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Ferrari, Luc
*5/11/1929 Paris/ Frankreich; † 22/9/2005 Arezzo, Italien


Biographie

Luc Ferrari ist ein französischer Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher, er gilt als Vertreter der musique concrete.
Ferrari studierte ab 1946 am Conservatoire de Versailles, ab 1948 an der École Normale de Musique in Paris bei Alfred Cortot (Klavier) und Arthur Honegger Komposition. In dieser Zeit verfasste er Klavierstücke orientiert an den Kompositionen von Bartòk und Hindemith. Edgard Varese besuchte er in New York im Frühjahr 1953 und belegte im folgenden Winter Kurse über Musikanalyse bei Olivier Messiaen. Zu dieser Zeit besuchte er schon Konzerte der musique concréte. 1958 war Ferrari an der Gründung der Groupe de Recherches Musicales (GRM) gemeinsam mit Pierre Schaeffer und François-Bernard Mâche beteiligt. Nach seinem Eintritt in die Groupe de recherches musicales produzierte Ferrari zunächst fünf elektroakustische Kompositionen im Sinne von Schaeffers Klangästhetik, die zugrundegelegten aufgenommenen Klänge so weit wie möglich aus ihrem ursprünglichen Kontext zu abstrahieren. Unterschiedliche Auffasungen der künsterlischen Arbeit führten jedoch bald zur Trennung: während Pierre Schaeffer vorwiegend eine abstrakte und typisierte Klangarbeit forderte, interessierte sich Ferrari immer für wiedererkennbare Umweltgeräusche in seinen Kompositionen. Mit Hétérozygote (1963/64), einer Komposition für vierkanaliges Tonband, löste sich Ferrari von Schaeffers Konzept der musique concrète und stellte ihr seine eigene musique anecdotique entgegen, in der Naturgeräusche in einer "organisierten und poetischen, aber nicht an einer Handlung orientierten Art und Weise" strukturiert sind. Die kompositorische Arbeit dieser Soundscapes bleibt an musikalischen Prinzipien orientiert und damit klar vom Hörspiel getrennt. Zu den bekanntesten Arbeiten Ferraris gehört die Komposition Presque rien No. 1 "Le Lever du jour au bord de la mer" (1967/70), in der Aufnahmen von einem jugoslawischen Strand, die über die Dauer eines Tages gemacht wurden, zu einem 21 Minuten kurzen Hörstück zusammengeschnitten wurden. Dabei verwendete er erstmals die damals neue Stereotechnik, die ihm nicht nur ein "rechts-links" der Klänge erlaubte, sondern auch eine Tiefenwirkung. In seiner dritten Presque rien-Komposition Presque rien avec filles (1989) kam er zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen seiner musique anecdotique und den stärker in traditionellen Formverläufen denkenden musique concrète.
1964/65 und 1970 unterrichtete er an der Musikhochschule in Köln, 1966 bis 1967 in Stockholm und 1978 bis 1980 am Conservatoire de Pantin. Von 1968 bi9s 1969 war er musikalischer Leiter des Maison de la Culture in Amiens. Dort war sein erklärtes Ziel Jugendliche für die Arbeit mit Tonbandgeräten begeistern zu können. 1972 gründete er sein eigenes Studio Billig und 1982 mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums das Studio des Vereins La Muse en Circuit, von dem er sich 1994 trennte. Im selben Jahr richtete er in Montreuil-sur-Bois ein neues Studio Atelier post-billig ein.
Neben seinen Tonbandmusiken komponierte Ferrari auch für konventionelle Instrumente und mischte die Genres miteinander (z.B. "Ce qu'a vu le Cers"). Es mehrten sich die Konzertreisen und Kooperationen mit jüngeren Musikern, wie Otomo Yoshihide und sowie Noël Akchoté, wobei auch die Grenze zur frei improvisierten Musik überschritten wurde. Außerdem realisierte er dokumentarische Filme über andere moderne Komponisten, beispielsweise Olivier Messiaen und Karlheinz Stockhausen.


 

 

Elektroakustische Werke:

  • Visage V
  • Tête et queue du dragon
  • Hétérozygote
  • Presque rien no. 1 « le lever du jour au bord de la mer »
  • Portrait-Spiel
  • Petite symphonie intuitive pour un paysage de printemps
  • Strathoven
  • Presque rien no. 3 « avec files »
  • Presque rien no. 4 « la remontée du village »
  • Cycle des Souvenirs
  • Études aux accidents

Klangprojektionen:

Klangprojektionen 2.5.
Klangprojektionen 3.1.
Klangprojektionen 5.4.
Klangprojektionen 6.2.

Externe Links :


www.lucferrari.org

 

 

 

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