Bakkalaureatsstudium Instrumental(Gesangs)pädagogik - Kontrabass


Studienziel:
Heranbildung von Instrumental(Gesangs)lehrerInnen an Lehranstalten und im freien Beruf. Abschluss durch eine Bakkalaureatsprüfung, welche bereits eine vollgültige, staatlich anerkannte Berufsqualifikation darstellt. Die Bakkalaureatsprüfung entspricht inhaltlich der bisherigen Lehrbefähigungsprüfung des alten Studienplans (siehe KHStG 1983, Anlage A, 27 bzw. UniStG, Anlage 1 Z. 2a.11.5.1).

Lehrtätigkeit:
Instrumental- bzw. Gesangsunterricht an Lehranstalten (Musikschulen, Oberstufenrealgymnasien mit Instrumentalmusik als Pflichtgegenstand, AHS mit Instrumentalmusik als Freigegenstand) und im freien Beruf.

Aufnahmekriterien:
Für das Studium Instrumental(Gesangs)Pädagogik, dessen Abschluss eine vollgültige Berufsqualifikation darstellt, wird ein höheres Niveau am Instrument als für die Studienrichtung Musikerziehung erwartet.

Zulassungsprüfung (entspricht IME 1. Instrument):

3 Werke aus verschieden Epochen
a) eine Etüde
b) ein schneller Satz
c) ein Stück freier Wahl

1. Diplomprüfung (IGP alt) bzw. Bakkalaureatsprüfung (entspricht
2. Diplomprüfung IME 1. Instrument):


Es sind insgesamt 4 Stücke vorzubereiten:

 

  • Das Programm muss Werke aus 3 von einander verschiedenen Epochen aus den Stilbereichen Barock, Klassik (inkl. Frühklassik), Romantik, 20./21.Jahrhundert (inkl. alle Bereiche der U-Musik) enthalten (eine Stilepoche kann auch durch 2 Stücke repräsentiert sein).
  • Das Programm muss ein Konzert im Schwierigkeitsgrad von Dittersdorf Nr.2 in D-Dur enthalten.
  • Das Programm muss ein Ensemblestück (Kammermusik in jeder Besetzung außer Kontrabass/Klavier) enthalten.

Das Stück, mit dem der Vortrag begonnen wird, kann vom Prüfungskandidaten selbst gewählt werden.

Prüfung unter didaktischem Aspekt:

Allgemeine Prüfungskriterien:
Die Prüfung unter didaktischem Gesichtspunkt soll einerseits ein umfassendes theoretisches und praktisches Wissen und Können zum Ausdruck bringen und andererseits die Fähigkeit zum Denken in größeren Zusammenhängen erkennen lassen. Es kommt auf das sinnvolle Herangehen an pädagogische und didaktische Fragestellungen an und auf die Fähigkeit, mit einem Schüler als Lehrer sinnvoll arbeiten zu können. Der Kandidat sollte auch in der Lage sein, instrumentaltechnische Details am Instrument direkt zu demonstrieren, und den Kontrabass deshalb zur Prüfung mitnehmen.

Bei der Prüfung ist eine Liste von 12 Werken vorzulegen, die nach den allgemeinen Prüfungskriterien (siehe oben) vorzubereiten sind, weiters Werke für den Anfangsunterricht enthält und folgende Inhalte in einem ausgewogenen Verhältnis beinhaltet:

Unterrichtsliteratur
    Kontrabassschulen (z. B. L. Streicher, Simandl, Findeisen…)
    technische Übungen (z.B. Bottesini…)
    Etüden (z.B. Kreutzer, Simandl …)
    Bücher mit pädagogisch, didaktisch relevantem Inhalt
    (z.B. Lehren und Lernen im Instrumentalunterricht von Anselm
    Ernst, Über das Unterrichten von Tom de Vree)

Vortragsliteratur
    Die Vortragsliteratur soll Werke unterschiedlicher Epochen und
    formaler Gattungen enthalten.

Prüfungsablauf:

Die Prüfung enthält zwei Teile
1) einen verbal rhetorischen Teil
2) eine Lehrdemonstration mit einem Schüler.

Ad 1) Der Kandidat ist berechtigt, als Prüfungsbeginn ein eigenes Thema, das sich auf die Werkliste bezieht, zu erörtern und darüber frei zu referieren.
Die Prüfungskommission stellt danach zu weiteren Werken der Werkliste Fragen, deren Beantwortung ebenfalls in freier Rede erfolgen muss.
Ad 2) Der Kandidat soll eine Unterrichtsdemonstration geben, die jedoch nicht einer gesamten Kontrabassstunde entsprechen soll, sondern einen Schwerpunkt setzen, der zum Schülerniveau und zum Thema der Unterrichtsdemonstration passt.

Prüfungsdauer: ca. 45 Minuten