Magisterstudium Instrumental(Gesangs)pädagogik bzw. IGP II alt - Viola


Studienziel:
Heranbildung von hochqualifizierten Instrumental(Gesangs)pädagogInnen für die Lehrtätigkeit an Lehranstalten und im freien Beruf. Die AbsolventInnen sollen fähig sein, den sich wandelnden Anforderungen der Berufspraxis gerecht zu werden. Ausbildungsziel dieses zweiten Studienabschnittes ist daher die Weiterentwicklung der technischen und interpretatorischen Fertigkeiten sowie die Fähigkeit zur selbständigen künstlerisch-wissenschaftlichen bzw. künstlerisch-pädagogischen Arbeit.

Lehrtätigkeit:
Instrumental- bzw. Gesangsunterricht an Lehranstalten und im freien Beruf auf allen Ausbildungsstufen.

Aufnahmekriterien:
Zum Magisterstudium IGP zugelassen sind gemäß § 35 Abs. 4 (UniStG) Personen, die das Bakkalaureatsstudium Instrumental(Gesangs)-
pädagogik gemäß UniStG oder ein gleichwertiges (künstlerisch-pädagogisch-wissenschaftliches) Studium an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung abgeschlossen haben. Absolventen des
1. Studienabschnittes des Studiums der Instrumental(Gesangs)pädagogik nach dem KHStG 1983 (Fassung 1991 Anlage A, Nr. 27) sind als den Absolventen des Bakkalaureatsstudiums gemäß UniStG gleichwertig anzusehen.
Es wird nur jenen Studierenden empfohlen, den 2. Abschnitt zu studieren, von denen die Beherrschung des Instrumentes auf höchsten Niveau (nahe Konzertfach) nach Abschluss des Studiums erwartet werden kann.

2. Diplomprüfung (IGP II alt) bzw Magisterprüfung:

 

  1. Eine Solo-Suite für Violoncello oder eine Solo-Sonate bzw. Solo-Partita für Violine von J. S. Bach in der Bearbeitung für Viola
  2. Zwei Konzerte aus verschiedenen Stilepochen im Schwierigkeitsgrad von z.B. Walton, Bartok, Hindemith, Mozart (Sinfonia Concertante). Eines der Werke muss nur im Umfang von einem schnellen Satz gespielt werden.
  3. Zwei Sonaten oder gleichzuhaltende Werke aus verschiedenen Stilepochen (Ein modernes Werk, dessen Tonsprache sich deutlich von der des 19. Jahrhunderts unterscheidet, muss vertreten sein. Schwierigkeitsgrad etwa von Schubert, Brahms, Reger, Britten).
  4. Ein Kammermusikwerk – etwa: Beethoven Serenade op. 8, Dvorak Terzett, Debussy Trio für Flöte, Viola und Harfe, Brahms Bratschenlieder, Leclair Duos für zwei Bratschen
  5. Eine Caprice oder Etüde von Paganini oder Dont oder
    Palaschko op. 49

Das Solowerk von J. S. Bach und eines der beiden Konzerte sollen auswendig gespielt werden.

Das Programm muss ein Werk aus den persönlichen Schwerpunktbildungen des Studierenden enthalten (kann bei der Prüfung erläutert werden).



Prüfung unter didaktischem Aspekt:

Allgemeine Prüfungskriterien:

Die Prüfung unter instrumentaldidaktischem Aspekt soll einerseits ein umfassendes theoretisches und praktisches Wissen und Können zum Ausdruck bringen und andererseits die Fähigkeit zum Denken in größeren Zusammenhängen erkennen lassen. Es kommt auf das sinnvolle Herangehen an pädagogische und didaktische Fragestellungen an und auf die Fähigkeit, mit einem/einer SchülerIn als Lehrer/Lehrerin sinnvoll arbeiten zu können. Der/die Kandidat/in sollte auch in der Lage sein, instrumentaltechnische Details am Instrument direkt zu demonstrieren, und die Viola deshalb zur Prüfung mitnehmen.

Die Prüfung umfasst 2 Teile:

1) Werkliste

Die bei der Prüfung vorzulegende Liste muss 2 Werke umfassen, wobei ein Unterrichtswerk enthalten und ein Werk Bestandteil des künstlerischen Programms sein kann.

Ein Werk aus der Liste kann entfallen, wenn stattdessen ein bereits ausgereiftes unterrichtsbezogenes Projekt (beispielsweise ein in Planung befindlicher bzw. bereits abgehaltener Workshop) vorgestellt und erläutert wird.

Erwartet wird eine unter Einbeziehung des kulturgeschichtlichen Umfeldes vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Werken.

2) Unterrichtsdemonstration

Der/die KandidatIn soll eine Unterrichtsdemonstration in Form einer mindestens 20 minütigen Lehrprobe geben. Er/sie soll dabei auf den/die LehrschülerIn und dessen/deren aktuelles Können eingehen sowie u.a. instrumentaltechnische, musikalische und stilistische Aspekte in adäquater Weise thematisieren und eine deutlich erkennbare Veränderung des/der LehrschülerIn bewirken.

Auswahl der LehrschülerIn:

Der/die LehrschülerIn wird von der Prüfungskommission (i.V. durch das Hellmesberger-Institut) ausgewählt und soll im Können ca. zwischen dem Niveau der Zulassungserfordernisse für das ME Studium und jenem des Bakkalaureatsstudiums von IGP liegen.

Prüfungsablauf:

Der/die KandidatIn ist berechtigt, als Prüfungsbeginn die Unterrichtsdemonstration zu wählen bzw. ein eigenes Thema, das sich auf die Werkliste bezieht, zu erörtern und darüber frei zu referieren. Die Prüfungskommission stellt danach zu weiteren Werken der Liste Fragen, deren Beantwortung ebenfalls in freier Rede erfolgen muss.

Prüfungsdauer: ca. 45 Minuten

Übergangsbestimmung:

Alle Studierenden des IGP Masterstudiums, die bereits die Lehrveranstaltung Didaktik/Lehrpraxis Fortgeschrittene des Masterstudiums absolviert haben, sind berechtigt, die Prüfung unter instrumentaldidaktischem Aspekt in der alten Fassung (geltend bis 30. September 2016) zu absolvieren.

Für alle Studierende des IGP Masterstudiums, die ab dem WS 2016/17 die Lehrveranstaltung Didaktik/Lehrpraxis Fortgeschrittene des Masterstudiums absolvieren, gilt die neue Fassung der Prüfung unter instrumentaldidaktischem Aspekt.