

Montag 19. und Dienstag 20. November 2007

Konzertsaal am Rennweg, 1030 Wien, Rennweg 8 (2. Hof)

Eröffnung: Montag, 19. November, 10.00 Uhr

 

 

 

  

Seit 1989 richtet das Institut für Musikalische Stilforschung alljährlich im Rahmen des Festivals WIEN MODERN das wissenschaftliche Begleitsymposion aus, dessen inhaltliche Schwerpunkte jeweils im Zusammenhang mit den Konzertprogrammen stehen und grundsätzliche stilistische, ästhetische und kompositionstechnische Themen behandeln.
Das diesjährige Symposion, das dem Thema
"Musik und Maschine"
gewidmet ist, nimmt zunächst vor allem die unterschiedlichen Funktionen in den Blick, die Maschinen im Laufe der Musikgeschichte, insbesondere aber in der Zeit nach 1945, erhielten, um einerseits beim Kompositionsprozeß selbst mitzuwirken oder um andererseits zu einem wesentlichen Bestandteil der Ausführung zu werden. Der Bogen reicht hier u.a. von "spielerisch-maschinell" hervorgerufenem Zufall über gezielt eingesetzte Computer und "maschinenartige" Lärminstrumente bis hin zu Klangmaschinen, wobei neben der sogenannten "ernsten" Musik auch die Popularmusik sowie unterschiedliche Zwischenformen Untersuchungen erfahren. Ein weiterer Aspekt des Themas ist das (oft auch nur vermeintliche) "mechanische", gleichsam "maschinelle" (und bisweilen tatsächlich maschinell unterstützte) Komponieren, das bereits um 1250 dem "denkenden" und "fühlenden" Schaffen entgegengesetzt und bis heute Gegenstand zahlreicher Angriffe und Verurteilungen wurde.
Spezielle Schwerpunkte des Festivals sind heuer die Œuvres von Luciano Berio und Georg Friedrich Haas, denen daher auch unser Symposion die gebührende Aufmerksamkeit widmet; dabei wird Georg Friedrich Haas in einem Werkstattbericht selbst über die Maschine als Werkzeug im Kompositionsprozeß sprechen und somit den Bogen zum Hauptthema des Symposions schließen.

   
   
Programm:  
   
Montag, 19. November 2007, 10.00 Uhr (Eröffnung) 
   
Wolfgang Heißler
Begrüßung
(Studiendekan) 
  

Claudia Preschl

Eröffnung des Symposions
(Vizerektorin) 
  
Hartmut Krones
(Institutsleiter)

"musicus mathematicus" versus "musicus mechanicus". 750 Jahre Gegensatz zwischen "denkendem" (mathema besitzendem) und "(nur) handwerklichem" Komponieren

  
Ernst Strouhal (Wien)"Eins sein mit allem, was tickt?" Spielautomaten: Ästhetik zwischen Zufall und Ausdruck
   
Natalia Ardila-Mantilla (Studierende von Manon-Liu Winter) und Franz-Josef Hauser (Studierender von Michael Hruby) spielen Werke von Luciano Berio und György Ligeti
   
Montag, 19. November 2007, 15.00 Uhr  
   
Winfried Ritsch (Graz)Das prozessuale Denken in der Maschinenmusik
  
Volker Staub (Frankfurt/Main)Natur-Klangforschung versus High-Tech-Komposition. Beispiele für den künstlerischen Umgang mit Klangapparaten heute
  
Susanna Niedermayr (Wien)(Re-)Produktionsmittel, Universal-Sampler, Meta-Instrument. Experimental Turntablism. Zum Facettenreichtum einer jungen musikalischen Praxis
  
Harald Huber (Wien)Zur Rolle von Maschinen in der Popularmusik
   

Dienstag, 20. November 2007, 10.00 Uhr

 
   
Manfred Permoser (Wien)Zur Maschinenmusik des musikalischen Futurismus
   
Peter Andraschke (Freiburg/Perchtoldsdorf)Originalkompositionen für mechanische Musikinstrumente bei den Kammermusiktagen in Donaueschingen 1926 und Baden-Baden 1927
   
Peter Donhauser (Wien)Die Pionierzeit der elektrischen Klangmaschinen
   
Dienstag, 20. November 2007, 12.15 Uhr 
   
Georg Friedrich Haas (Basel)Die Maschine als Werkzeug im Kompositionsprozeß. Ein Werkstattbericht
  
Dienstag, 20. November 2007, 15.00 Uhr 
  
Joachim Noller (Hamburg)... versus Maschine. Zur Radikalität des Instrumentalklangs bei Luciano Berio
   
Ivanka Stoianova (Paris)Luciano Berio. Transkription und Überschreibung: Von einem Werk zum anderen
   
Schlußdiskussion 
 Programm als pdf:
  

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