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Barron, Louis
*23/04/1920 Minneapolis/ Minnesota; † 1989, Los Angeles/ California


Biographie

Louis Barron und seine Frau Bebe Barron sind wichtige Pioniere im Feld der elektronischen Musik.
Louis Barron studierte an der Universität von Chicago Musik und nahm nach diesem ersten Studium Klavierunterricht an der Universität von Minneapolis. Noch bevor er Bebe Barron (damals noch Charlotte Wind) traf, verbrachte er einige Monate im Jungle von Mexiko, wo er versuchte ein Theaterstück zu schreiben. Neben seinem Studium verfasste er Jazz Reviews für eine lokale Zeitung in Minneapolis. In New York, wohin er mit seiner zukünftigen Frau 1947 zog, arbeitet er als Sozial-Psychologe für das Gallup Institut.
1948 heirateten Louis Barron und Charlotte Wind. Als Hochzeitsgeschenk bakamen sie von einem deutschen Freund eine der ersten Bandmaschinen, die in die USA importiert worden waren, zum Geschenk. Das Experimentieren mit diesem Gerät führte bald zu der Produktion von elektronischen Sounds, für die sie bekannt wurden.
Mit ihren Aufnahmegerät machten sie Aufnahmen von Freunden und Parties, bevor sie ihr eigenes Studio einrichten konnten, das unter anderm als das erste Studio zur Produktion elektronischer Musik in den USA angesehen werden muss. Die Soundarbeiten der Barrons bedienten besonders die damalige Avantgardeszene in New York. Sie nahmen mit ihrem Aufnahmegerät Literaten wie Aldous Huxely, Tennessee Williams und Herny Miller aus ihren Werken lesend, in Form von frühen Audiobooks auf. Diese Aufnahmen wurden auf rotes Vinyl gepresst und erschienen in der Serie Audio Portraits auf dem Contemporary Classics Label, das die Barrons betrieben. Ab dem Jahr 1950 begangen sie mit FilmemacherInnen wie Maya Deren oder Ian Hugo, der mit der Schriftstellerin Anais Nin verheiratet war, zusammenzuarbeiten. Die Barrons machten die Musik zu drei von Hugos Filmen, darunter Bells of Atlantic (1952), ein Experimentalfilm, in dem Anias Nin aus einem ihrer Werke liest. Für Maya Deren assistierten sie in der Audioproduktion des Soundtracks zu The Very Eye of Night (1959), der Musik von Tejo Ito enthielt.
Das meiste Equipment in dem Studio war von den Barrons selbst gebaut. Ein Teil dieser selbstgemachten Ausstattung war ein riesiger Lautsprecher, der schwere Bässe übertragen konnte. Weiters gehörten zu ihrer Ausstattung elektronische Oszillatoren, ein Filter, ein Federhall und einige Bandmaschinen. Durch den Mangel an Konkurrenz und zum Überraschen der Betreiber hatte das Studio ziemlichen Erfolg. Das erste rein elektronsiche Musikstück für Magnetband in den USA wurde 1950 von den Barrons komponiert und trägt den Titel Heavenly Menagerie. Die Musik der Barrons erweckte bald das Interesse der Avantgardeszene. 1952 verwendete John Cage deren Studio, um dort den Williams Mix, sein erstes Stück für Tonband aufzunehmen, für welches Cage die Barrons als Tontechniker anstellte. Die zwei kreierten soetwas wie eine elektronische Soundbibliothek, indem sie über 600 verschiedenen Klänge aufnahmen und diese unter Cages Anweisungen arrangierten. Es brauchte ein Jahr, um die viereinhalb minütige Montage fertigzustellen. Cage arbeitete in dem Studio der Barrons auch an seinem Project on Music for Magnetic Tape zusammen mit anderen Musikern wie Morton Feldman, Earl Brown und David Tudor.
Bekanntheit erlangten die Barrons jedoch, und das bis zum heutigen Tag, durch den Sountrack zu dem Film Forbidden Planet. Dieser Soundtrack wird als der erste vollständig elektronisch gestaltete Filmscore angesehen. Der Produzent Dan Schary beauftragte die Barrons persönlich mit dem Auftrag der Gestaltung der Filmmusik, wie auch - und das ist in jener Zeit eine Besonderheit - der Soundeffekte. Der Kontakt enstand bei der Eröffnung einer Kunstaustellung, bei der sowohl die Barrons als auch Dan Schary anwesend waren. Die Barrons konnten Schary überreden, sich ihre Musik anzuhören. Beindruckt von diesen neuen Sounds, erhielten sie den Auftrag zur Gestaltung der Tonspur zu dem Film Forbidden Planet. Entgegen allen Hollywood-Gewohnheiten produzierten die Barrons ihre Musik in ihrem eigenen Studio in New York. Innerhalb von drei Monaten hatten die die ganze Arbeit fertiggestellt. Das Publikum reagierte auf die ungewohnten Hörerfahrungen enthusiastisch, weniger aber die American Federation of Musicians. Sie schalteten einen Anwalt ein, um zu erreichen, dass in den Kredits anstelle von "Electronic Music by Louis and Bebe Barron", "Electronic Tonalities" zu lesen ist. Da das Wort "Music" entfernt werden musste, kann man daraus die Degradierung experimenteller Kompositionen, wie die der Barrons ablesen. Da die Barrons keiner Musikergilde angehörten, hatten sie auch keine Chance, dass ihr Soundtrack für einen Oskar nominiert wird.
1962 übersiedelte das Paar nach Los Angeles, wo Louis Barron im Jahr 1989 starb.

 

Elektroakustische Werke:

  • Soundtrack zu Forbidden Planet

Klangprojektionen:

Klangprojektionen 3.5

Externe Links :


http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=4486840

 

 

 

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