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Montag, 15. und Dienstag 16. November 2010

Internationales Symposion „Wien Modern“

FREIE KONZEPTE IN DER NEUEN MUSIK

Institut für Musikalische Stilforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
mit freundlicher Unterstützung der „ernst von siemens musikstiftung“

Neuer Konzertsaal am Rennweg, 1030 Wien, Rennweg 8, 2. Hof

 

 

Seit 1989 richtet das Institut für Musikalische Stilforschung alljährlich das wissenschaftliche Begleitsymposion des Festivals WIEN MODERN aus, dessen inhaltliche Schwerpunkte jeweils im Zusammenhang mit den Konzertprogrammen stehen und grundsätzliche stilistische, ästhetische und kompositionstechnische Themen behandeln. Mittlerweile sind in der Reihe „Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis“ (Verlag Böhlau) vier Bände „Symposien zu WIEN MODERN“ erschienen, die nach Themenschwerpunkten zusammengefaßte Referate aus 15 Symposion vereinigen: „Stimme und Wort in der Musik des 20. Jahrhunderts“, „Struktur und Freiheit in der Musik des 20. Jahrhunderts. Zum Weiterwirken der Wiener Schule“, „Bühne, Film, Raum und Zeit in der Musik des 20. Jahrhunderts“ und „Multikulturelle und internationale Konzepte in der Neuen Musik“. Ein fünfter Band ist in Vorbereitung.
Das diesjährige Symposion, das dem Thema „Freie Konzepte in der Neuen Musik“ gewidmet ist, beleuchtet die zahlreichen Konzeptionen in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich fixierter oder prädeterminierter Strukturen enthalten und anstelle dessen mit improvisatorischen, frei kombinatorischen oder völlig freien Klang-Elementen bzw. Klang-Ereignissen arbeiten.

 

PROGRAMM:  
   

Montag, 15. November 2010, 10.00 Uhr

 
Eröffnung
Hartmut Krones (Wien): Von der Sortisatio zum Happening. Musik mit und (fast) ohne Konzept
Elmar Budde (Kandern-Riedlingen): Freiheit und Kunst / Freiheit in der Kunst
Umrahmung: Bernhard Ehrenfellner spielt Werke von Johannes Maria Staud und Dieter Schnebel
   

Montag, 15. November 2010, 15.00 Uhr

 
Peter Andraschke (Gießen / Perchtoldsdorf): Ausbruch aus Zwängen. Hans Werner Henze und Karlheinz Stockhausen in Darmstadt
Julia Purgina (Wien): Möglichkeiten der Aleatorik und deren Auswirkungen auf die Musik von Roland Freisitzer und Julia Purgina (incl. Gespräch Julia Purgina – Roland Freisitzer)
Jörn Peter Hiekel (Dresden): Momente der Offenheit im Musiktheater der Gegenwart
Johannes Maria Staud (Wien): Impulsreferat „Was unterscheidet Komposition von Improvisation“. Anschließend Gespräch mit Daniel Ender
   

Dienstag, 16. November 2010, 10.00 Uhr

 
Kai Lothwesen (Frankfurt): Zu den Bezügen zwischen Neuer Musik und Free Jazz
Dieter Gutknecht und Stefanie Lieb (Köln): Happening und Fluxus der sechziger Jahre im Rheinland
Dieter Schnebel (Berlin): Musikalische Konzeptkunst.
Anschließend Gespräch mit Elmar Budde
   

Dienstag, 16. November 2010, 15.00 Uhr

 
Katharina Bleier (Wien): Ins Freie? Virtuosität zwischen Entfesselung und kunstvollem Scheitern. Moritz Eggert: „Hämmerklavier“ und Olga Neuwirth: „Kloing!“
Daniel Ender (Wien): Ein „Spießbürgerrondo“ in freier Form. Roman Haubenstock-Ramatis Anti-Oper „Comédie/Play/Spiel“
Gunter Schneider (Innsbruck / Wien): Freie Improvisation im Ensemble: autonome Musik und/oder soziale Utopie?
   
AUßERORDENTLICHER VORTRAG:  

Montag, 8. November 2010, 10.15 Uhr

 
Georg Friedrich Haas (Basel/Graz): Freiheit als Werkzeug der Kompositionstechnik. Ein Erfahrungsbericht

Programm als pdf: Programm


Das Symposion wurde mit freundlicher Unterstützung

der Siemens durchgeführt.

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