Funktionelle Entspannung (FE)


Die Funktionelle Entspannung ist eine körperorientierte, tiefenpsychologisch fundierte Methode, die über die Schulung der differenzierten Wahrnehmung zu einem bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper führt. 
Sie benützt die Stimme als Begleitung in die Stimmigkeit des Atemrhythmus sowie der Körperrhythmen ständig mit und ist somit eine „musikalische Entspannungsmethode“.
Der Mensch besteht aus Klängen, Rhythmen, Melodien und Dynamik, er ist Musik, der Körper sein Instrument und die Stimme das hörbare Ergebnis. Je größer die Harmonie ist, desto besser funktioniert das Zusammenspiel von Körper-Geist-Seele. In der Harmonie es kommt zur Synchronisation biologischer Rhythmen, wir erholen uns und werden gesund. Dissonanzen sind die Herausforderungen des Lebens, durch die wir uns weiter entwickeln.
Mit Hilfe der Funktionellen Entspannung treten wir in Beziehung mit uns SELBST (Eigendialog), mit dem DU (Dialog) und mit dem WIR der Gruppe (Multilog). Wir können unsere Kreativität entfalten, die die Voraussetzung für unsere Persönlichkeitsentwicklung und unseren unverwechselbaren musikalischen Ausdruck ist.
 

 

Lehrende:

o.Univ.Prof. Dr.Gertraud Berka-Schmid

Mag.a Rita Kautschitz

Anmeldung:

e-mail:

berka-schmid@mdw.ac.at

kautschitz@mdw.ac.at


Zu den Hintergründen der Funktionellen Entspannung:

Die Funktionelle Entspannung ist eine von Marianne Fuchs entwickelte körperorientierte Psychotherapiemethode (11), die ihren theoretischen Hintergrund in Viktor von Weizsäckers "Gestaltkreis" hat. (27), entstanden aus der Zusammenarbeit von Marianne Fuchs mit V.V. Weizsäcker in den Vierzigerjahren in Heidelberg. Diese Methode wurde im Laufe der Arbeit zunehmend durch spezifische Stimmarbeit, der Klang, Vokal- und Konsonantenarbeit, verbunden mit Imagination und Visualisierung, erweitert.

Den "Körper als Instrument" in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen, hat sich nicht nur in den Selbsterfahrungsgruppen mit Studierenden, sondern auch in der therapeutischen Einzelarbeit mit Patienten, vor allem im Bereich Psychosomatik und Angstneurosen bewährt. Hier allerdings orientiert sich die Arbeit spezifisch an den Beschwerden des Patienten und nicht, wie in den Selbsterfahrungsgruppen mit Studierenden an einem relativ festgelegten roten Faden, der sich an der Ausbildung zum Pädagogen orientiert.