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Berio, Luciano
*24/10/1925 Oneglia/ Italien; † 27/05/2003 Rom/ Italien


Biographie

Die Grundlagen des Musizierens und der Musiktheorie erlernte Luciano Berio schon in frühen Jahren von seinem Vater und Großvater. Von 1945 bis 1950 studierte er am Mailänder Konservatorium bei Giulio Cesare Paribeni Kontrapunkt und bei G.F. Ghedini Komposition. Bereits während seiner Studienzeit war er als Klavierbegleiter und Dirigent tätig. 1950 heiratete er die Sängerin Cathy Berberian, die entscheidenden Einfluss auf seine Vokalwerke und seinen Umgang mit Musik ausübte. 1951 besuchte Berio an der Berkshire School of Music in Tanglewood, USA die Fortbildungskurse für Komposition bei L. Dallapiccola. In den Jahren 1954 bis 1960 nahm er regelmässig an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil. Interessant im Zusammenhang mit elektroakustischer Musik sind die Jahre 1953 bis 1960 in denen Berio bei dem italienischen Rundfunk (RAI) arbeitete, da in diese Zeit auch die Gründung des Studio di Fonologia fällt, das zu einem der wichtigsten Zentren für elektroakustische Musik der Welt wurde. Von 1956 bis 1960 gab er die Zeitschrift für Neue Musik Incontri Musicali heraus, mit der eine Konzertreihe, die den gleichen Namen trug und in Mailand statt fand, verbunden war. 1960 begann er seine Lehrtätigkeit mit einem Kompositionskurs in Tanglewood. In den beiden darauf folgenden Jahren unterrichtete er an der Dartington Summer School. Von 1962 bis 1964 war er Dozent am Mills Collge in Oakland und von 1965 bis 1971 an der Harvard University und der Julliard School of Music in New York, wo er das Julliard Ensemble gründete. In den Jahren 1974 bis 1980 leitete Berio die Abteilung Elektroakustik am Pariser IRCAM. Von 1975 bis 1977 war Berio künstlerischer Leiter des Kammerorchesters Israel und seit 1976 Leiter der Accademia Filarmonica Romana. 1987 gründete Berio das Institut Tempo reale in Florenz, das sich mit Live-Elektronik beschäftigt. Von 1993 bis 1994 hielt Berio die Poetikvorlesungen an der Harvard-University.
Luciano Berio starb 2003 in Rom, er komponierte bis zu seinem Lebensende.
Berios Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen und Ehrungen gewürdigt. Berio hat wesentlich zum Verständnis Neuer Musik durch Rundfunk- und Fernsehsendungen sowie durch zahlreiche Aufsätze und Publikationen beigetragen.

Luciano Berio ist eine zentrale Figur der italienischen Musik des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk, dass für das 20. Jhdt. als paradigmatisch gelten kann, lässt sich besonders unter dem Blickpunkt des Multiplen (I. Stoianova) ausmachen. In seinen Kompositionen nimmt man Verschmelzungen von Instrumentalklang, elektronischem Klang, Laut und Aktion wahr. Gattungsüberschreitungen und Formen von Multimedialität prägen Berios Kompositionen, denn er versteht das Kunstwerk besonders als Komplex verschiedenster Sinnebenen. Diese Auffassung teilt er mit den Theorien und Werken Umberto Ecos, Edoardo Sanguinetis und Italo Calvinos, die zur Realisierung seiner Projekte beitrugen. Zu den wichtigsten Bereichen in Berios Schaffen gehören Vokal- und Bühnenmusik. Nicht nur der Text, sondern die Sprache selbst wird in Berios Stücken zum Material der Komposition. Die ganze Palette der Lautartikulation entfaltet sich in musikalischen Prozessen, die eine Art abstraktes Theater hervorbringen. Das Theatrale bei Berio versteht sich als Polyphonie unterschiedlicher Ausdrucksweisen, wobei jedoch anstelle unterschiedlicher Charaktere die Aufmerksamkeit auf sozialen Verhaltensweisen liegt. Die wichtigsten Verfahren in seinen theatralen Werken hat Berio von Berthold Brecht und Kurt Weill übernommen: die Unterbrechung der Handlung durch die Einführung einer neuen Ebene (wie etwa Lieder und Balladen, in denen sich die Akteure direkt an das Publikum wenden), der Kommentar von Aussen, sowie vielfältige Verfremdungseffekte. All diese Stilmittel tragen dazu bei, die Komplexität der alltäglichen Lebenswelt zum Ausdruck zu bringen.
Zu dieser Konzeption trug die Lektüre der Schriften von Claude Levi-Strauss wesentlich bei, die Funktion und die Struktur der Mythen zu untersuchen.

 

 

Elektroakustische Werke:

Klangprojektionen:

Klangprojektionen 1.6, 12.5.2004
Klangprojektionen 3.2, 9.11.2005

Externe Links :

http://brahms.ircam.fr/index.php?id=372

http://www.centrotemporeale.it

 

 

 

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