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Young, La Monte (Thornton)
*14/10/1935 Bern/ Idaho


Biographie

Aufgewachsen in der ländlichen Atmossphäre Idahos prägten Young in seiner frühesten Kindheit vorallem Klangeindrücke der unmittelbaren Umgebung, in die er hineingeboren wurde. Das Surren von Insekten und Hochspannungsmasten oder das Heulen des Winds um die Holzhütte in der er lebte, überliefert er als die prägenden Klangeindrücke seiner frühesten Kindheit. Eine im traditionelleren Sinne musikalische Ausbildung erhielt Young von seiner Familie und später auf der High School in Los Angeles. Als Teenager war Young bereits ein ausgewiesener Sopran Saxophonist, der bevorzugt im Stile der Bebop-Jazz musizierte. In dieser Zeit war er mit Bands erfolgreich, die der Musik von Ornette Coleman, Charlie Parker oder John Coltrane nahestanden. Am Los Angeles City College machte Young im Kompositionsunterricht bei Leonard Stein, einem Schönberg Schüler, erste Bekanntschaft mit der europäischen Avantgardemusik im Stile der Zweiten Wiener Schule. Vertieft wurde diese Annäherung am UCLA (Univeristy of California Los Angeles), an der auch der Serialist M. Babitt Gastvorträge hielt, sowie bei Seymour Shifrin in Berkeley (1958/59). In die Zeit des Studiums an der aufgeschlossenen UCLA fiel auch die Annäherung an asiatische Musikkulturen, insbesondere den raga-Gesang und die japanische zerimonelle gagaku-Musik. Währen eines Studienaufenthalts in Darmstadt und in Köln schloss er Kontakt mit massgeblichen Personen des damligen Musikgeschehens wie Stockhausen und Cage. Mit seiner Übersiedelung nach New York im Jahre 1960 begann sein Engagement in der Fluxus Bewegung (zusammen mit George Macunias, George Brecht, Henry Flynt, Dick Higgins, Toshi Ichiyanagi, Yoko Ono u.a). Die Grundlagen elektronischer Musik studierte er in New York an der New School for Social Research bei Richard Maxfield. Seine eigenen Ensembles gründete er 1961 (Theater of the Singular Event) und 1962 (Theater of Eternal Music). Mit ihnen verfolgte er das Ziel die Grenze zwischen Leben und Kunst in den von ihm sogenannten "dreamhouses" zeitlich und konzeptuell zu verwischen.
1970 begab er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Marian Zazeela, die bei Youngs Projekten sowohl als Vokalistin als auch für das Lichtdesign zuständig war, in die Obhut des indischen raga-Sängers und Gurus Pandit Pran Nath (†1966), dessen Nachfolge Young als Guru im Kirana Center for Indian Classic Music angetreten hat. Verschiedene Konzerte und Ausstellungen (u.a. die als Klanginstallation verstandenen Dream Houses u.a. 1969 bei Galerie Heiner Friedrich, München; 1972 documenta 5 Kassel; Hors Limites: Life and Art 1955-1995 Exhibition, Centre George Pompidou Paris 1994/95) führten Young immer wieder nach Europa.
Young ist Preisträger und Stipendiat zahlreicher internationaler Institutionen.

Seine ganze kompositorische Aufmerksamkeit widmete Young der "Urgestalt des Klangs". Diese ist konzeptionell vergleichbar mit dem anahata nada (unangeschlagenem Klang) der klassischen indischen Musiktheorie oder dem phytagoräischen Sphärenklang. Der von ihm verwendete Begriff der universal structure lässt transzendent-morphologische Implikationen darin ablesen, die Youngs Denken und seine Wahrnehmung bestimmen. Von Naturgeräuschen abgeleitet, versuchte Young die Struktur dieser Klänge auf Instrumente wie etwa das Saxophon zu übertragen.
Die dodekaphonen Werke der 1950er Jahre, die den Einfluss von Webern spüren lassen, zeichnen sich durch eine strukturelle Statik aus. Den Höhepunkt dieser zwölftönigen Statik erreichte Young mit Trio for Strings (1958). Die Art der exzessiven Repetition von "long sustained notes" hob Young zufolge die Notwendigkeit der Dodekanophonier auf und ebnete so den Weg für die Minimal Music. Die Bekanntschaft mt dem Mathematiker und Musiker Tony Conrad führte so Young zu der "unglaublichsten Offenbarung", dass die von ihm geschte universal structure nicht mit Hilfe von gleichschwebend temperiert gestimmten Tönen, sondern allein durch "Just Intonation", also Tönen, die ganze Zahlen in Zähler und Nenner ihres frequenzbildenden Verhältnisses führen, zu hören sei.
Seit den 1970er Jahren entsteht in Youngs Werk die Idee, dass Musik einem "organischen Wachsen" unterliegen kann, d.h. das allmähliche Entfalten einer Stimmungsstruktur über Stunden hinweg - eine Idee die durch den Unterricht bei Pandit Pran Nath geprägt wurde.
Youngs Musikkonzeption stellt vorallem den Versuch dar, musikalische Zeit aufzuheben, um in einer potentiell unendlichen Klangentfaltung der "eternal music" die Epiphanie einer als ewig und wahr empfundenen eternal structure herbeizuführen.

Elektroakustische Werke:

Klangprojektionen:

Vortrag von Martin Supper, 13.11.2003

Externe Links :


http://www.melafoundation.org/lmy.htm

 

 

 

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