Publikationen

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Band 1
Alte Musik und Musikpädagogik
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 1997

E. BREUNLICH, G. SCHOLZ, H. TUPPY
Begrüßung
HARTMUT KRONES (Wien)
175 Jahre Aufführungspraxis Alter Musik in Wien
PETER REIDEMEISTER (Basel)
Ausbildung in Alter Musik heute.
Rückblick, aktuelle Probleme, Ausblick
GORDON MURRAY (Wien)
Über die Suite
GERHARD STRADNER (Wien)
Die Streichinstrumente in einem Traktat von Friedrich Ponsing, Wien (?) um 1800
Roundtable:
Unterricht in Alter Musik heute
HARTMUT KRONES (Wien)

Die Einheit von Vokal- und Instrumentalmusik in der Musikpädagogik des 17. und 18. Jahrhunderts
ELMAR BUDDE (Berlin)Musikalische Form und rhetorische dispositio.
Zum ersten Satz des dritten Brandenburgischen Konzertes

Roundtable:
Diskussionsbeiträge:
ALFRED LITSCHAUER (Wien)
ELMAR BUDDE (Berlin)
WOLFGANG ROSCHER (Salzburg)

Alte Musik im Unterricht heute

Alte Musik in der Schule von heute
Alte Musik in der Hochschule von heute
Didaktische Probleme der Alten Musik
INGOMAR RAINER
(Wien)
Zum didaktischen Konzept in den großen Instrumentalschulen des 18. Jahrhunderts
PETER REIDEMEISTER (Basel)"... der höchste practische Gipfel in der Musik".
Die Kunst des Praeludierens
BERNHARD MEIER (Tübingen)
Affektives in Komposition und Ausführung von Vokalmusik der Renaissance
WILFRIED GRUHN (Freiburg)
Der Wandel des Begriffes "Alte Musik".
Vom Alter und Altern des Alten in der Musik
JIRI FUKAC (Brno)
Semiotik der Aufführungspraxis Alter Musik
Roundtable:
Diskussionsbeitrag:
PETER GÜLKE (Wuppertal)
Warum Aufführungspraxis Alter Musik?

Aufführungspraxis von der Warte des Dirigenten und Musikwissenschaftlers aus gesehen
OTTO BIBA (Wien)
Die Ausbildung der Wiener Hofsängerknaben
HANS-JOACHIM SCHULZE (Leipzig)Das didaktische Modell der Thomaner im Spiegel der deutschen Musikpädagogik des 18. Jahrhunderts
DIETER GUTKNECHT (Köln)
Musikwissenschaft und Aufführungspraxis
HERMANN DANUSER (Berlin)Zum Verhältnis von Vortragslehre und Musikwissenschaft
 Roundtable:Musikwissenschaft und Aufführungspraxis

Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Band 3
Richard Böhm
Symbolik und Rhetorik im Liedschaffen von Franz Schubert
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2006

Richard Böhm wendet sich in seiner Arbeit einer Fragestellung zu, die in der Literatur bisher zwar immer wieder aufgeworfen wurde, zumeist aber eine einseitige Behandlung fand: der Frage, ob Franz Schubert bei der Komposition seiner Lieder vornehmlich ganz persönliche Bedeutungsgebungen entwickelt hat oder ob er auf jenen Fundus traditioneller Symbolik zurückgriff, der damals nicht nur professionellen Musikern bekannt, sondern auch von breiten Kreisen des musikgebildeten Publikums verstanden wurde. Um sich dieser Frage vor allem systematisch zu nähern, hat er 187 Lieder unterschiedlicher Bauart eingehend analysiert, deren bedeutungsgebende „Sprachlichkeit“ in den Blick genommen und schließlich das dingfest gemachte „Vokabular“ statistisch erfaßt: Dabei handelt es sich insbesondere um „musikalisch-rhetorische Figuren“, um die Tonarten und deren je eigene Charakteristik, um harmonische Ausweichungen (wenn sie gleichsam eine zweite Tonart konstituieren), um spezielle harmonische oder melodische Besonderheiten, um auffällige Chromatik sowie um ostentative Unisono-Führungen.
Nach einem Überblick über die historische Anwendung dieser „Bausteine“ wird schließlich deren Gebrauch in Schuberts Liedœuvre betrachtet, wobei sich zeigt, daß dieses tatsächlich voll und ganz auf dem Boden der musiksemantischen Traditionen stand: Das „alte“ Gebäude der Affekten- und Figurenlehre blieb hier grundsätzlich bestehen, wurde aber zusätzlich durch eigenständige Bedeutungsgebungen ergänzt und bereichert. Und so stellt sich Franz Schubert sowohl als später Vollender der Musiksprache des 18. Jahrhunderts wie auch als Schöpfer neuer Ausdruckmöglichkeiten dar, die in vieler Hinsicht deutlich in die Zukunft weisen. Sie machen verständlich, wieso sich Komponisten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auf Schubert als Vorbild berufen und speziell von ihm die mannigfachsten Anregungen bezogen haben.

Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Band 4
Musikinstrumente und Musizierpraxis zur Zeit Gustav Mahlers
Hg. Reinhold Kubik
Wien; Köln; Weimar 2007

  HARTMUT KRONES Vorwort des Reihenherausgebers
  REINHOLD KUBIK Einleitung des Herausgebers
RAINER BISCHOF
Rede zur Eröffnung des Symposions

PRIMOŽ KURET

Laibacher Orchesterverhältnisse und Mahlers Orchesterbesetzung in Laibach
ESZTER FONTANA Das Leipziger Orchester zur Zeit Gustav Mahlers
BEATRIX DARMSTÄDTER Die Blasinstrumente im Orchester des Wiener Hofoperntheaters zur Direktionszeit Gustav Mahlers
DAVID PICKETT "Talentlos und phlegmatisch" - Mahler und die New Yorker Philharmoniker
SYLVIE AZER-HÖFLINGER Vom Flauto traverso zur modernen Querflöte - klangliche Vergleiche
BEATRIX DARMSTÄDTER Querflöten zur Zeit Gustav Mahlers im Vergleich
KLAUS-DIETER LIENBACHER Gustav Mahler und das Wiener Instrumentarium am Beispiel der Wiener Oboe
GUNTHER JOPPIG "Schalltrichter auf!" Die Klarinettenfamilie im Werk Gustav Mahlers
BEATRIX DARMSTÄDTER "Das ist der richtige Ton, den Richard Wagner vergebens gesucht..." Das Tárogató unter der Direktion von Gustav Mahler im Wiener Hofoperntheater
KLAUS HUBMANN Wiener(ische) Fagotte um 1900
EDWARD TARR Die Trompete um 1900 bei Richard Strauss und Gustav Mahler
DAVID PICKETT "Was mir die Aufnahmen erzählen" - Mahlers Orchester und Spieltechnik im Licht von frühen Aufnahmen
BENJAMIN-GUNNAR COHRS Das New Queen's Hall Orchestra. Ein wiederbelebtes Londoner Orchester aus der Zeit um 1900
HARTMUT KRONES [...] doch behielt er jene Appoggiaturen bei [...]" Zu Gustav Mahlers Ausführung Mozartscher Rezitative
REINHOLD KUBIK "Schlimme Erfahrungen" Revision als Reaktion auf Veränderungen der Aufführungspraxis
FRIEDRICH DANIELIS Zu meiner Ausstellung "Mahlereien"
RAINER BISCHOF Gustav Mahler - der Weltenemigrant. Eröffnungsrede zu den Feierlichkeiten des 50. Jubiläums der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft

Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Band 5
Rudolph Angermüller
Wenzel Müller und "sein" Leopoldstädter Theater
Mit besonderer Berücksichtigung der Tagebücher Wenzel Müllers
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2009

Wenzel Müller (1767 im Markte Tyrnau in Ostmähren – 1835 Baden bei Wien) gehört zu den fruchtbarsten Komponisten der Wiener Biedermeier-Zeit. Er begann seine Karriere 1782 als 3. Geiger in Brünn, 1786 wurde er Kapellmeister und Komponist am Leopoldstädter Theater, für das er in der Zeit von 1786 bis 1830 210 Stücke und dann bis 1834 noch einmal 11 Stücke verfaßte. 1807-1813 war er als Operndirektor und Kapellmeister des Prager Ständetheaters Vorgänger von Carl Maria (von) Weber.
Das Buch, das auf den in der „wienbibliothek“ aufbewahrten Tagebüchern Müllers basiert, erläutert zunächst den Stellenwert des Leopoldstädter Theaters im Kontext mit anderen Bühnen Wiens und gibt dann den Spielplan von 1781 bis 1830 sowie deren Librettisten und Komponisten wieder. Daneben werden die historischen Ereignisse, kulturhistorischen Begebenheiten und wichtigen Persönlichkeiten der Zeit chronologisch genannt und ausführlich kommentiert. So erfahren wir, welche Kaiser, Könige, Adelige und hochgestellte Persönlichkeiten das Theater besuchten, wer dort engagiert wurde oder welche Benefizvorstellungen es gab. Wir lesen biographische Daten des künstlerischen Personals und schließlich biographische Daten zu Müller und seiner Familie.
Ein Literaturverzeichnis und ein Personenregister ergänzen den Band.


Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Sonderband 1
Alexander Zemlinsky. Ästhetik, Stil und Umfeld
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 1995

HARTMUT KRONES (Wien)
Alexander Zemlinsky - Ästhetik, Stil und Umfeld
MANFRED WAGNER (Wien)
Zum kulturellen Umfeld Alexander Zemlinskys im Wien der Jahrhundertwende
ANTONY BEAUMONT (Bremen)
Schicksalsakkord und Lebensmotiv
WERNER LOLL (Goosefeld)
Musikhistorische Beziehungsvielfalt als kompositorisches Problem
Alexander Zemlinskys Streichquartettfragment von 1927
PETER GÜLKE (Hamburg)
ZemIinskys "Seejungfrau"
RUDOLF STEPHAN (Berlin)
Alexander Zemlinskys Psalmkompositionen in ihrer Zeit
PETER REVERS (Wien)
Zur Ostasienrezeption in Alexander Zemlinskys "Kreidekreis"
WULF KONOLD (Hamburg)
Die Schwierigkeiten mit dem Komischen
Zu Alexander Zemlinskys Oper "Kleider machen Leute"
GOTTFRlED SCHOLZ (Wien)
Zu Zemlinskys Oper "Es war einmal"
PETER RUZICKA (Hamburg)
Zu Zemlinskys "Kandaules"-Projekt
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Alexander Zemlinskys Dehmel-Kompositionen
HARTMUT KRONES (Wien)
Tonale und harmonische Semantik im Liedschaffen Alexander Zemlinskys
HORST WEBER (Essen)
"Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen"
Eine Hofmannsthal-Vertonung Zemlinskys
THEO HIRSBRUNNER (Bern)
Harmonie des Abends: Zemlinsky
Harmonie du soir: Debussy
OTTO BIBA (Wien)
Alexander Zemlinsky und die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
CARMEN OTTNER (Wien)
Alexander Zemlinsky und die Wiener Hofoper
JIRI VYSLOUZIL (Brünn)ZemIinskys Prager Antrittsjahre
ANTONY BEAUMONT (Bremen) und ALFRED CLAYTON (Hamburg)
Alexander Zemlinskys amerikanische Jahre
EIKE RATHGEBER (Wien)
Alexander Zemlinsky - Varianten zur Ruhelosigkeit
SUSANNE RODE-BREYMANN (Bayreuth/Bonn)
Zemlinskys Kompositionen und Entwürfe für das Musiktheater
Oder: Über die Suche nach der rechten Gattung
ERNST HILMAR (Wien)Text und Musik in einem Opernfragment Zemlinskys
Oder: Wie ein Komponist an einem Text scheitern kann
SIGRlD WIESMANN (Wien)
"Träume müssen lebendig werden"
Einige Bemerkungen zu Zemlinskys Oper "Der Traumgörge"
HERMANN DANUSER (Freiburg/Berlin)
Lyrische Tonkunst als Weltanschauungsmusik
Über Alexander Zemlinskys "Lyrische Symphonie"
ALFRED CLAYTON (Hamburg) Zemlinskys künstlerisch-pädagogische Beziehungen zu seinen Schülern

PRIMOZ KURET (Ljubljana)
Zemlinsky als Lehrer des slowenischen Komponisten Josip Ipavec
OTTO KOLLERITSCH (Graz)
Zur Rezeption des wiederentdeckten Alexander Zemlinsky
SIEGFRIED MAUSER (Salzburg)
Anmerkungen zu Alexander Zemlinskys Klaviermusik
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Sonderband 2
Anton Webern. Persönlichkeit zwischen Kunst und Politik
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 1999

ELMAR BUDDE (Berlin)
"Reglos stehen, die Augen zu, so wärs mir am liebsten". Über Anton Webern
THEOPHIL ANTONICEK (Wien)
Anton Webern und die Musikwissenschaft
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Anton Webern und die Volkstümlichkeit
MANFRED WAGNER (Wien)
Austromarxismus und Kulturideologie
HARTMUT KRONES (Wien)
Anton Webern, die" Wiener Schule" und die Arbeiterkultur
HELMUT KRETSCHMER (Wien)
Anton Webern und die Sozialdemokratische Kunststelle
MANFRED PERMOSER (Wien)
Anton Webern und die "Freie Typographia"
CHRISTOPHER HAILEY
(Los Angeles)
Aus der Enge getrieben. Anton Webern zwischen "Stelle" und Stellungnahme
REINHARD KAPP (Wien)
Weberns Politik
CHRISTIAN GLANZ (Wien)Kunststelle anstelle der Kunst? Karl Kraus und sein Verhältnis zur Arbeiterkultur
PRIMOZ KURET (Ljubljana)
Die Arbeiterkultur in Laibach während der k. k. Monarchie
EDELGARD SPAUDE
(Freiburg i. Br.)
Arbeiterliedkultur in Deutschland. Arbeiter-Liederbücher aus dem Ruhrgebiet
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Sonderband 4
Jean Sibelius und Wien
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2003

PETER REVERS (Graz)
Wien 1890. Jean Sibelius, Anton Bruckner, Carl Goldmark, Robert Fuchs
HARTMUT KRONES (Wien)"... das alte liebe Wien wiederzusehen...". Jean Sibelius und Wien 1890-1956
Anhang: Die in Wien aufgefundenen Briefe von Jean Sibelius
TOMI MÄKELÄ (Magdeburg)
"Mein Kopf ist voller Walzer".
Jean Sibelius und der Umkreis Pauline Luccas in Wien
GLENDA DAWN GOSS (Helsinki)
Wien und die Entstehung von Sibelius' "Kullervo"
ERIK T. TAWASTSTJERNA (Helsinki)
Die Wiener Klassik in den Klavierstücken von Jean Sibelius
TOMI MÄKELÄ (Magdeburg)
Das symphonische Projekt. Zu den Symphonien Nr. 1 und 4 von Jean Sibelius
PETER KISLINGER (Wien)
Jean Sibelius: Die Symphonien Nr. 2 und 3
PETER REVERS (Graz)
"Musik wie klares, kaltes Wasser". Zu den Symphonien Nr. 5-7 von Jean Sibelius
HARTMUT KRONES (Wien)
Traditionelle "Wiener" Semantik im Liedschaffen von Jean Sibelius
Round Table: "Jean Sibelius und Wien heute"
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, Sonderband 5
Die österreichische Symphonie im 20. Jahrhundert
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2005

HARTMUT KRONES (Wien)Die österreichische Symphonie im 20. Jahrhundert: Idee und Gattung
MANFRED WAGNER (Wien)Was heißt Klassizität im Jahre 2000?
CHRISTIAN GLANZ (Wien)Gustav Mahler, der österreichische Symphoniker des 20. Jahrhunderts
ANTONY BEAUMONT (Bremen)Zemlinsky und der kosmologische Kreis
CHRISTOPHER HAILEY (Los Angeles/Wien)Die Symphonie der Wiener Schule
CARMEN OTTNER (Wien)Das symphonische Schaffen von Franz Schmidt und Johann Nepomuk David
HANNES HEHER (Wien)Musik als Heimat-Ersatz.
Die Symphonien des Egon Wellesz
HARTMUT KRONES (Wien)Zu den Symphonien und symphonischen Werken von Marcel Rubin
HARTMUT KRONES (Wien)Robert Schollum als Symphoniker
ERICH URBANNER (Wien)Karl Schiske als Symphoniker.
Betrachtungen und Gedanken über seine fünf Symphonien
PETER COSSÉ (Salzburg)Der Symphoniker Helmut Eder
INGRID FUCHS (Wien)Gottfried von Einem als Symphoniker
LOTHAR KNESSL (Wien)Was nicht alles Symphonie heißt.
Am Beispiel von "les symphonies de timbres" von Roman Haubenstock-Ramati
GERTRAUD CERHA / FRIEDRICH CERHA (Wien)Friedrich Cerhas "Sinfonie" im Rahmen seines Oeuvres
CHRISTIAN HEINDL (Wien)Appendix oder Neuanfang?
Die Symphonie bei den Schülern Karl Schiskes: Zum symphonischen Schaffen von Iván Eröd, Kurt Schwertsik und Erich Urbanner
RAINER BONELLI (Wien)Die symphonische Idee im Schaffen Rainer Bischofs
  
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, WIEN MODERN 1
Stimme und Wort in der Musik des 20. Jahrhunderts
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2001

HARTMUT KRONES (Wien)
Stimme, Wort und Ton in der Musikgeschichte
MANFRED WAGNER (Wien)Musikalisierung der Sprache und Todessehnsucht im Wien des 20. Jahrhunderts
HERMANN DANUSER (Berlin)Nahe Ferne.
Aufgehobene Dichtung in moderner Musik
JAROSLAV JIRÁNEK (Prag)
Die Sprechintonation als Quelle der vokalen Musik von Leos Janácek
HERIBERT HENRICH (Berlin)"Architekturierung" der Zeit.
Zur Textsimultaneität in Jean Barraqués "Le Temps Restitué"
HERBERT ZEMAN (Wien)Heimatkunst und Volkstümlichkeit. Die Libretti zu Franz Schrekers "Irrelohe" und zu Wilhelm Kienzls "Der Evangelimann"
FRANK SCHNEIDER (Berlin)
Zu einigen sozialen Motiven von Eislers Textvertonungen
MONIKA SCHWARZ-DANUSER (Berlin)
Vom Melodram zur Sprechstimme.
Aspekte der "Sprechtonstimme" in Oskar Frieds "Die Auswanderer"
PETER STADLEN (London)
Die von Schönberg intendierte Ausführungsart der Sprechstimme im "Pierrot Lunaire"
HARTMUT KRONES (Wien)
Dadaistische und asemantische Verfahren in der österreichischen Vokalmusik des 20. Jahrhunderts.
An Beispielen von Logothetis, Cerha und Zykan
GERTRAUD CERHA (Wien)
Wort-Ton-Verhältnis und Stimmklang bei Friedrich Cerha
CHRISTIAN OFENBAUER (Wien)
"Das ist nicht neu, steht aber im Gegensatz zu ,neuer' Literatur... ".
Zum Wort-Ton-Verhältnis bei Friedrich Cerha
HARTMUT KRONES (Wien)
Stimme, Wort und Ton im frühen Oeuvre von Otto M. Zykan
PIA JANKE (Wien)
Lautdichtung und Sprachmusik
GERHARD RÜHM (Wien / Köln)
zur geschichte und typologie der lautdichtung
GERHARD RÜHM (Wien / Köln)zu meiner musik.
von der zwölftonreihe zur laut-ton-zuordnungsreihe
GEROLD W. GRUBER (Wien)
Wort und Ton bei Olga Neuwirth
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Lieder von einer Insel.
Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze
LECH KOLAGO (Warschau)
Zum Wort-Ton-Verhältnis im Werk von Krzysztof Penderecki
und Witold Lutoslawski. Methodologische Bemerkungen
THEO HIRSBRUNNER (Bern)
Mallarmé - Boulez
PETER REVERS (Graz)"Venid a ver la sangre por las calles" - "kommt und seht das Blut auf den Straßen".
Zur Neruda-Rezeption in Luciano Berios "Coro" und Allan Petterssons 12. Symphonie
LOTHAR KNESSL (Wien)
Zu Bruno Madernas "Satyricon"
CONSTANTIN FLOROS (Hamburg)
Sprache und Musik in Ligetis Requiem
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Dichtung in Musik. Stockhausen, Trakl, Holliger
DIETER GUTKNECHT (Köln)
Sprache, Sprachklang, Sprachlosigkeit. Einige Beobachtungen zu
Stockhausens Sprachbehandlung von "STIMMUNG" (1967) bis "LICHT" (1977)
REINHARD OEHLSCHLÄGEL (Köln)
Klang und Bedeutung.
Versuch über das Vokale bei Dieter Schnebel
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, WIEN MODERN 2
Struktur und Freiheit in der Musik des 20. Jahrhunderts. Zum Weiterwirken der Wiener Schule
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2002

HARTMUT KRONES (Wien)
Struktur und Freiheit.
Ein kompositorisches und interpretatorisches Problem durch die Jahrhunderte
MANFRED WAGNER (Wien)
Zur Dichotomie von Struktur und Freiheit in österreichischen Kunstäußerungen des frühen 20. Jahrhunderts
DIETER GUTKNECHT (Köln)
Das "Prinzip der inneren Notwendigkeit".
Arnold Schönberg und Wassily Kandinsky - eine wechselseitige Beeinflussung von Musik- und Kunsttheorie
MANFRED WAGNER (Wien)
Arnold Schönberg und die außermusikalischen Folgen
JIRI VYSLOUZIL (Brünn)Freiheit, Struktur und Form in Theorie und Praxis Alois Habas demonstriert am Nonett Nr. 1, op. 40
JIRI FUKAC (Brünn)
Die Rezeption der Zweiten Wiener Schule im tschechischen Kulturkontext
PETER SCHLEUNING (Oldenburg)
Hanns Eisler und die Tradition
JOCHEN KÖHLER (Wien)
Zu Form und Struktur von Olivier Messiaens "Vingt Regards sur l'Enfant-Jésus"
CHRISTIAN MARTIN SCHMIDT (Berlin)
Konstruktion und Improvisation in Messiaens "Turangalîla 3"
CONSTANTIN FLOROS (Hamburg)
Karl Amadeus Hartmann - Musik als Bekenntnis
ELMAR BUDDE (Berlin)
Freiheit und Bindung im Werk von Luciano Berio und Luigi Nono
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Luigi Nono und die Wiener Schule.
Die "Variazioni canoniche sulla serie dell' op. 41 di Arnold Schönberg"
THEO HIRSBRUNNER (Bern)
Reihentechnische Systematik und Bartóksche Melodik in Witold Lutoslawskis "Musique funèbre"
PETER REVERS (Graz)
Sprache als Signum kompositorischer Freiheit.
Zu den Streichquartetten Elliott Carters
HELGA DE LA MOTTE-HABER (Berlin)
lannis Xenakis: Musikalische Architektur und architekturale Musik
HARTMUT KRONES (Wien)Die Erhebung gegen den Vater.
Zur "Anti-Dodekaphonie" im österreichischen Musikschaffen und Musikschrifttum nach 1960
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Ernst Kreneks "Statisch und ekstatisch", op. 214.
Ein Werk als ästhetisches Programm
STEFAN JENA (Wien)
Die Negation der Zeit.
Zur Musik Hans Zenders
HARTMUT KRONES (Wien)
Kagel - Grassl - Burt.
Drei Arten, zwölf Töne zu ordnen
SIEGFRIED MAUSER
(Salzburg/München)
Zur Dialektik von Avantgarde und Moderne
CHRISTIAN GLANZ (Wien)
Zur Dodekaphonik-Rezeption im modernen Jazz
RAINER BISCHOF (Wien)
Dodekaphonie - Freiheit als Ordnung
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, WIEN MODERN 3
Bühne, Film, Raum und Zeit in der Musik des 20. Jahrhunderts
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2003

HARTMUT KRONES (Wien)
Bühne, Film, Raum und Zeit in der Musik des 20. Jahrhunderts
MANFRED WAGNER (Wien)
Bühnenbild und Musik - die andere Seite des Themas
GERD KÜHR (Graz)
Musikraum - Bühnenraum.
Skizzen zu konzeptionellen Möglichkeiten musikalischer Raumgestaltung aus der Sicht eines Komponisten
WOLFGANG RUF (Mainz)
Raumproblematik im Musiktheater.
Zu Luigi Dallapiccolas "Il Prigioniero"
LOTHAR KNESSL (Wien)
Eine musiktheatralische Frühgeburt.
Anmerkungen zu "Amerika" von Roman Haubenstock-Ramati
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Hans Werner Henze - Rezeption von Mythos aus dem Geist der Musik
WALTER BERNHART (Graz)
Prekäre angewandte Opernästhetik.
Audens ,Sekundäre Welt' und Hans Werner Henzes "Elegie für junge Liebende"
DIETER GUTKNECHT (Köln)
Die Form des "idealen" Musikraums.
Zu Karlheinz Stockhausens Musiktheater-Konzeptionen
ELMAR BUDDE (Berlin)
Filmmusik - Verlust der musikalischen Vernunft?
HARTMUT KRONES (Wien)
Optische Konzeption und musikalische Semantik.
Zum "Allgemeinen Handbuch der Film-Musik" von Hans Erdmann, Giuseppe Becce und Ludwig Brav
HANSJÖRG PAULI (Orselina)
Vergegenwärtigung der poetischen Absichten für das Gefühl.
Über Bernard Herrmanns Musik zum Film "Citizen Kane"
KLAUS-ERNST BEHNE (Hannover)
"Hat die Frau geklaut?"
Ein exploratives Experiment zur Unterschiedlichkeit der Wirkungen von Filmmusik
LEOPOLD BRAUNEISS (Wien)
"Koyaanisqatsi" .
Zur Aussagekraft formaler Strukturen
FRANK SCHNEIDER (Berlin)
14 Arten Hanns Eislers, Filmmusik zu schreiben
PETER ANDRASCHKE (Gießen)
Film als kompositorisches Experiment.
Über Kagels Werkkomplex "MM 51. Ein Stück Filmmusik für Klavier" (1976-1983)
WOLFGANG GRATZER (Salzburg)
Mikroskopische Kunst.
Über Tarkowskij und Nono
HANS-JOACHIM SCHLEGEL (Berlin)
Klangwelten des Inneren.
Zu Andrej Tarkowskijs Ton- und Musikkonzept
PAOLA WOLKOWA (Moskau)
Über das ewige und irdische Haus.
Zu einem Grundmotiv in den Filmen Andrej Tarkowskijs
MANFRED WAGNER (Wien)
Der Raum in der Kunst
BARBARA BARTHELMES (Berlin)
Raum, Ort, gelebter Raum.
Raumkonzepte in der Musik
ANDRÉ RUSCHKOWSKI (Salzburg)Raum und Zeit in der elektroakustischen Musik
ULRICH DIBELIUS
(Gauting/München)
Musikalische Räume zwischen Imagination und Realität
mit Hinweisen auf Xenakis, Dallapiccola, Henze und Schwertsik
DIETER GUTKNECHT (Köln)
Karlheinz Stockhausens "HYMNEN" und der Aspekt der Raummusik
PETER NIKLAS WILSON (Hamburg)
Magie des Moments.
Zeitkonzepte in neuer komponierter und improvisierter Musik
ELMAR BUDDE (Berlin)
"Chronist mit beschränkter Haftung" oder Musik zur Un-Zeit.
Über Mauricio Kagel
Übersicht

Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis, WIEN MODERN 4
Multikulturelle und internationale Konzepte in der Neuen Musik
Hg. Hartmut Krones
Wien; Köln; Weimar 2008

HARTMUT KRONES (Wien)
Multikulturelles, Internationales, Neues und „Fremdes“ in der Musik.
Zweieinhalb Jahrtausende Ächtung des Andersartigen
RUDOLF BURGER (Wien) Multikulturalismus im säkularen Rechtsstaat.
Eine zivilisationstheoretische Grenzbestimmung
MANFRED WAGNER (Wien) Multikulturalität in unserer Gesellschaft: Nähe, Vermischung, Distanz
MORIZ CSÁKY (Wien) Eine Region der Kontraste und der kulturellen Vernetzungen: Das Paradigma
Zentraleuropa
MANFRED WAGNER (Wien) Migration als Kulturströmung
HELMUT RÖSING (Hamburg) Multikulturalität in populärer Musik – Postmodernistische Attitüde oder
Aneignung des musikalisch Fremden?
MANFRED WAGNER (Wien) Neues in der Musik. Adaption versus Multikulturalität
HERMANN DANUSER (Berlin) Amerikanische Musik – eine unbekannte Welt?
PETER ANDRASCHKE (Gießen) Aufbruch in die Zukunft: Charles Ives und seine Lieder
MONIKA LICHTENFELD (Köln) Multikulturelle Aspekte in der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts
  PETER ANDRASCHKE (Gießen) The Wonderful Widow of Eighteen Springs.
Über frühe Lieder und Instrumentalmusik von John Cage
  REINHARD KAPP (Wien) John Cage und Fluxus – historisch und theoretisch
  STEFAN FRICKE (Berlin) John Cage und Fluxus
  ULRICH DIBELIUS (Gauting/München) Komponiertes Exempel gelebter Anarchie.
Zum Klavierkonzert von John Cage (1957/58)
  WOLFGANG GRATZER (Salzburg) John Cage und Morton Feldman
  DIETER GUTKNECHT (Köln) „Einsamkeit und Freiheit“.
Zur Musikästhetik Morton Feldmans (1926–1987)
  DIETER GUTKNECHT (Köln) Morton Feldmans Intermedialität und Synästhetik
  MONIKA LICHTENFELD (Köln) Steve Reich und die amerikanische Minimal Music
  HELGA DE LA MOTTE-HABER (Berlin) Das Klanguniversum von Edgard Varèse
  THEO HIRSBRUNNER (Bern) Claude Vivier: Kanada – Europa – Asien
  JÜRGEN HOCKER (Bergisch Gladbach) Conlon Nancarrow. Die Bedeutung eines mexikanischen Einsiedlers für die
europäische Musik der Gegenwart
  ULRICH DIBELIUS (Gauting/München) Ein spanischer Weltbürger. Der Komponist Cristóbal Halffter
  THEO HIRSBRUNNER (Bern)
Multikulturelle Aspekte in der neueren französischen Musik
  SIEGFRIED MAUSER (München) Musikalischer Zeitbegriff und interkulturelle Dimension im Werk
Giacinto Scelsis
  THOMAS SCHÄFER (Wien) Multimedia: The Project
Überlegungen zum Spätwerk von Jani Christou
  HARTMUT KRONES (Wien) Multikulturalität durch die Zeiten
Zur Faszination der griechischen Antike im Musiktheater des 20. Jahrhunderts,
dargestellt am Beispiel von Egon Wellesz’ Bakchantinnen
  GERTRAUD CERHA (Wien) Außereuropäische Einflüsse auf die Musik Friedrich Cerhas
  WOLFGANG RUF (Halle/Saale) Hans Werner Henzes El Cimarrón
  HEINRICH W: SCHWAB (Kopenhagen) Von der Gattung Streichquartett im skandinavischen Norden
  ERLING KULLBERG (Aarhus) Neue Tendenzen in der dänischen Musik.
Die Neue Einfachheit sowie Per Nørgård
  PETER REVERS (Graz) „[…] no one can bear to lose the perfect archetype“: Anmerkungen zur
Symphonik Einojuhani Rautavaaras und Kalevi Ahos
  HARTMUT KRONES (Wien) Dadaistische und lettristische Elemente in der neuen skandinavischen Chormusik
Am Beispiel einiger Werke von Einojuhani Rautavaara, Folke Rabe, Lars Edlund
und Jaako Mäntyjärvi
  STEFAN JENA (Wien) Der vielfältige Klang des Nordens.
Zum Werk von Kaija Saariaho und Magnus Lindberg
  VITA LINDENBERG (Riga) Strömungen in der baltischen Moderne, insbesondere am Beispiel von
Pēteris Vasks
  SUSANNA NIEDERMAYR / CHRISTIAN SCHEIB (Wien) Abstract Monarchy – Musikszenen im ehemaligen „Ostblock“ und ihre
Transformationen. Eine Serie von Momentaufnahmen und Musikgeschichten
zum Zeitpunkt eines Umbruches
  TATJANA REXROTH (Berlin) Zum Werk von Galina Ustwolskaja
  PETER REVERS (Graz) Wechselwirkungen zwischen europäischer und japanischer Musik im Schaffen
Benjamin Brittens und Olivier Messiaens
  PETER ANDRASCHKE (Gießen) Avantgarde und Tradition:
Isang Yun, ein Vermittler zwischen Asien und Europa
  DIETER GUTKNECHT (Köln) Natürlich – es ist sehr traurige „Amusik“ (Tonkunst), ein klingende (!) Schwitters.
Musikbegriff und Musikästhetik bei Nam June Paik
  PETER REVERS (Graz) „… swim in the ocean that has no West and no East“
Ästhetik und musikalisches Denken im Werk Toshiro Mayuzumis und
Toru Takemitsus      
Übersicht

Schriften des Wissenschaftszentrums Arnold Schönberg, Band 2
Thomas Brezinka
Erwin Stein
Ein Musiker in Wien und London
Wien - Köln - Weimar, 2005

Die meisten großen schöpferischen Gestalten sind auf Freunde angewiesen, auf begeisterte Parteigänger und schrankenlose Verehrer, die es als ihre Lebensaufgabe sehen, sie zu unterstützen. Sie benötigen Persönlichkeiten, die klug sind, gewandt in praktischen Dingen und ergeben: Menschen wie Erwin Stein (1885-1958). Dieser, ein „geborener Assistent“, stammte aus einer erfolgreich assimilierten jüdischen Familie Wiens, lernte als Kompositionsschüler Arnold Schönbergs die moderne Musik seiner Zeit kennen und wurde ihr unermüdlicher Vorkämpfer. Als er 1938 emigrieren mußte, ergriff er in London mit der gleichen Leidenschaft Partei für Benjamin Britten, was den orthodoxen Schönberg-Kreis befremdete. Dieser vermutete, Stein sei durch seine Bewunderung für Benjamin Britten ein „Diener zweier Herren“ geworden, der die Ideale der Wiener Schule verraten habe. Doch war dies keineswegs der Fall: Stein blieb Schönberg bis an sein Lebensende treu, war aber weitherzig genug, um nicht die eine Musik durch die andere auszuschließen.
Das Buch gibt einen detaillierten Überblick über Leben und Werk Erwin Steins und klärt viele biographische Details, die zumeist falsch oder unzureichend dargestellt sind. Im Anhang befinden sich zahlreiche Informationen wie Incipits von Steins Kompositionen, Auflistungen seiner Bearbeitungen, Klavierauszüge und Publikationen sowie seiner Auftritte als Dirigent in Wien zwischen 1914 und 1935.


Wessel Übersicht

Schriften des Wissenschaftszentrums Arnold Schönberg, Band 5
Peter Wessel
Im Schatten Schönbergs
Rezeptionshistorische und analytische Studien zum Problem der Originalität und Modrnität bei
Alexander Zemlinsky
Wien; Köln; Weimar 2009

Alexander Zemlinsky, der – als Lehrer Arnold Schönbergs – im Rahmen der „Wiener Schule“ in gewisser Hinsicht eine Vaterrolle einnimmt, steht angesichts des weltweiten Siegeszuges der Schönbergschen „Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“ dennoch sehr oft im Schatten der „großen drei“ (Schönberg, Berg, Webern) dieser Komponistengruppe. Dabei führt die Tatsache, daß er seinem Schüler und Freund nicht auf dem Weg zur Atonalität gefolgt ist, bisweilen sogar zu der Ansicht, Zemlinskys Werke seien „eigentlich“ nicht der (prononciert „modernen“) „Neuen Musik“ zuzurechnen. Peter Wessels Studie „Im Schatten Schönbergs. Rezeptionshistorische und analytische Studien zum Problem der Originalität und Modernität bei Alexander Zemlinsky“ kommt nun durch vergleichende Analysen mehrerer „Konzepte der Moderne“ zu dem Schluß, daß Zemlinskys „Modernität“ zwar nicht so betont kompromißlos wie die Schönbergsche gewesen ist, daß sie im Vergleich mit anderen zeitgenössischen Bestrebungen im kompositionsgeschichtlichen Kontext aber sowohl völlig schlüssig und zeitkonform war, als auch in ganz spezieller (und persönlicher) Weise besonders nachhaltig „wirksam“ wurde.


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