OPINION BOARD

Unser Beitrag zu mdw200


200 Jahre mdw - 1930 Jahre Plagiat

Das interaktive Opinion Board war unser erfolgreicher Beitrag zum 200-Jahr-Jubiläum der mdw. Es bot nicht nur einen niederschwelligen sondern auch innovativen Zugang zur Bewusstseinsbildung für die Themen Plagiat bzw. Prävention. Es gab sowohl ein mobiles Opinion Board, das bis Ende Jänner 2018 durch mehrere Standorte der mdw tourte, als auch einen beschreibbaren Teil des Glasfensters im Eingangsbereich der Bibliothek der eigens für diesen Zweck als Opinion Board markiert wurde. Lehrende, Studierende, BesucherInnen etc. konnten anonym ihre Gedanken und Anmerkungen zu den angeführten Satzanfängen niederschreiben.

War das Opinion Board vollgeschrieben, wurde es fotografiert und im Anschluss für neue Gedanken geleert. Wir danken für die zahlreichen Ideen und Anregungen! Ein "Best of" der spannenden Rückmeldungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Auszüge aus den Beiträgen

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Ein "Best of" der Beiträge

Das kann ich anderen empfehlen…

hmdw Schreibberatung
Lernen!!!!
Rechtzeitig AGIEREN
(Ankündigung/Plakat) mdw write night Vol.2
bald anfangen
Aufhören zu studieren (0)

Plagiieren ist verwerflich, weil…

Raub bedeutet
falsche Idee
(man) nicht nur andere, sondern auch sich selbst betrügt…
es mir vor Augen führt, dass keine eigenen Ideen vorhanden sind.

Ich schreibe selbst, weil…

mir meine Gedanken wichtig sind!
ein Ghostwriter zu teuer ist :(
ich es kann
LOVE YOURSELF
…Ois wos i schreib eh vῠ besser is, ois des vu di ondan!

Mit zweien beginnt die Wahrheit - Nietzsche

I want to be a musician

Richtiger Umgang mit fremden Texten heißt…

Respekt
Selbstständigkeit
sie entsprechend zu kennzeichnen
zitieren!

Plagiat wird entdeckt, weil…

… man es finden will.
weil es nicht verjährt

Prävention bedeutet für mich…

auf der sicheren Seite zu stehen!Achtsamkeit
Extraktion meiner Risikoversion
Kondome

Ein guter Tipp von meinem/r Betreuer/in war…

durchhalten!
KEINE ANGST!

 

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Die Entstehung des Wortes „Plagiat“ lässt sich auf ein Epigramm des römischen Satirikers und Epigrammdichters Marcus Valerius Martial (ca. 40 – 102 oder 104 n.Chr.) Martial zurückführen. Er schuf rund 87 n.Chr. in seinem Epigramm Nr. 1, 52 den Begriff plagiarius (= Menschenräuber). Darin beklagt er sich, dass ein gewisser Quintianus seine Gedichte als eigene vortragen lässt. Da Martial seine eigenen Verse als seine Geisteskinder ansah, verglich er den Versdiebstahl mit Menschenraub und prägte so den Begriff plagiarius:

„Commendo tibi, Quintiane, nostros –
nostros dicere si tamen libellos
possum, quos recitat tuus poeta –:
si de servitio gravi queruntur,
adsertor venias satisque praestes,
et, cum se dominum vocabit ille,
dicas esse meos manuque missos.
Hoc si terque quaterque clamitaris,
impones plagiario pudorem.“

Marcus Valerius Martial, Epigramm 1, 52
https://books.google.at/books?id=0Y_nfvMdlEcC&pg=PA146&lpg=PA146&dq=Martial#v=onepage&q=Martial&f=false [24.05.2017]

 

Ich vertraue Dir meine Bücher an, Quintianus –
obschon ich tatsächlich die Bücher mein nenne,
die dein Poet rezitiert –:
Wenn sie sich über diesen Sklavendienst beklagen,
komme als ihr Beschützer und gib ihnen Sicherheit;
und, wenn sich der Bursche dann noch ihren Herrn nennt,
sag, sie seien die Meinen und Freigelassene!
Wenn du das drei- oder viermal in die Runde rufst,
bringst du so diesem Menschenräuber Scham bei!                                      

Übersetzung: KGS