Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut für Musikalische Stilforschung
in Kooperation mit dem
Institut Antonio Salieri (Gesang in der Musikpädagogik)

INTERNATIONALES SYMPOSION

 

Antonio Salieri - Zeitgenosse W. A. Mozarts,

Hofkapellmeister und Musikpädagoge

 


Dienstag, 7., und Mittwoch, 8. November 2006
Alter Konzertsaal am Rennweg 8, 1030 Wien

 

 

Die heutige Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ging aus dem Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde hervor, das im Zuge der im Spätherbst 1812 beschlossenen und Anfang 1813 durchgeführten Gründung der Gesellschaft nach kurzer Vorbereitungszeit im Sommer 1817 seinen Lehrbetrieb aufnahm. Erster Leiter war Hofkapellmeister Antonio Salieri, der für den Gesangsunterricht der Anstalt eigens seine "Scuola di Canto" verfaßte. In Reverenz für diesen großen Musiker und Pädagogen wurde das Institut, das die gesangliche Ausbildung für Musik- und Gesangspädagogen sowie die wissenschaftliche Gesangsforschung bestreitet, "Institut Antonio Salieri" genannt.
Das "Institut Antonio Salieri" nimmt nun gemeinsam mit der Abteilung "Stilkunde und Aufführungspraxis" des Institutes für Musikalische Stilforschung im Rahmen eines auch Konzerte und Lehrvorführungen umfassenden Projektes "Salieri im Mozartjahr" Mozarts bedeutenden Zeitgenossen Antonio Salieri sowohl biographisch als auch stil- und kompositionsgeschichtlich in den Blick. Dabei gelangen zunächst vor allem seine mannigfaltigen Aktivitäten im Rahmen seiner Amtsführung als Hofkomponist sowie Hofkapellmeister zur Betrachtung, wobei zwar seine eigenen Opern, Oratorien, Kantaten und sonstigen Vokalwerke im Mittelpunkt stehen werden, darüber hinaus aber auch seine eigenen Auftritte als Dirigent und Musiker thematisiert erscheinen (wie zum Beispiel die Festaufführung 1808 von Haydns "Schöpfung" oder seine Leitung der "Trommeln und Kanonaden" bei Beethovens "Wellingtons Sieg"). Doch auch seine pädagogischen Tätigkeiten, die schon vor der Gründung des Konservatoriums das Wiener Musikleben in mannigfaltiger Form bereicherten (und ihn auch zum einzigen wirklichen Kompositionslehrer Franz Schuberts werden ließen), werden genaueren Untersuchungen unterzogen
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Festliche Eröffnung und Eröffnungsvortrag:  
Dienstag, 7. November 2006, 17 Uhr
Symposion:  

Mittwoch, 8. November 2006, 10 Uhr und 15 Uhr

Programm:
 
Dienstag, 7. November 2006, 17.00 Uhr

Festliche Eröffnung und Eröffnungsvortrag
Rudolph Angermüller (Salzburg) Salieri, ein europäischer Musiker
Musikalische Umrahmung: Musik von A. Salieri, B. Randhartinger und F. Schubert
Studierende und Korrepetitoren des Institutes Antonio Salieri

Mittwoch, 8. November 2006, 10 Uhr

Elisabeth Fritz-Hilscher (Wien) Antonio Salieri und der Wiener Hof
Jane Schatkin Hettrick (New York) Musik "per tutta la Funzione": Antonio Salieris doppelchörige Kirchenwerke für ein kaiserliches Dankfest
Dorothea Link (Athens, Georgia) Composing for the singers: Salieri's "La grotta di Trofonio and Prima la musica, poi le parole"

Otto Biba (Wien) Salieri verwendet Salieri

Mittwoch, 8. November 2006, 15 Uhr

Gerhard Kramer (Wien) Antonio Salieri und die Mailänder Scala. "L'Europa riconosciuta" als Eröffnungsvorstellung 1778
John A. Rice (Rochester, Minnesota) Salieri's "Armonia per un Tempio della Notte" and the Tempel der Nacht at Schönau: Setting the Record Straight
Roberto Scoccimarro (Rom) Vergleich zwischen "Il mondo alla roversa" und "L'isola capricciosa"
Michele Calella (Wien) Salieris Einlagearien und die Praxis der "Opernbearbeitung"

Hartmut Krones (Wien) Antonio Salieri, das Konservatorium der GdM und die Gesangspädagogik

Das Symposion wird unterstützt von: WIENER MOZARTJAHR 2006.
 

Programm zum Ausdrucken (pdf)