English'; } else if ($ziel_spr == $spr1){ echo 'Deutsch'; } } ?>            

Startseite
Programm
Repertoire
Komponisten
Gastteilnahme
Rahmenprogramm
Kontakt
Credits
Links



Cage, John
*15/12/1912 Los Angeles/ California, † 12/08/1992 New York


Biographie

Der Sohn eines Erfinders studierte zunächst an einem Priesterseminar, ehe er 1930 nach Europa ging, um dort Architektur wie Literatur zu studieren. Seit dem Beginn von Cages Schaffen lässt sich eine lebenslang erhalten gebliebene Vorliebe für Dichter und Schriftsteller, die die Sprache durch exzessiven Gebrauch von Wortspielen und Neuprägungen über die bisherigen Grenzen führten, finden. In Europa unternahm er auch seine ersten Versuche mit Malerei und Komposition. Nach zwei Jahren kehrte er in die USA zurück, wo er von 1932 bis 1937 Komposition studierte. Seine Lehrer waren Richard Buhlig und Adolf Weiss in Komposition, Henry Cowell und nicht zuletzt Arnold Schönberg, dessen Privatschüler er 1934 wurde und nahm auch an seinen Kontrapunkt und Analysekursen an der University of California in Los Angeles teil. In der Zeit bis in die frühen vierziger Jahre verdiente sich Cage seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs und Lehrtätigkeiten an verschiedenen Colleges. Im jahr 1938 ging Cage als Dozent an die Cornish School in Seattle, wo er ein Schlagzeugensemble gründete. Die Beschäftigung mit Schlaginstrumente ohne bestimmte Tonhöhe ermöglichte Cage, die rhythmischen Differenzierungen bis zu komplexen Überlagerungen voranzutreiben. So entwickelte er eine Musiksprache, die durch kurze, rhythmisch deutlich konturierte musiaklische Einheiten, die stabil bleiben und einander überlagern, gekennzeichnet ist. Melodie war in dieser Kompositionsphase ein eher untergeordnetes Element,während den Faktoren Satzdichte, Klangfarbe, Dynamik und Tempo grosse Bedeutung zugemessen wurde. An der Cornish School machte Cage auch Bekanntschaft mit dem Tänzer Merce Cunningham, mit dem ihm eine langjährige tiefe Beziehung, wie künstlerische Zusammenarbeit verbinden sollte. 1941 war er Professor für experimentelle Musik an Chicago School of Design. In den späten vierziger Jahren begann er sich insebesondere für fernöstliche Kulturen zu interessieren. Er studierte indische Philosophie bei Gita Sarabhai und Zen-Buddhismus bei Daisetz T. Suzuki. Die in diese Zeit fallenden Begegnungen mit Künstlern wie Robert Rauschenberg, jasper John und Marcel Duchamps und ihrern ästehtischen Konzepten hatte ebenso Einfluss auf Cages kompositorische Entwicklung, wie sein Schaffen auch auf ihre künstlerischen Strategien.

Ab 1949 wurde sein Werk international, vorallem in Europa und Japan rezipiert. Dazu trugen viele Konzert und Vortragsreisen in alle Welt bei, die ab 1953 häufig zusammen mit der Merce Cunningham Dance Company stattfanden, deren musikalischer Berater Cage war.
Cages Auftritte bei den Donauschinger Musiktagen beeinflusste die kritische Einschätzung der seriellen Komposition erheblich und wenige Jahre später stellte er bei den Darmstädter Ferienkursen 1958 nicht nur sein präpariertes Klavier vor sondern löste unter den Teilnehmern auch Diskussionen über Aleatorik und die Frage nach einem erneuerten Werkbegriff aus. Seine Einführung des Zufallprinzips in die Komposition bedeutete einen radikalen Bruch mit der musikalischen Tradition. Denn die systemtische Einbeziehung des Zufalls in den Kompositionsprozess führte Cage in Verbindung mit einem Bedürfnis nach möglichst umfassender Ausdruckslosigkeit und Ich-Aufgabe. Dieser Prozess der Entsubjektivierung wurde durch unterschieldiche Techniken erzielt: einerseits spielten automatisch ablaufende Prozesse in der Komposition eine bedeutenden Rolle, andererseits trugen bestimmte Ordnungsverhältnisse des klanglichen Materials dazu bei, den Einfluss des Komponisten zu reduzieren. Hierbei verwendete Cage oftmals das chinesiche Orakelbuch I Ching (dt. Buch der Wandlungen), das eines seiner wichtigsten Werkzeuge war.
Der klanglichen Vielfalt, die in Cages Werk ausgeschöpft wurde, stand die Beschäftigung mit ihrem anderen Pol, der Stille gegenüber. Diese Tendenz fand bereits 1952 in dem berühmt gewordenen Konzert mit dem Titel 4'33 einen radikal kompositorische Form. In diesem dreisätziges Werk für beleibige Musikbesetzung, in dem die Interpreten auschliesslich pausieren, brachte Cage seine Auffassung von Stille als Abwesenheit absichtlich erzeugter Klänge zum Ausdruck. Cage benutzte diesen Begriff nicht nur im real akustischen Sinne, sondern auch für den Zustand der Befreiung von der Befangenheit und Vorlieben und Abneigungen, mit allen Barrieren die die Subjektivität der Erfahrung des Anderen und Neuen in der Welt entgegensetzt. Cages erklärtes Ziel war es, eine Musikzu schreiben, in der der Komponist nicht mehr über die Klänge bestimmt, sondern die Klänge - wie er es nannte, sie selbst sein sollten. In dem Maße, in dem die Funktionalität der einzelnen Formteile abgeschafft wurde, wurde die Musik zunehmend durchlässiger gegenüber sich selbst, der akustischen Umwelt und den anderen Künsten.

Cage verwendete in seinen Kompositionen sowohl grafische Verfahren, als auch Zahlenreihen, um die Dimensionen einzelner Klänge, aber auch übergeordnet Kategorien, wie Satzdichte zu bestimmen.

Von 1954 bis 1969 lebte Cage in der Künstlerkommune in Stony Point, bevor er nach New York zurückzog.
In diesen Jahren nahm die Verwendung des Zufalls als kompositorisches Mittel zugunsten der "indeterminancy" ab. Die Unbestimmtheit, das freie Variieren stand im Vordergrund, das meist den Interpreten überlassen blieb.

Er starb 1992, kurz vor seinem achzigsten Geburtstag an den Folgen eines Schlaganfalls. Zu diesem Zeitpunkt war er in aller Welt bekannt und geehrt.
Cage hinterliess mehr als 350 musikalische und audiovisuelle Werke, mindestens ebenso viele literarische und theoretische Texte, einge hundert Zeichungen und Gemälde und einige Hörspiele und Filme. Es existieren tausende von ihm erhaltene Briefe und eine unüberschaubare Zahl an aufgezeichneten Gesprächen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise in Europa und den USA.

Erwähnt sollte noch werden, dass Cage ein ausgeprägtes Interesse an Pilzkunde hatte.

 

 

 

Elektroakustische Werke:

Klangprojektionen:

Klangprojektionen 1.2
Klangprojektionen 6.2

Externe Links :

www.johncage.info

 

 

 

Impressum | Kontakt
Copyright© 2006 - Alle Rechte vorbehalten